Von Lüneburg nach Lübeck auf den Spuren der Salzhändler
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Ferienstrassen von A bis Z
Die alte Salzstraße

Von Lüneburg nach Lübeck auf den Spuren der Salzhändler

Rund 100 km führt die Alte Salzstraße von der über 1000-jährigen Salzstadt Lüneburg, der malerischen Schifferstadt Herzogtum Lauenburg an der Elbe, der Till Eulenspiegelstadt Mölln zur Hansestadt Lübeck, dem Tor zur Ostsee. Was für uns heute ein Cent-Artikel ist, war im Mittelalter von allerhöchster Bedeutung und großem Wert: nicht umsonst wurde das kostbare Mineral Salz auch das „Weiße Gold“ genannt.

Der Handel mit Salz war im Mittelalter mit Macht und Reichtum verbunden. Was für die heutige Wirtschaft Erdöl und Erdgas sind, war vor 1.000 Jahren das Salz. Heute durchziehen Erdöl- und Erdgasleitungen ganz Europa, früher waren die Salztransportwege die Lebensadern der Wirtschaft. Und so brachten es die Lübecker Handelskaufleute vom wichtigsten Salzvorkommen Nordeuropas in Lüneburg auf der „Alten Salzstraße“ nach Lübeck.

Der alte Handelsweg des „Weißen Goldes“

Einer der bedeutendsten und viel befahrenen Handelswege im Mittelalter war die „Alte Salzstraße“, die die Hansestadt Lüneburg – wo das Salz gewonnen wurde – in die Hansestadt Lübeck führte, wo es den Heringsfängern zur Konservierung ihrer Fänge diente, und noch weiter bis in das Baltikum und Skandinavien verschifft wurde. Mehr als 20 Tage brauchten damals die Fuhrwerke für diesen Transportweg, der von Lüneburg nach Lauenburg, wo er die Elbe überquert und von dort aus dem Elbe-Lübeck-Kanal folgt bis nach Lübeck verläuft.

Wenn ein Weg Geschichten erzählt

Salz war die Basis für den Reichtum der an diesem Handel und Transport beteiligten Städte – entweder durch die Förderung, den Handel oder durch Zölle, die die durchreisenden Händler zahlen mussten. Die Städte halfen unter anderem durch Gesetze nach, die es den Händlern und Fuhrleuten verboten, die Stadt zu umfahren. Wer dieses Gesetz brach, musste damit rechnen, dass die Ware beschlagnahmt wurde. Auf diese Weise wurde gesichert, dass nicht nur die Zölle kassiert werden konnten, sondern auch Herbergsbesitzer, Wirtsleute und ansässige Handwerker ihr Einkommen hatten.

Einfach mal die Lüneburger Heide entdecken

Entlang der Strecke locken idyllische und farbenprächtige Landschaften mit Seen und Wäldern sowie der reizvolle Naturpark Lüneburger Heide, wo heute ca. 2.000 Heidschnucken weiden und fast ebenso viele Lämmer. Sie führt zu romantischen Dörfern und alten Städten mit prachtvollen Rathäusern, reich verzierten Bürgerhäusern, zu alten Backsteinhäusern, Wind- und Wassermühlen, Hünengräbern, Feldsteinkirchen, Klöstern, Gräbern der Stecknitzfahrer und vielen weiteren historischen Sehenswürdigkeiten, die als stumme Zeugen einer langen Geschichte an die Glanzzeit des Salzhandels erinnern.

Alte Salzstraße

Länge: 100 km

Thematik: Kultur, Geschichte, Salz, Natur

Highlights:
Aumühlen-Friedrichsruh: im Sachsenwald, Schmetterlingsgarten, Bismarckmuseum
Lauenburg: Museen, Naturpark, Palmschleuse
Lübeck: Unesco, Altstadt, Museen
Lüneburg: Altstadt, Rathaus, Saline
Mölln:Till Eulenspiegel, Rathaus, Museen
Ratzeburg: Dom, Inselstadt, Museen

www.hlms.de

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