Via Claudia Augusta ©Regio Augsburg Tourismus GmbH
Ferienstrassen von A bis Z
Die Via Claudia Augusta

Via Claudia Augusta – Eine der wichtigsten Römerstraßen

Ohne die Leistungen der Römer wäre unsere Kultur nicht denkbar. Ca. 700 km auf den Spuren der Römer vom bayerischen Donauwörth, über die Alpen bis nach Ostiglia am Po in Italien führt die Via Claudia Augusta. Dieser uralte Kultur- und Handelsweg des Römischen Reiches war die wichtigste Straße der Römer, die sich entlang von Donau und Lech über Süddeutschland bis nach Italien zog.

Vor rund 2.000 Jahren erbauten die Römer die einzige kaiserliche Staatstraße über die Alpen. Sie reichte von der antiken Fährstadt Hostiglia in Italien (heute Ostiglia am Po) über Reschen- und Fernpass bis zur Donau. Damit bildete der einstige militärische Nachschubweg auf rund 700 km Jahrhunderte lang die wichtigste Verbindung zwischen dem römischen Mutterland und den reichen Provinzen im Norden.

Von der Donau nach Italien wie die Römer

Die Via Claudia Augusta zeigt noch heute eindrucksvoll, wie sich die römischen Straßenbaumeister einst die Natur untertan gemacht haben. Ähnlich wie bei den Aquädukten, den römischen Wasserleitungen überwanden sie Stock und Stein, Höhenzüge oder Flüsse waren kein Hindernis mehr. Um anstehende militärische Operationen rasch durchführen zu können, brauchte man gut ausgebaute Straßen auf festem Untergrund, die die unzähligen genagelten Soldatenstiefel, die Zugtiere und die schweren eisenbeschlagenen Wagentragen konnten.

Der Grundstein für das moderne Europa

Die Römer brachten aber auch die Sprache und Schrift, Staatsorganisation, Religion, Recht, Kalender und das , Münzwesen sowie zahlreiche andere zivilisatorische Errungenschaften mit über die Alpen. Viele Zeugnisse dieser historischen Lebensader sowie ihre Überreste sind allerorten erhalten geblieben und finden sich nicht selten im heutigen Straßenbild wieder. Aber auch eine Vielzahl an Eigenarten der Regionen, Zeitalter, Menschen und Kulturen werden an der Via Claudia Augusta erlebbar – am Radweg, beim Wandern, auf Pilgertour, mit dem Auto oder bei einer Reise mit der Postkutschenlinie.

Vielfalt ist Trumpf

Den Besucher erwartet eine unvergessliche Mischung aus Landschaften, regen Städtchen, beschaulichen Dörfern, hunderten Zeugnissen wechselvoller Geschichte, ganze Straßenstücke, Brücken, Meilensteine, immer wieder stößt man auf die Reste der über 2.000-jährigen Straße und des Lebens, das sich an und auf ihr abgespielt hat. Ausgrabungsstätten, Ausstellungen, Baudenkmäler entlang der Strecke dokumentieren die vergangenen Epochen. Malerische Kulturlandschaften, Brauchtum und die besondere Gastfreundschaft sind als ihr kulturelles Erbe hautnah erlebbar. Auch locken Köstlichkeiten aus regionalen Küchen und Kellern. Einige Betriebe bieten als besonderes Erlebnis sogar Gerichte an, wie sie in der Römerzeit gewesen sein könnten.

Via Claudia Augusta

Länge: ca. 700 km

Thematik: Kultur, Archäologie, Römer, Geschichte

Highlights:
Augsburg: röm. Provinzhauptstadt, Fuggerei, Siebentischwald
Donauwörth: Deutschordenshaus, Hallenkirche
Füssen: hist. Römerbad, Festspielhaus, Forggensee-Schifffahrt
Königsbrunn: Mithaeum, Museen
Landsberg a. Lech: Altstadt, Lechbrücke
Lechbruck am See: Flößermuseum
Schwangau: Schloss Neuschwanstein, Kristalltherme

www.viaclaudia.org

Barrierefreie Steuerung

Zwei nützliche Tastenkombinationen zum Zoomen im Browser:

Vergrößern: +

Verkleinern: +

Weitere Hilfe erhalten Sie beim Browser-Anbieter durch Klick auf das Icon: