• Pinakothek der Moderne, München
    Pinakothek der Moderne, München © imago
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Die Pinakothek der Moderne München: Das Haus der Superlative.

Nicht nur, dass die Pinakothek der Moderne gleich vier Sammlungen unter ihrem Dach vereint – die Sammlung Moderne Kunst, die Staatliche Graphische Sammlung München, das Architekturmuseum der Technischen Universität München und die Neue Sammlung – sie ist zugleich Teil einer noch größeren Museumslandschaft: des Kunstareals München mit Alter und Neuer Pinakothek, Museum Brandhorst, den Antikensammlungen, Glyptothek, der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und eben der Pinakothek der Moderne.

Alle Richtungen der modernen Kunst sind in der Sammlung für Moderne Kunst vertreten, so Expressionismus, Fauvismus, Kubismus, Neue Sachlichkeit, Bauhaus, Surrealismus, Pop Art und Minimal Art. Von Henri Matisse, Oskar Kokoschka, Max Beckmann, Pablo Picasso, Otto Dix, Lyonel Feininger, Joan Miró, René Magritte, Salvador Dalí und anderen sind Werke zu sehen, ebenso Arbeiten der „Brücke“ und des „Blauen Reiters“. Die Staatliche Graphische Sammlung birgt Bestände von ca. 400.000 Blatt, die alle Epochen der Zeichenkunst und der Druckgraphik umfassen. Die Sammlung des Architekturmuseums der Technischen Universität, gleichsam das historische Gedächtnis der Fakultät, verzeichnet rund 500.000 Zeichnungen und Pläne von annähernd 700 Architekten, über 100.000 Fotografien, dazu Modelle und Archivalien – von Balthasar Neumann bis Le Corbusier, von Leo von Klenze bis Peter Zumthor. Vor rund 100 Jahren gegründet, gilt die Neue Sammlung als ältestes Designmuseum der Welt und seine rund 80.000 Objekte der Bereiche Industrial Design, angewandte Kunst und Graphic Design als die weltweit größte Designsammlung.

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Nächste Termine:

28.01.2017 - 30.04.2017

WADE GUYTON - Das New Yorker Atelier. Museum Brandhorst Wade Guyton hat in den letzten beiden Jahren eine neue Bildserie geschaffen, die im Museum Brandhorst erstmals in ihrer ganzen Breite und Komplexität vorgestellt wird. In seinen bisherigen Werken hatte Guyton sich vor allem auf minimalistische Zeichen konzentriert – den Buchstaben X, monochrome Flächen oder Streifen –, seine neuen Leinwände überraschen mit vielfältigen Motiven und Techniken: Schnappschüsse aus seinem New Yorker Atelier, Screen Shots der Homepage der „New York Times“ aber auch abstrakten Formen. Letztere sind Zooms in die Matrix digitaler Bilder und gewähren gleichsam einen Blick in die „Anatomie“ der digitalen Bildsprache. In der Ausstellung im Museum Brandhorst werden insgesamt 33 Bilder auf Leinwand, eine Serie von 16 Vitrinen mit Zeichnungen und eine Filmprojektion zu sehen sein. Es erscheint ein Katalog mit einem Gespräch zwischen Johanna Burton, Wade Guyton und Achim Hochdörfer, der die jüngsten Entwicklungen in Guytons Werk umfassend dokumentiert.

07.02.2017 - 31.08.2017

Künstlerporträts. Fotografien der 1920er und 1930er Jahre aus der Stiftung Ann und Jürgen Wilde Pinakothek der Moderne. Sammlung Moderne Kunst In der Fotografie der Moderne ist das Porträt Experimentierfeld einer Kunstform, die sich stets selbst reflektiert. Das Künstlerporträt gibt dabei Zeugnis der dargestellten und darstellenden Künstler, und ist zugleich Spiegel von weitreichenden Beziehungsgeflechten und personellen Netzwerken. Die Präsentation zeigt Fotografien aus den 1920er und 1930er Jahren von Aenne Biermann, Florence Henri, Germaine Krull, Albert Renger-Patzsch, August Sander und Michel Seuphor aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde. (Saal 8)

14.02.2017 - 01.05.2017

PAINT ON. Dimensionen des Malerischen. Pinakothek der Moderne. Sammlung Moderne Kunst Die Ausstellung umkreist Begriff, Ästhetik und Prozess des Malerischen. Dabei sind die gezeigten Werke, die überwiegend dem Sammlungsbestand entstammen, nicht notwendigerweise Gemälde. Das Video „M. U. D.“ (2000) von Nina Könnemann (*1971) beispielsweise führt in einen verlassenen Park, an einen Ort, der aus der Zeit gefallen scheint und dessen gleichsam abstrakte Oberfläche malerische Qualitäten entwickelt, die zwischen Komposition und Zufall changieren. Auch Simone Lanzenstiel greift die Patina des Urbanen auf, um in ihr das Malerische zu entdecken: Schmutz, Spuren und Markierungen im öffentlichen Raum vermischt sie mit Ausdrucksqualitäten digitaler Ästhetik – und erschafft den Eindruck eines ortlosen, nicht fassbaren Raums.

