Bundeskunsthalle, Bonn
Bundeskunsthalle, Bonn © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn

Die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland: Staat und Kunst.

Wohl kaum ein Bauwerk spiegelt das Selbstverständnis Deutschlands so treffend wider wie die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, kurz Kunsthalle Bonn oder Bundeskunsthalle genannt: Ein Haus, der Kunst gewidmet, aber fern jeder Staatskunst, weltoffen, transparent, vielfältig, geschichtsbewusst und zugleich dem Neuen zugewandt.

Dunkel patinierte Stahlsäulen, 16 an der Zahl, symbolisieren die deutschen Bundesländer, drei markante Lichttürme signalisieren den Dreiklang der bildenden Künste Architektur, Malerei und Skulptur: Das Gebäude des österreichischen Architekten Gustav Peichl an der Friedrich-Ebert-Allee im nordrhein-westfälischen Bonn, der früheren Bundeshaupt- und heutigen UNO-Stadt, ist ebenso symbolträchtig wie unverwechselbar.
Seit 1992 zeigt die Kunsthalle bedeutende Ausstellungen aus den Bereichen Kunst und Kulturgeschichte, Archäologie, Wissenschaft und Technik. Ob „Napoleon und Europa“ oder „Meisterwerke der Klassischen Moderne“, „Byzanz“ oder „Die geretteten Schätze Afghanistans“, „Erdsicht – Global Change“ oder „Arktis – Antarktis“: Das Programm ist so facettenreich wie die Interessen seiner Besucher. Im Forum finden Kongresse und Symposien, Lesungen, Performances, Film-, Tanz- und Theatervorführungen statt, der Museumsplatz ist Schauplatz sommerlicher Konzerte. Der Dachgarten bietet neben wechselnden Skulpturen auch einen Biergarten und den wunderbaren Blick auf die Stadt und ihre Umgebung. Schöne Aussichten – die Bonner Kunsthalle bietet sie in jeder Hinsicht.

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Nächste Termine:

09.09.2016 - 22.01.2017

Der Rhein - Eine europäische Flussbiografie. Der Rhein ist eine der verkehrsreichsten Wasserstraßen der Welt. Seit Jahrtausenden befördert er Kohle, Baumaterial und Menschen, aber auch Luxusgüter und Kunstschätze, Waffen, Ideen, Märchen und Mythen durch halb Europa. Beeindruckende Städte, Klöster und Kathedralen, aber auch Ballungsräume und Industrieansiedlungen säumen den Strom. Er ist und war Grenze und verbindendes Element gleichermaßen und prägt bis heute die Menschen, die sich an seinen Ufern niedergelassen haben. Seit römischer Zeit war der Rhein mit wechselnden Fronten zwischen feindlichen Parteien Pforte, Festung und Grenze, Brücke und Furt. Er wurde reguliert, begradigt, verschmutzt, umkämpft, erobert und besetzt. Die Ausstellung folgt der kulturpolitischen Botschaft der am Rhein entstandenen EU zu grenzüberschreitender Kooperation seiner anliegenden Staaten. Sie begleitet den Rhein von seinen Quellen bis zum Rhein-Maas-Schelde-Delta und erzählt von folgenreichen und teils dramatischen Ereignissen aus über 2000 Jahren Kulturgeschichte.

29.10.2016 - 12.02.2017

Touchdown Eine Ausstellung mit und über Menschen mit Down-Syndrom. Die Ausstellung mit und über Menschen mit Down-Syndrom begibt sich – als erste ihrer Art – auf eine kulturhistorische und experimentelle Spurensuche in unsere Vergangenheit und Gegenwart. Sie erzählt eine komplexe Beziehungsgeschichte. Sie beschreibt, wie Menschen lebten, leben und leben möchten – Menschen mit und ohne Down-Syndrom. Aktiv von Menschen mit Down-Syndrom mit erarbeitet, umfasst die Ausstellung wissenschaftliche und künstlerische Exponate aus Archäologie, Zeitgeschichte, Genetik, Medizin, Soziologie, Literatur, Film, Theater und bildender Kunst. In ihrer inhaltlichen Tiefe und lebendigen Vielstimmigkeit will die Ausstellung – statt fertiger Antworten – vor allem einen Beitrag zu einer nachhaltig klügeren Debatte um gesellschaftliche Vielfalt und Teilhabe liefern.

02.12.2016 - 19.02.2017

Gregor Schneider - Parcours. Gregor Schneider, geboren 1969, arbeitet seit den 1990er Jahren mit räumlichen Interventionen, subtilen Eingriffen in vorhandene Architekturen und labyrinthartigen Installationen. Seine raumgreifenden Installationen sind oft Orte der Beklemmung und der menschlichen Abgründe; sie machen das Erleben von Raum inklusive dessen Geschichte zum körperlich und intellektuell erfahrbaren Ereignis. Im Jahr 2001 erhält der Künstler den Goldenen Löwen der Biennale in Venedig für den Einbau von Haus u r in den Deutschen Pavillon. Die Arbeit umfasst insgesamt 24 Räume seines Elternhauses in Rheydt, welches er seit 1985 als zentrales Werk konstant bearbeitet und in unterschiedliche Richtungen weiterentwickelt. Gregor Schneider ist ein konsequenter, radikaler Künstler, dessen Arbeiten regelmäßig zu intensiven und auch kontroversen Auseinandersetzungen führen. Seine Arbeiten in unterschiedlichen Medien bilden ein komplexes Œuvre, das die Qualität eines groß angelegten Mythos hat, der die neuere Geschichte Deutschlands mit den Un-Orten der persönlichen Existenz überkreuzt.

Ort der Veranstaltung

Bundeskunsthalle
Emil-Nolde-Straße
53113 Bonn

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