Dicke Marie
Dicke Marie ©Claus Holzapfel

„Dicke Marie“ – Berlins ältester Baum kennt viele Geschichten

800 Jahre? 400 Jahre? Wie alt die „Dicke Marie“, der älteste Baum Berlins, wirklich ist, ließe sich nur anhand der Jahresringe feststellen. Bis es so weit ist, lohnt es sich, nach der knorrigen Stieleiche im Tegeler Forst zu suchen.

Abseits vom Weg, nördlich des Großen Malchsees in Berlin-Tegel und nur ein paar Gehminuten entfernt von der Tegeler Hafenbrücke, steht der älteste Baum Berlins. Gut versteckt im Wald, sodass man schon ein wenig suchen muss, bis man ihn findet. Goethe soll es geschafft haben und da gewesen sein. Und auch zwei Jungen, die quasi um die Ecke wohnten und um 1800 dem eigenwilligen Baum seinen Namen gaben: „Dicke Marie“. Namensgeberin soll übrigens die Köchin im Tegeler Schloss gewesen sein, Heimat der beiden. Wie sich später herausstellen sollte, waren die Taufpaten keine Geringeren als die Brüder Wilhelm und Alexander von Humboldt ...

Ob die „Dicke Marie“ die späteren Gelehrten über die Namensgebung hinaus inspiriert hat, ist nicht belegt. Von ihr beeindruckt waren die Jungen seinerzeit sicher, war doch die wilde Schöne schon zu ihrer Zeit ein respektabler Baum. Die Ausmaße von heute hatte sie aber sicher noch nicht: 26 Meter Höhe und einen Stammumfang von 6,65 Meter – längst zu dick, als dass man ihn umarmen könnte. Einst wie heute ein Veteran, der manchen Sturm überstanden und viel zu erzählen hätte, könnte er denn sprechen. Wer sich die Zeit nimmt und verweilt, wird seine Gegenwart als wohltuende Auszeit empfinden.

Dicke Marie

Öffnungszeiten: frei zugänglich

Eintritt: kostenfrei

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