17.02.2017 - 05.03.2017

IM BLICK: Am Königshof der Valois: Französische Zeichnungen der Spätrenaissance. Pinakothek der Moderne. Staatliche Graphische Sammlung München Während Frankreich im 16. Jahrhundert von kriegerischen Auseinandersetzungen und erbitterten Glaubenskämpfen zwischen Katholiken und Hugenotten erschüttert wird, präsentiert sich der Hof der letzten Könige aus der Dynastie der Valois als Ort verfeinerter Lebensart: Porträts von Jean und François Clouet sowie zahlreiche Bildniskopien übermitteln die Züge wichtiger Protagonisten der höfischen Gesellschaft. In szenischen Darstellungen zeichnet Antoine Caron ein Idealbild kultivierten Hoflebens. Rüstungsentwürfe von Étienne Delaune geben einen Eindruck von der chevaleresken Selbstinszenierung des Hochadels und von der phantasiereichen Ornamentsprache der französischen Spätrenaissance. Eine konzentrierte Auswahl von Zeichnungen aus der Staatlichen Graphischen Sammlung München lädt dazu ein, den Hof der letzten Valois und damit ein hierzulande wenig thematisiertes Kapitel europäischer Kunst- und Kulturgeschichte in den Blick zu nehmen.

04.03.2017

DESIGN UND KUNSTHANDWERK AUS DEM LAND DER MORGENSTILLE. IMAGINEYOURKOREA! Pinakothek der Moderne. Die Neue Sammlung - The Design Museum Der Slogan Südkoreas macht Lust, der Einladung zu folgen, weshalb Die Neue Sammlung erstmals koreanisches Kunsthandwerk und Design aus ihren eigenen Beständen zeigt. Koreanisches Design steht für die Suche nach der einfachen Schönheit in einem alltäglichen Produkt. Dafür wurde in Korea die Trias des traditionellen Kunsthandwerks – Funktionalität, Verarbeitungsqualität, Materialkompetenz – mehr und mehr auch zum ‚Believe-in’ der industriellen Fertigung. Seitdem gehören hand- wie maschinell gearbeitete Objekte aus Korea zu recht zu den Preisträgern namhafter, internationaler Wettbewerbe – einige davon sind jetzt zu sehen.

09.03.2017 - 05.06.2017

VERMISST. Der Turm der blauen Pferde von Franz Marc. Zeitgenössische Künstler auf der Suche nach einem verschollenen Meisterwerk. Ein Kooperationsprojekt des Hauses am Waldsee, Berlin (3. März bis 6. Juni 2017) mit der Staatlichen Graphischen Sammlung München. Kaum ein zweites Meisterwerk der Klassischen Moderne hat eine vergleichbar wechselvolle Geschichte wie das Gemälde „Der Turm der blauen Pferde“ (1913) von Franz Marc. Durch seine abwechselnde Präsenz in München und Berlin verbindet es die beiden Kunstmetropolen, wird mehrfach fast zerstört, gerettet und wieder bewahrt, bevor es nach dem Zweiten Weltkrieg spurlos verschwindet. Bis heute stellt sich die Frage: Wo ist der „Turm der blauen Pferde“ heute – als Gemälde, als Erinnerung, als ferner Zauber? – Eine spekulative Frage, der sich eine Gruppe von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern in Berlin und München stellt. Ihre Werke, die exklusiv für das investigative Ausstellungsprojekt entstehen, untersuchen nicht zuletzt vor dem Hintergrund der erhaltenen Münchner Vorstudie den Mythos dieses Bildes und spüren seiner ungebrochenen Faszination nach. Die Künstler präsentieren ihre Ergebnisse in zwei parallelen Ausstellungen in Berlin und München und laden dazu ein, die Diskussion um das Mysterium dieser Ikone der Malerei weiter offen zu halten. Teilnehmende Künstler in Berlin: Martin Assig, Norbert Bisky, Birgit Brenner, Johanna Diehl, Marcel van Eeden, Julia Franck, Arturo Herrera, Christian Jankowski, Via Lewandowsky, Rémy Markowitsch, Tobias Rehberger, Peter Rösel Teilnehmende Künstler in München Viktoria Binschtok, Dieter Blum, Tatjana Doll, Slawomir Elsner, Jana Gunstheimer, Almut Hilf, Thomas Kilpper, Franz Marc, Dierk Schmidt Das Museum Boijmans van Beuningen in Rotterdam hat eine Übernahme der Ausstellung in die Niederlande für Herbst 2017 zugesagt.

