St. Petri Dom Bremen
St. Petri Dom Bremen ©Florian Trykowski
Spirituelles Reisen von A bis Z

St.-Petri-Dom Bremen – Ort der Hoffnung über den Tod hinaus

Die Geschichte des St.-Petri-Doms in Bremen ist geprägt von Aufbau und Zerstörung. Zeugnis christlichen Lebens, aber auch Ort politischer Verfehlung, wie das Domportal belegt. Mahnmal und Ort der Hoffnung über den Tod hinaus, Ort der Einkehr draußen im Bibelgarten, im ehemaligen Kreuzgang an der Südseite des Doms.

Mit einem hölzernen Dom fing 789 alles an. 16 Jahre später, ein Großbrand hatte das ursprüngliche Gebäude in Asche gelegt, wird an derselben Stelle ein steinerner Dom erbaut. 1041 der nächste Brand, der nächste Kirchenbau, diesmal im romanischen Stil nach dem Vorbild des alten Kölner Doms. Romanik wechselt zu Gotik, unterschiedliche Baustile prägen die Fassade. 70 Jahre ist der Dom in Bremen komplett geschlossen, bekennende Lutheraner richten das vom Zerfall bedrohte Gebäude für ihre Gottesdienste wieder her.

Der Zweite Weltkrieg bringt erneute Zerstörung ... Doch grundlegende Sanierungsmaßnahmen haben die Domkirche inzwischen wieder zu dem gemacht, was sie war: eine reich ausgestattete Kathedrale mit zwei Hallenkrypten nach den großen Vorbildern des Mittelalters. Mit einem reich verzierten Bronzetaufbecken aus dem 13. Jahrhundert, Resten des einstigen Chorgestühls nach dem Magdeburger Vorbild aus dem 14. Jahrhundert. Aber auch mit neu gestalteten Glasfenstern, Altären und fünf (!) Orgeln aus dem 19. und 20. Jahrhundert, darunter eine Silbermann-Orgel. Künstler aus dem Norden wurden hier über Jahrhunderte begraben – und einer, dessen Ideen heute wieder en vogue sind: Adolph Freiherr Knigge, Verfechter guten Benehmens und einst zuständig für Ordnung in Domkirche und Domschule.

St.-Petri-Dom, Bremen

Öffnungszeiten: Mo. bis Fr., 10 bis 17 Uhr; Sa., 10 bis 14 Uhr; So., 14 bis 17 Uhr; Juni bis September: Mo. bis Fr. und So. bis 18 Uhr

Eintritt: kostenfrei

Nächster ICE-Bahnhof: Bremen

Barrierefreier Zugang über „Am Dom 1“ (Bibelgarten); Domführungen, Bleikeller, Dommuseum, Turmbesteigung kostenpflichtig; alle Öffnungszeiten, auch Sonderöffnungszeiten unter
www.stpetridom.de

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