• Museum Ludwig, Köln
    Museum Ludwig, Köln © Tomas Riehle, artur images

Museum Ludwig Köln: Die ganze Welt der Moderne.

Aufbruch und Avantgarde, Form und Funktionalität, Strenge und Schönheit: Die Moderne ist ein weiter Begriff, prägend für ein ganzes Jahrhundert und einflussreich bis heute. Wohl kaum ein anderes Museum hat sich dieser Epoche so konsequent gewidmet wie das Museum Ludwig in Köln, dessen Sammlung mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts einsetzt und die Entwicklung bis heute in bemerkenswerter Breite und Tiefe verfolgt.

Die Schenkung von rund 350 Werken moderner Kunst steht am Anfang der Geschichte dieses einzigartigen Museums, das, zusammen mit der Philharmonie, seit 1986 in einem architektonisch bemerkenswerten Bau in unmittelbarer Nähe des Kölner Doms untergebracht ist. Aus der Initiative des Ehepaars Ludwig sollte in wenigen Jahrzehnten die größte Pop Art Sammlung außerhalb der USA entstehen, zu der Roy Lichtensteins „Maybe" ebenso gehört wie Andy Warhols „Brillo Boxes". Neben der Pop Art zählen heute die drittgrößte Picasso-Sammlung weltweit und eine umfangreiche Sammlung der Russischen Avantgarde vor und nach der Revolution zum Bestand des Museums, außerdem bedeutende Werke des Deutschen Expressionismus und des Surrealismus. Kunstrichtungen wie Bauhaus und De Stijl, Nouveau Réalisme und Fluxus schlagen Brücken zur zeitgenössischen Kunst, die das Museum entschlossen ankaufte: Das jüngste Werk war immer erst einige Monate alt. So gelangten auch deutsche Kunst der 70er und 80er Jahre und Installationen der jüngeren Avantgarde ins Museum Ludwig und vervollständigen den Blick auf die faszinierende Epoche der Moderne durch Positionen der Gegenwart.

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Nächste Termine:

09.02.2017 - 01.05.2017

Ger­hard Richter. Neue Bilder: Seit über 50 Jahren ar­beit­et er an der ful­mi­nan­ten Erneuerung der Malerei: Ger­hard Richter, ge­boren am 9. Fe­bruar 1932 in Dres­den und seit 1983 an­säs­sig in Köln. Das weit aus­fäch­ernde Œu­vre des vielleicht bekan­n­testen Kün­stlers uns­er­er Zeit fasziniert durch das Span­nungsver­hält­nis von Fig­u­ra­tion und Ab­s­trak­tion, von Be­deu­tung und Ba­nal­ität. Seit den späten 1970er-Jahren do­minieren ab­s­trakte Bilder das Werk. Die Auss­tel­lung zeigt ganz neue, im Jahr 2016 ent­s­tan­dene Gemälde. Par­al­lel wer­den weg­weisende Werke von Ger­hard Richter aus der Samm­lung des Mu­se­um Lud­wig präsen­tiert.

18.02.2017 - 14.05.2017

Ot­to Fre­undlich. Kos­misch­er Kom­mu­nis­mus: Er ist ein­er der originell­sten Ab­s­trak­ten des 20. Jahrhun­derts. Fast 40 Jahre nach sein­er let­zten Ret­ro­spek­tive mit Werkverzeich­nis präsen­tiert das Mu­se­um Lud­wig das Werk des Bild­hauers und Malers Ot­to Fre­undlich, der über die ange­wandte Kunst zur Ab­s­trak­tion ge­langte. In Tep­pichen, Mo­saiken und Glas­malereien schloss er an eine kollek­tive Kunst der Ver­gan­gen­heit an und holte zu ein­er der Zukunft aus. Zu ein­er Zeit, als ihm – an­läss­lich seines 60. Ge­burt­s­tag 1938 – alles, was in der Kunst Rang und Na­men hatte, Re­spekt zollte, de­nunzierten ihn die Nazis in der Auss­tel­lung En­tartete Kunst. 1943 wurde Fre­undlich in einem Ver­nich­tungs­lager er­mordet. Viele sein­er Werke wur­den zer­stört. Um­so beein­druck­en­der sind die Skulp­turen und Mo­saike, die leuch­t­en­den Gemälde und Gouachen, die die Auss­tel­lung ver­sam­melt.

25.04.2017 - 30.07.2017

Wolf­gang-Hahn-Preis 2017: Tr­isha Don­nel­ly: Die Ge­sellschaft für Mod­erne Kunst am Mu­se­um Lud­wig ver­lei­ht den Wolf­gang-Hahn-Preis 2017 an Tr­isha Don­nel­ly. Mit dem seit 23 Jahren jähr­lich vergebe­nen Preis ehrt der Förderverein das außergewöhn­liche Œu­vre der amerikanischen Kün­st­lerin. Das Spiel mit dem Un­bekan­n­ten und die Her­stel­lung von Si­t­u­a­tio­nen, in de­nen die Be­trach­terIn­nen kom­plett auf ihre in­di­vi­du­elle Wahrneh­mung ohne Ref­eren­zrah­men zurück­ge­wor­fen sind, zählen wohl zu den wichtig­sten Merk­malen von Tr­isha Don­nellys Ar­beit.