11.03.2017 - 11.06.2017

TONE VIGELAND – SCHMUCK – OBJEKT – SKULPTUR. Pinakothek der Moderne. Die Neue Sammlung. The Design Museum Skandinavischer Autorenschmuck ist ohne sie und ihre Arbeiten nicht vorstellbar. Tone Vigelands Schmuckobjekte waren bereits zu Beginn der 1960er Jahre fester Bestandteil heute längst legendär gewordener Ausstellungen und Publikationen wie etwa der 1961 in der Goldsmiths Hall London stattgefundenen Ausstellung »International Exhibition of Modern jewellery«, die die seinerzeit noch junge Kunstrichtung des Autorenschmucks erstmals einer Öffentlichkeit vorstellten. In ihrem 80. Lebensjahr richtet nun Die Neue Sammlung der Grande Dame der skandinavischen Schmuckkunst ihre erste Einzelausstellung auf dem europäischen Kontinent außerhalb Skandinaviens aus – 50 Jahre nachdem 1967 ihre erste Solo-Ausstellung im Kunstnerneshus (Künstlerhaus) in Oslo stattfand. 150 ihrer mehrfach ausgezeichneten Schmuckarbeiten werden in München zu sehen sein, an ihrer Seite ausgewählte Objekte und Skulpturen Tone Vigelands. Der Schritt vom Körper zum freien Raum ein scheinbar großer und letztendlich doch ein naheliegender.

11.03.2017 - 11.06.2017

Unter der Treppe: Konstellationen – Konstelacie – Constellation. Pinakothek der Moderne. Die Neue Sammlung - The Design Museum Atelier S+M+L_XL Metall und Schmuck der Akademie der Bildenden Kunst und Design in Bratislava 2017 lädt Die Neue Sammlung das Atelier S+M+L_XL Metall und Schmuck, die Klasse der Akademie der Bildenden Kunst und Design in Bratislava ein, mit ihren Schmuckarbeiten zu Gast zu sein. Dies nicht genug feiert die 1992 gegründete Klasse ihr 25-jähriges Bestehen. Jüngste Arbeiten – Schmuck aufgrund unterschiedlicher Konstellationen – sind in einer Präsentation der Studenten zu sehen.

27.04.2017 - 27.08.2017

DRAUSSEN | OUT THERE - LANDSCHAFTSARCHITEKTUR AUF GLOBALEM TERRAIN. Pinakothek der Moderne. Architekturmuseum der TU München Landschaftsarchitektur scheint in der öffentlichen Vorstellung noch immer von der Sehnsucht bestimmt, für die Harmonisierung zwischen den explosiv ausgreifenden Städten einerseits und der Natur andererseits zu planen. Aber diese Idee entspricht längst nicht dem gegenwärtigen Stand einer Disziplin, die sich angesichts der radikalen Umformung des Planeten Erde in Richtung einer analytisch-kritischen Perspektive entwickelt. Die Ausstellung »draußen« geht von der Prämisse aus, dass es grundsätzlich keinen Winkel der Erde mehr gibt, in dem die Wirkungen der Urbanisierung, der massiven Ausbeutung fossiler Brennstoffe, der wachsenden Mobilität und die ungebremste Verschmutzung von Luft, Boden und Wasser nicht spürbar sind. Die Ausstellung präsentiert zehn weltweite Fallbeispiele, die das Zusammenwirken von Stadt und Umland, von Wasserkreisläufen sowie den lokalen und globalen Bedingungen anschaulich darstellt. Von Casablanca über Madrid und Changde bis Kigali und Medellin: die Forschungsprojekte analysieren hoch komplexe Situationen, um dann erst Ansätze für Transformationen zu entwickeln. Ziel der Ausstellung ist es, der Öffentlichkeit eine tiefere Vorstellung von den sich wandelnden Konzepten und Strategien der Landschaftsarchitektur in der Gegenwart zu vermitteln und zugleich ihre wachsende Bedeutung für die Zukunft darzustellen.

