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Moore, abenteuerlich schön
Moore, abenteuerlich schön ©Foto: Klaus Pape

Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin - Kranichland mit weitem Horizont

Die Gletscher der letzten Vereisung hinterließen nach ihrem Abschmelzen vor 10.000 bis 15.000 Jahren eine reichgegliederte Landschaft, die ein regelrechtes Lehrbuch der Eiszeit darstellt.

Das stille, dünnbesiedelte Land, der Wechsel zwischen ausgedehnten Wäldern und weiten Offenlandschaften, aber auch der Reichtum der Landschaft an unterschiedlichen Strukturen auf engstem Raum bilden die Grundlage für eine Fülle von Tier- und Pflanzenarten. Die außergewöhnliche Vielzahl an Gewässern bietet vielen in Deutschland seltenen Arten Lebensraum. Biber und Fischotter sind über das gesamte Schutzgebiet verbreitet und von den 22 in Deutschland vorkommenden Fledermausarten konnten 16 im Biosphärenreservat nachgewiesen werden.

In den naturnahen Wäldern brüten See-, Fisch- und Schreiadler. Die hohe Anzahl von Feuchtgebieten in diesen Waldbereichen ist idealer Lebensraum für Schwarzstorch und Kranich. Und in fast jedem Dorf des Biosphärenreservates brütet noch der Weißstorch.

Die Landschaft des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin ist aber auch das Ergebnis jahrhundertelanger Nutzung und Bewirtschaftung durch den Menschen. Biosphärenreservat heißt auch von Menschen gestaltete Kulturlandschaft. Im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin sind einmalige Spuren der Geschichte sichtbar. Ringwälle der ehemaligen Fluchtburgen und Kultstätten, Gutsdörfer mit Herrenhäusern und großzügig angelegten Wirtschaftshöfen und bescheidene Fachwerkhäuser in den Walddörfern. Als Wahrzeichen der Backsteingotik in Norddeutschland gilt das berühmte Kloster Chorin. Die Ruinen der Burg Grimnitz und Greiffenberg sind weitere beeindruckende Zeitzeugen der Geschichte.

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