03.06.2017 - 27.08.2017

HI­ER UND JET­ZT im Mu­se­um Lud­wig. Ree­na Spaul­ings: Seit 2004 ist Ree­na Spaul­in­gs als Kün­st­lerin, Ga­leristin und Ro­man­fig­ur in Er­schei­n­ung ge­treten. Die Rollen, in de­nen sie – und das Kün­stlerkollek­tiv, das sich hin­ter ihrem Na­men ver­birgt – agiert, greifen in­ei­nan­der. Mit dies­er Strate­gie un­ter­läuft sie die klas­sische Ar­beit­steilung des Kun­st­sys­tems und ver­wischt seine gän­gi­gen Hi­erarchien. Prä­gend für ihre Ar­beitsweise ist die Au­sei­nan­derset­zung mit den vielfälti­gen Bezü­gen (in­sti­tu­tionellen und ökonomischen, vor allem aber kun­sthis­torischen, lit­erarischen und pop-kul­turellen), die sich aus Ort und Zeit ein­er je­den Auss­tel­lungs­si­t­u­a­tion ergeben. Hi­er­aus en­twick­elt sie ihre in­haltliche The­matik und er­probt un­dog­ma­tische For­men der Auf­führungspraxis.

24.06.2017 - 24.09.2017

Kunst ins Leben! Der Samm­ler Wolf­gang Hahn und die 1960er Jahre: In den 1960er-Jahren bildete das Rhein­land ein wichtiges Zen­trum für ein rev­o­lu­tionäres Kun­st­gesche­hen: Eine neue, in­ter­na­tio­n­al ver­net­zte Gen­er­a­tion von Kün­st­lerin­nen und Kün­stlern widerset­zte sich der tra­di­tionellen Kunst. Sie nutzte den All­t­ag als In­spi­ra­tion­squelle und All­t­ags­ge­gen­stände als Kun­st­ma­te­rial. Sie ging hi­naus in das städtische Um­feld. Sie durch­brach die Grenzen der Kun­st­diszi­p­li­nen und ar­beit­ete zusam­men mit Musik­ern, Lit­er­at­en, Filme­mach­ern und Tänz­ern. Am Puls dies­er aufre­gen­den Zeit be­gann der Köl­n­er Res­tau­ra­tor Wolf­gang Hahn (1924–1987) die neue Kunst zu er­wer­ben und zu ein­er vielschichti­gen Samm­lung mit Werken des Nou­veau Réal­isme, Fluxus, Hap­pen­ing, Pop Art und Konzep­tkunst zusam­men­zu­tra­gen.

14.10.2017 - 21.01.2018

Wern­er Mantz. Ar­chitek­turen und Men­schen: Er ist bekan­nt als Fo­to­graf des Neuen Bauens: Während Wil­helm Riphahn und an­dere Ar­chitek­ten Kon­rad Ade­nauers Sied­lungspol­i­tik für ein mod­ernes Köln um­set­zten, er­hielt Wern­er Mantz (1901–1983) den Auf­trag, die Neubaut­en zu fo­to­gra­fieren. In ihr­er sch­warzweißen Strenge wirken die men­schen­leeren Ge­bäude, Räume und Straßen­züge in sei­nen Auf­nah­men kulis­sen­haft und monu­men­tal. Diese Bilder sind es, die Kölns ar­chitek­tonische Mod­erne über die Stadt­grenzen hi­naus bekan­nt machte.

18.11.2017 - 11.03.2018

James Rosen­quist. Paint­ing as Im­mer­sion oder das Ein­tauchen ins Bild: Mit der groß an­gelegten Auss­tel­lung von James Rosen­quist (*1933) stellt das Mu­se­um Lud­wig er­st­mals die Werke die­s­es bekan­n­ten Kün­stlers der amerikanischen Pop Art dezi­diert im Kon­text ihr­er kul­turellen, sozialen und poli­tischen Di­men­sion vor. In der Zusam­men­schau mit teil­weise noch nie öf­fentlich präsen­tierten Archivun­ter­la­gen und vom Kün­stler als Quel­len­ma­te­rial bezeich­neten Doku­men­ten wird ein his­torisch­er Kos­mos er­schlossen. Denn die Bildfin­d­un­gen von James Rosen­quist re­sul­tieren in großem Maße aus seinem aus­ge­sproch­e­nen In­teresse an den poli­tischen Ereig­nis­sen sein­er Zeit.

Ort der Veranstaltung

Museum Ludwig
Bischofsgartenstraße
50667 Cologne

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