25.05.2017 - 17.10.2017

Kerstin Brätsch. Innovation. Museum Brandhorst Die in New York lebende Malerin Kerstin Brätsch hat in den vergangenen zehn Jahren mit einem ebenso vielgestaltigen wie konsequenten Werk überzeugt. Ihrem Schaffen liegt ein erweiterter Malerei-Begriff zugrunde – es umfasst neben großformatigen Ölbildern (meist auf Papier), auch Malereien auf Polyesterfolie, Glasbilder, Marmorierungen sowie performative Interventionen. In ihren Bildern greift Brätsch klassische Topoi der Malereigeschichte auf, wie beispielsweise die Portraitmalerei oder Spielarten der Abstraktion. In gleichem Maße spiegelt sich darin aber auch die Infragestellung der Legitimität des Mediums Malerei durch die digitalen Technologien. Ähnlich den digital zirkulierenden sind ihre eigenen Bilder kontinuierlich veränderbar; sie werden durch Performances im Stadtraum oder spezielle Displays gezielt „Stresstests“ unterzogen – sie sind sich also des Drucks, dem die Malerei aktuell ausgesetzt ist, deutlich bewusst. In diesem Spannungsfeld sucht Kerstin Brätsch Wege für einen relevanten und persönlichen künstlerischen Ausdruck. Dabei hält sie an der Malerei und ihrer Geschichte fest und testet ihre Widerstandskraft gegenüber diesen Entwicklungen von innen heraus. Mit rund 80 Werken gibt diese erste museale Einzelausstellung der Künstlerin einen retrospektiven Überblick ihres Schaffens.

31.05.2017

Matti Suuronen. FUTURO. Pinakothek der Moderne. Die Neue Sammlung - The Design Museum | Außenraum Die Neue Sammlung präsentiert ihren Ankauf des spektakulären FUTURO im Außenraum der Pinakothek der Moderne. Das FUTURO ist nicht nur das bekannteste und innovativste, sondern auch das erste in Serie produzierte Kunststoffhaus der Welt. Kein anderes Objekt verkörpert den Glauben an den technologischen Fortschritt und an die Zukuft des Raumfahrtzeitalters der späten 1960er Jahre besser als das FUTURO. Nicht umsonst sollte es zum Inbegriff des utopischen Designs werden. Das in Segmentbauweise aus glasfaserverstärktem Polyester bestehende Haus war für unterschiedliche Verwendungszwecke vorgesehen. Ursprünglich als Skihütte für unwegsames Gelände geplant, konnte es aber auch als Wochenendhaus, Unterrichtsraum oder gar als Arztpraxis dienen. In seiner Form, Ausstattung und durch seine vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten veranschaulicht das FUTURO exemplarisch die visionären Designideen jener Epoche zwischen Pop und Sozialrevolution, die letztendlich die Idee des Funktionalismus spaltete.

01.06.2017 - 31.08.2017

Daniel Knorr. Die Frau meines Lebens liebt mich noch nicht.Pinakothek der Moderne. Sammlung Moderne Kunst Eine Armada von Matrjoschka-Figuren in unterschiedlichsten Größen erwartet das Publikum im Obergeschoss der Pinakothek der Moderne. Das raumgreifende Werk „Die Frau meines Lebens liebt mich noch nicht“ (1999) stammt von Daniel Knorr, der, 1968 in Bukarest geboren und in Deutschland aufgewachsen, zu den vielseitigsten Künstlern seiner Generation zählt. Die runden, freundlichen Figuren wecken viele Assoziationen – von Familienverbindungen bis zu Russland-Klischees und der globalen Souvenir-Industrie. In unmittelbarer Nachbarschaft der Installation „Doppelgarage“ (2002) von Thomas Hirschhorn, deren zentrales Thema kriegerische Konflikte sind, die aus Machtgier oder Zurücksetzung entstehen, wirken Knorrs „Matrjoschkas“ wie eine stumme Zivilgesellschaft, die still erträgt oder stumm demonstriert.

