Nicht nur für Sternengucker – nächste Ausfahrt: Himmelswege
Sonnenobservatorium Goseck im Schnee ©Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie S-A (Pie, Gert)
Ferienstrassen von A bis Z
Die Himmelswege

Nicht nur für Sternengucker – nächste Ausfahrt: Himmelswege

Wenn ein Weg Geschichten erzählt, kommt man nie aus dem Staunen! Archäologie und Astronomie – mit dieser Botschaft verschafft Ihnen in Sachsen-Anhalt die ca. 150 km lange Themenroute an vier interessanten und sehenswerten Stationen Einblicke in ferne Welten, alte Zeiten und faszinierenden Visionen der Zukunft.

Die Botschaft der Himmelswege ist einfach: Die Menschen vor 3.600 Jahren waren nicht viel anders als wir auf der Suche nach den Geheimnissen des Lebens. Und nachts sahen sie dabei die gleichen Sterne. Sachsen-Anhalt ist nicht nur eine Region traumhafter Burgen und köstlichen Weines, sie birgt auch einmalige Schätze. Es scheint, als müsse man hier nur einen Spaten in die Erde stechen, um Bedeutsames zu finden.

Die Himmelsscheibe von Nebra

Alles begann mit dem spektakulären Jahrhundertfund 1999 auf dem Mittelberg, der rund 3.600 Jahre alten goldverzierten legendären Himmelsscheibe von Nebra. Die rund zwei Kilogramm schwere, aus einem Stück gegossene Bronzescheibe ist fast kreisrund und hat einen Durchmesser von ca. 32 cm. Deutlich sind ein Schiff als mystisches Element in seiner Fahrt über den Himmelozean, Sonne, Mond, Sterne – und als Ansammlung von sieben Goldpunkten der Sternenhaufen der Plejaden zu erkennen, die in vielen Kulturen als Kalendersterne gelten, weil sie im Laufe eines Jahres genau einmal auf und untergehen.

Das ist ja spannend

Das Landesmuseum in Halle beherbergt die Himmelsscheibe in einem Raum, gekrönt von 70.000 Sternen zusammen mit den gefundenen Beigaben. Nahe am Fundort schwebt die Himmelswege-Station „Arche Nebra“ als Zentrum der Route wie eine goldene Himmelsbarke über dem Unstruttal. Nur 18 km von hier entfernt hat man das Großsteingrab der Dolmengöttin von Langeneichstädt ausgegraben.

Stonehenge in Deutschland?

Ca. 30 km von Nebra, in Goseck, ragen 1675 Eichenstämme aus dem Boden, hier liegt das 1991 entdeckte und inzwischen rekonstruierte älteste Sonnenobservatorium der Welt. An dieser Kultstätte erforschten schon 2.000 Jahre vor Stonehenge Steinzeitmagier den Himmel, fragten nach dem Sinn des Lebens, dem Woher und Wohin. Neben der beeindruckenden, optischen Wirkung des steinzeitlichen Heiligtums hinterlässt die besondere Akustik im Inneren der Anlage bei Besuchern einen bleibenden Eindruck. Wann besuchen Sie das Glanzstück europäischer Geschichte?

Himmelswege

Länge: 150 km

Thematik: Archäologie, Astronomie

Highlights:
Goseck: Informationszentrum Sonnenobservatorium, Schloss
Halle: Landesmuseum für Vorgeschichte
Langeneichstädt: Grabanlage der Dolmengöttin aus dem Mittelneolithikum
Mittelberg: Fundort Himmelssscheibe
Wangen: Besucherzentrum Arche Nebra

www.himmelswege.de

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