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    Staatsgalerie Stuttgart © Staatsgalerie Stuttgart

Staatsgalerie Stuttgart: Vom Mittelalter zur Moderne.

Die historischen württembergischen Wurzeln und eine konsequente internationale Ausrichtung nach dem Zweiten Weltkrieg: Das sind die Pole, zwischen denen sich die Staatsgalerie in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart bewegt. 1843 als Museum der Bildenden Künste eröffnet, residiert das Haus seit 1984 als Neue Staatsgalerie in einem spektakulären Neubau, den der britische Architekt und Pritzker-Preisträger James Stirling realisiert hat.

Aus acht Jahrhunderten stammen die Werke, die in der Neuen Staatsgalerie einen Bestand von Weltformat bilden. Kernbereiche des Bestandes sind die Kunst von 1800 bis 1900 sowie Werke des 20. Jahrhunderts. Das 19. Jahrhundert repräsentieren Gemälde von Caspar David Friedrich, Anselm Feuerbach, Édouard Manet, Pierre-Auguste Renoir, Camille Pissarro, Claude Monet und Paul Cézanne. Für das 20. Jahrhundert stehen herausragende Einzelwerke und wichtige Ensembles von Paul Klee, Max Beckmann, Pablo Picasso, Oskar Kokoschka, Willi Baumeister, Oskar Schlemmer, Hans Arp, Georg Baselitz und Anselm Kiefer. Die Kunst nach 1945 ist außerdem mit Arbeiten der internationalen Abstraktion, der Pop-, Concept-, Minimal- und Land-Art und neueren Strömungen seit 1980 vertreten.
Ergänzt wird die Sammlung durch Werke früherer Epochen, angefangen bei Altdeutscher Malerei von 1300 bis 1550, über Italienische Malerei von 1300 bis 1800, Niederländische Malerei von 1500 bis 1700 – darunter Werke von Peter Paul Rubens und Rembrandt van Rijn – bis zur Deutschen Malerei des Barock.
Die Graphische Sammlung zeigt Blätter aus allen europäischen Ländern und Kunstepochen seit dem Mittelalter.

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Nächste Termine:

03.02.2017 - 18.06.2017

Ans andere Ende der Welt. Japan und die europäischen Meister der Moderne: Utagawa Kunisada (Toyokuni III), Ohana, die Frau von Yogosaku, Farbholzschnitt, um 1850, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung. Kaum eine Mode beeinflusste die Künstler des ausgehenden 19. Jahrhunderts nachhaltiger als die Begeisterung für Japan: In der fremden Bildwelt Edos (dem heutigen Tokio) begegneten sie der bunten Welt des Theaters, der Vergnügungsviertel und der Mode. Vor allem im Medium des Farbholzschnittes gelangten diese »Szenen aus der fließenden Welt« (Ukiyo-e) genannten Bilder nach Europa, wo sie Künstler wie Sammler gleichermaßen begeisterten.

03.02.2017 - 18.06.2017

Aufbruch Flora. Meisterwerke aus der Sammlung Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler: Édouard Manet, Amazone (Die Amazone), 1883, Hahnloser/Jaeggli Stiftung Winterthur © Reto Pedrini, Zürich Die Ausstellung »Aufbruch Flora« wird rund 100 Gemälde und Skulpturen von 15 Künstlern aus der historischen Sammlung Hahnloser präsentieren. Sie treten unweigerlich in einen Dialog mit unseren eigenen Beständen was die Unterschiede privaten und öffentlichen Sammelns verdeutlicht. In der Überzeugung, dass man am Puls der Zeit leben müsse, trug das Schweizer Ehepaar Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler zwischen 1906 und 1936 eine umfangreiche Sammlung postimpressionistischer Kunst zusammen. Von van Gogh bis Cézanne, von Manet bis Vallotton, von Manguin bis Renoir sind darin nahezu alle großen Vorreiter der künstlerischen Moderne vertreten. Schwerpunkte der einzigartigen Kollektion liegen bei den Nabis-Künstlern Félix Vallotton, Pierre Bonnard und Édouard Vuillard sowie den Fauves um Henri Matisse. Durch ihre Werke und den freundschaftlichen Austausch, der Künstler und Sammler verband, wurde die Villa Flora, das Wohnhaus der Hahnlosers in Winterthur, zu einem Ort der Einheit von Kunst und Leben und des Aufbruchs in die Moderne. Ihre Strahlkraft wirkte sich über die Grenzen des privaten Mäzenatentums hinaus befruchtend auf das öffentliche Sammeln aus.

