Luftbild von Freudenstadt
Luftbild von Freudenstadt ©Stadt Freudenstadt
Ferienstrassen von A bis Z
Die Europäische Kulturstraße Heinrich Schickhardt

Europäische Kulturstraße Heinrich Schickhardt

Rund 350 km führt die Europäische Kulturstraße Heinrich Schickhardt von Montbéliard in Frankreich bis nach Backnang ins östliche Baden-Württemberg. Sie soll das Andenken des großen schwäbischen Architekten der Renaissance – Heinrich Schickhardt (1558–1635) – und die Erinnerung an seine Arbeiten wach halten. Der vielseitig begabte Baumeister wirkte als Architekt, Ingenieur, Kartograph, Erfinder von Maschinen und Stadtplaner.

Die Europäische Kulturstraße Heinrich Schickhardt ist ein ca. 350 km langes starkes kulturelles Band zwischen Frankreich und Deutschland. Die Spuren des genialen Multitalents ziehen sich wie ein „who is who“ durch die baden-württembergische Renaissance. Fast ein halbes Jahrhundert lang hat H. Schickhardt das Erscheinungsbild des Herzogtums Württemberg samt den heute französischen Gebieten im Elsass und dem „Mömpelgarder Land“ geprägt.

Ein Mann mit einem großen Namen

Wie eine verbindende Klammer ist das Werk Heinrich Schickhardts, als Baumeister des Herzogs Friedrichs I. von Württemberg, als Ingenieur und Literat der Renaissance. Als württembergischer Landbaumeister entwarf, plante, fertigte und renovierte er zahlreiche Bauwerke und technische Objekte.

Qualität aus Meisterhand

Im Laufe seines Lebens hat H. Schickhardt etwa 50 Schlösser, Herrensitze und Kirchen umgestaltet oder neu erbaut. Ein besonderer Verdienst kommt ihm als Rezipient, Anwender und Vermittler der italienischen Renaissance-Baukunst zu, die er auf zwei Italien-Reisen kennenlernte.

Der schwäbische „Leonardo da Vinci“

Kunde von seinen Reisen geben heute noch seine Skizzen-Bücher, die inzwischen gedruckt vorliegen. Das von H. Schickhardt in seinen letzten Jahren verfasste „Inventarium“ gilt zudem als eine hervorragende Quelle zur Kunst und Kultur der Renaissance.

Freudenstadt, die Krönung

In der herrlichen Landschaft des Nördlichen Schwarzwaldes legte er die Planstadt der Spätrenaissance in Form eines Mühlespiels an. Freudenstadt schönster Platz – Deutschlands größter Marktplatz – ist ein zentraler Anziehungspunkt. Wahrzeichen und bedeutendstes Baudenkmal der Stadt ist die von H. Schickhardt konzipierte Stadtkirche. Die gesamte Anlage Freudenstadt war die Krönung von H. Schickhardts Lebenswerk.

Heinrich Schickhardt war vor allem ein Schwabe

H. Schickhardt gilt als einer der Hauptvertreter der Renaissance-Architektur. Aber auch als richtiger Tüftler und Technik-Freak hat er sich betätigt. In den Städten Backnang und Leonberg zeugen heute noch viele Bau- und Kunstdenkmale aus der Renaissance. Von herausragender Bedeutung sind das Ensemble bürgerlicher Grabdenkmale an der Stadtkirche und der Pomeranzengarten vor dem Schloss. Der Schillerplatz in Stuttgart , das heutige Alte Rathaus in Esslingen oder der Schwefelbrunnen mit Erwärmungsanlage in Bad Boll und vieles mehr gehören ebenfalls dazu.

Europäische Kulturstraße Heinrich Schickhardt

Länge: ca. 350 km

Thematik: Wirkungsstätten des Baumeisters Heinrich

Highlights:
Altensteig: Schloss, Kirche
Bad Boll: Badegebäude, Brunnenstube, Lustgarten
Backnang: Altstadt, Stadtturm, Erlebnisbad
Esslingen: hist. Fachwerk, Museen
Freudenstadt: Marktplatz, Stadtkirche,
Herrenberg: Geburtsstadt H. Schickhardt, Sakralbauten, Glockenmuseum
Köngen: Schloss, Ulrichsbrücke, Röm. Museum mit archäologischem Park
Leonberg: hist. Altstadt, Seehaus, Pomeranzengarten
Oppenau: Stadttor, Allerheiligenwasserfälle
Schiltach: hist. Altstadt, Fachwerk, Museen
Stuttgart: Schloss, Museen, Sakralbauten

www.heinrich-schickhardt-kulturstrasse.de

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