Lutherstein Stotternheim
Lutherstein Stotternheim ©Thüringer Tourismus GmbH
Spirituelles Reisen von A bis Z

Lutherstein in Stotternheim – Gedenken an ein Gelübde

Schlichter schwedischer Granit erinnert an ein denkwürdiges Ereignis, das die Welt verändern sollte. Wo heute in Stotternheim der Lutherstein steht, hat Martin Luther mit einem Gelübde seinem Leben eine entscheidende Wende gegeben.

Es ist eine schöne Geschichte, die sich um die Gedenkstätte rankt. So soll der frisch promovierte Martin Luther nach einem Besuch bei den Eltern in Mansfeld zurück auf dem Weg nach Erfurt gewesen sein, wo er Jura studierte. Zu Fuß versteht sich, wie alle seinerzeit. An der Stelle, wo heute der Lutherstein steht, überrascht ihn ein schweres Gewitter. In seiner Todesangst fleht er: „Heilige Anna, hilf! Lässt du mich leben, so will ich Mönch werden.“ Wenige Tage später tritt Luther ins Augustinerkloster in Erfurt ein, wo er ein Jahr später sein Gelübde als Mönch ablegt.

Wenn auch die Wissenschaft die schnelle Hinwendung zur Religion eher anzweifelt und davon ausgeht, dass Luthers Entschluss ein längerer Entscheidungsprozess vorausgegangen war, so hat bei ihm in jedem Fall ein Sinneswandel stattgefunden, der für die Reformationsgeschichte von eminenter Bedeutung sein sollte. Der Gedenkstein am Fuß des Galgenhügels in Stotternheim, einem Ortsteil von Erfurt, wurde erst viel später errichtet: 1917, im 400. Jahr der Reformation. Wer in Erfurt auf Luthers Spuren wandelt, kommt hier vorbei. Vielleicht einfach auch nur, um an einem solch denkwürdigen Ort Zwiesprache mit sich selbst zu führen.

Lutherstein Stotternheim

Öffnungszeiten: frei zugänglich

Eintritt: kostenfrei

Nächster ICE-Bahnhof: Erfurt

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