14.07.2017 - 05.11.2017

Pop Unlimited: Mel Ramos, Tobacco Rhoda, 1965, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung, erworben 1968 Land Baden-Württemberg, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016 »Pop ist love, denn es akzeptiert alles ... Pop ist die Bombe werfen. Es ist der amerikanische Traum, optimistisch, generös und naiv ...« (Robert Indiana). In den 1960er- und 1970er-Jahren entwickelte sich Pop zu dem Lebensgefühl einer ganzen Generation. Über den Kunstbereich hinaus wurde Pop weltweit zu einem historischen, politischen und gesellschaftlichen Phänomen. Begleitend zu »The Great Graphic Boom« präsentieren wir im Graphikkabinett in der Ausstellung »Pop Unlimited« ausgewählte Werke amerikanischer Pop Art. Neben Hauptvertretern wie Jim Dine, Mel Ramos und Andy Warhol werden auch Graphiken der Wegbereiter wie Nicholas Krushenick, Jasper Johns und Robert Rauschenberg gezeigt. Alle Arbeiten auf Papier stammen aus dem eigenen Bestand. Bis auf wenige Ausnahmen waren sie seit Jahrzehnten nicht mehr zu sehen. Die Siebdrucke und Lithographien bilden einen Querschnitt durch die Entwicklung der Pop Art-Bewegung. Das Triviale wurde zum Mittelpunkt des künstlerischen Interesses; Motive aus der Alltagskultur sowie der Konsum- und Warenwelt erhielten eine neue Bildwürdigkeit. Der Subjektivität und emotionalen Bewegtheit des Abstrakten Expressionismus setzten die Pop Art-Künstler eine objektive, konzeptionelle Systematik entgegen. Ergänzt wird die Ausstellung durch Offsetdrucke von Ad Reinhardt aus der Serie »The Art Comics and Satires of Ad Reinhardt«, die zwischen 1946 und 1961 entstanden. Reinhardt, Vertreter der Farbfeldmalerei und Wegbereiter der Minimal Art, betrachtete die Pop Art kritisch, da sie seine Vorstellungen einer abstrakten, puristischen Kunst konterkarierte. Die Rückkehr zur Gegenständlichkeit und die in seinen Augen exzessiv gelebte, materialistische Vergnügungssucht von Andy Warhol als Gallionsfigur der Pop-Bewegung verurteilte er. Die Betonung der Serialität von Produktionsprozessen und Bildstrukturen näherte Reinhardt wiederum den Ideen der Pop Art an.

14.07.2017 - 05.11.2017

The Great Graphic Boom. Amerikanische Graphik 1960 – 1990: Roy Lichtenstein, Sweet Dreams, Baby!, 1965, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung © VG Bild-Kunst, Bonn 2016 In Kooperation mit dem National Museum Oslo präsentieren wir außergewöhnliche Werke der amerikanischen Druckgraphik von 1960 bis 1990. Die Ausstellung zeigt mit rund 170 Blättern in eindrucksvoller Breite die verschiedensten Stilrichtungen und Ausprägungen der amerikanischen Druckgraphik und deren Etablierung zu einer eigenständigen Kunstform. Die Druckgraphik diente in der Vergangenheit vor allem dazu, religiöse oder politische Inhalte einem breiten Publikum zugänglich zu machen und war ein wichtiges Kommunikationsmittel. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren es vor allem die deutschen Expressionisten, die sich massiv dieser Technik widmeten. Ende der 1950er-Jahre erlebte auch die USA einen wahren »Graphic Boom«. Zu diesem Zeitpunkt begannen die bedeutendsten Künstler der amerikanischen Avantgarde, vertreten durch Abstrakten Expressionismus, Hard Edge, Pop Art, Minimal Art und andere Stilrichtungen, mit verschiedensten Drucktechniken zu arbeiten bzw. zu experimentieren. Eigens auf Druckgraphik spezialisierte Verlage wie Universal Limited Art Editions (ULAE) in New York, gegründet 1957 von Tatyana Grosman, oder die seit 1966 bestehende GEMINI G.E.L (Graphic Editions Limited) in Los Angeles spielten dabei eine besondere Rolle, vor allem in ihrem hohen Anspruch an die Druckkunst. Einzelblätter, Portfolios und Künstlerbücher entstanden in großer Zahl. Insbesondere die Künstler der Pop Art reagierten damit auf die industrielle Massenfertigung wie auch die Werbesprache der Medien. Die meisten der Künstler hatten sich bereits als Maler etabliert. In den bevorzugten Medien der Lithographie wie dem Siebdruck aber auch anderen Drucktechniken schufen sie daneben eigenständige Kunstformen, mit denen sie in die Fußstapfen der Pioniere moderner Graphik wie Paul Gauguin, Edvard Munch und Pablo Picasso traten.

08.12.2017 - 02.04.2018

Der Meister von Meßkirch.Katholische Pracht in der Reformationszeit: Meister von Meßkirch, Die Anbetung der Heiligen Drei Könige, Detail aus der Mitteltafel des ehemaligen Hochaltars von St. Martin in Meßkirch, Meßkirch, Pfarrkirche St. Martin, © Erzbischöfliches Ordinariat Freiburg i. Br., Bildarchiv, Aufnahme Michael Eckmann Im Reformationsjahr 2017 widmet die Staatsgalerie dem Meister von Meßkirch erstmals eine umfassende monographische Ausstellung. Der Meister von Meßkirch gehört zu den bedeutendsten deutschen Malern der frühen Neuzeit. Obschon sich der ausschließlich im oberschwäbischen Raum tätige Künstler als historisch verbürgte Person bis heute nicht sicher fassen lässt, ist sein Rang als herausragender Kolorist seit langem unbestritten. Seine Altarbilder beanspruchen höchstes historisches Interesse, da sie – entgegen der sich in Württemberg fast flächendeckend durchsetzenden Reformation – das regionale Festhalten am altgläubigen Bekenntnis dokumentieren. Ein Großteil seiner heute verstreut in Museen und Privatsammlungen Europas und der USA befindlichen Tafelbilder und Zeichnungen sind in der Ausstellung vereint zu sehen. In aufschlussreichen Konstellationen mit annähernd zeitgleich entstandenen Werken protestantischer Ausrichtung präsentiert, kann so ein differenzierter Eindruck von den künstlerischen Ausdrucksformen im Zeitalter der Reformation vermittelt werden. Unter der Schirmherrschaft von Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg

Ort der Veranstaltung

Staatsgalerie Stuttgart
Konrad-Adenauer-Straße 38
70173 Stuttgart

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