29.06.2017 - 24.09.2017

Lucas van Leyden (1489/1494 – 1533) – Meister der Druckgraphik. Pinakothek der Moderne. Staatliche Graphische Sammlung München Lucas van Leyden ist neben Albrecht Dürer und Marcantonio Raimondi der bekannteste Druckgraphiker der Renaissance. Dass er als „Wunderkind“ seinen ersten datierten Kupferstich bereits im Alter von 14 Jahren geschaffen habe, berichtet 1604 der Kunsttheoretiker Karel van Mander über den in Leiden geborenen Künstler. Die Ausstellung präsentiert eine reiche Auswahl von rund 100 Blättern aus den Beständen der Staatlichen Graphischen Sammlung München. Sie machen den künstlerischen Entwicklungsprozess Lucas van Leydens nachvollziehbar und gewähren profunden Einblick in die Bildwelten von Lucas van Leyden. Berühmt ist er für seine delikate Kupferstichtechnik: Die subtilen Grauabstufungen, mit denen er räumliche Tiefe und atmosphärische Stimmung erzeugte, faszinierten früh Künstlerkollegen und Sammler, bis hin zu Rembrandt. Und noch heute vermag seine phantasievolle Erzählkunst – ebenso durch originelle Interpretation traditioneller Bildthemen wie durch neue eigenwillige Sujets – in ihren Bann zu ziehen.

19.10.2017 - 14.01.2018

THEA DJORDJADZE. Pinakothek der Moderne. Staatliche Graphische Sammlung München Die junge georgische Künstlerin Thea Djordjadze (*1971) erregte mit ihren subtilen Rauminstallationen in den letzten Jahren in der internationalen Kunstszene viel Aufmerksamkeit. Erstmals in ihrem Werklauf wird sie in den Ausstellungsräumen der Staatlichen Graphischen Sammlung München eine Raumarbeit realisieren, in die sie von ihr ausgewählte Blätter aus der Sammlung in einen Dialog mit ihrer Installation setzt. Damit eröffnet sie dem Betrachter neue Räume für wechselvolle Standpunkte und frische Sichtweisen auf klassische Werke auf Papier.

27.10.2017 - 18.02.2018

Araki.Tokyo. Pinakothek der Moderne. Sammlung Moderne Kunst 2004 konnte mit Unterstützung von PIN die Originalvorlage von Arakis Buch Tokyo (Sexteen) erworben werden, bestehend aus 28 kleinformatigen fotografischen Diptychen. 1973 erschienen gehört Tokyo zu den ersten Künstlerbüchern, die Araki veröffentlichte, denen in den kommenden vier Jahrzehnten mehrere Hundert folgen sollten. Die Ausstellung stellt die Tokyo-Serie vor, ergänzt durch weitere frühe Tokyo-Fotografien von Araki und anderen Künstlern sowie Künstlerbüchern aus den 1960er und -70er Jahren. Es erscheint eine exklusive Werk-Monographie in limitierter Auflage. Der Japaner Nobuyoshi Araki (*1940) zählt zu den wohl produktivsten aber auch provokativsten Fotografen unserer Zeit. Araki eignet sich die ihn umgebende Welt seit den 1960er Jahren tagtäglich und obsessiv mit Hilfe des Mediums Fotografie an, eine Aneignung, die mittlerweile in fast 400 Büchern Niederschlag gefunden hat. Sein künstlerisches Werk umspannt ein vielfältiges Spektrum an Themen, von hocherotischen Frauendarstellungen, die international großes Aufsehen erregten, über artifizielle Stillleben, Pflanzenfotografien, reportagehaft anmutende Alltagsdarstellungen und Architekturaufnahmen bis hin zu sehr persönlichen, fast tagebuchartigen Fotografien von sich und seiner früh verstorbene Frau Yoko. Die aus 28 Diptychen bestehende Arbeit Tokyo (1969-1973) bildete die Originalvorlage für eines der ersten Buchprojekte Arakis, das in kleiner Auflage 1973 erschien und am Beginn seiner intensiven, bis heute andauernden Auseinandersetzung mit dem Lebens- und Stadtraum von Tokyo steht. In dieser frühen, noch konzeptuell ausgerichteten Arbeit kombiniert Araki Momentaufnahmen namenloser Passanten, die er an belebten Straßenkreuzungen beobachtete, mit den erotischen Selbstinszenierungen einer jungen Frau, die in anspielungsreichen Posen in Szene gesetzt ist. Die Kombination aus Straßenfotografien und den Aufnahmen eines nackten Frauenkörpers bedeuten für Araki bis heute die adäquate Form, seine Heimatstadt zu beschreiben, eine Verbindung, die sein gesamtes fotografisches Werk kennzeichnet. Die Gegensätze zwischen anonym und vertraut, bekleidet und nackt wie Innen- und Außenwelt fungieren als subtile Verweise auf die Trennung zwischen öffentlicher und privater Lebenswelt, zwischen Traum und Wirklichkeit. Die Passanten erscheinen wie der Betrachter in der Rolle der anonymen Zuschauer und spiegeln den voyeuristischen Blick auf den nackten Körper der Frau.

Ort der Veranstaltung

Pinakothek der Moderne
Barer Straße 40
80333 Munich

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