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Es lohnt sich, sich auf den Weg zu machen

Man muss nicht gläubig sein, um sich auf den Weg zu machen. Spirituelles Reisen heute, das ist ankommen bei sich selbst. Reisen zu Kirchen, Klöstern und Magischen Orten oder unterwegs auf Pilgerpfaden – Deutschland hat viele Orte, die beeindrucken, inspirieren und entdeckt werden wollen.

16 Spirituelle Highlights - 16 Inspirationen.

Reiseziele, die berühren

Lassen Sie sich mitnehmen an Orte, die man aufgrund ihrer Geschichte gesehen haben muss – wie die Wartburg, den Krönungsdom in Aachen oder den Kölner Dom. Entdecken Sie Plätze, die in besonderem Maße berühren, weil sie Geschichten erzählen: versöhnliche wie die Frauenkirche in Dresden – Kirche, Kunstwerk und Begegnungsstätte der Kulturen aus aller Welt. Hoffnungsvolle wie der Raum der Stille direkt am Brandenburger Tor in Berlin, wo der Wunsch nach Freiheit Mauern fallen ließ. Oder beeindruckende wie die Dicke Marie, Berlins ältester Baum, der vielen Stürmen getrotzt, große Dichter und Denker fasziniert hat und heute noch zum Verweilen einlädt. Und vielleicht manchem Mut macht, die Stürme des Lebens gelassener zu sehen.

Besuchen Sie Orte, die zum Träumen einladen wie Kloster Neuzelle südöstlich von Brandenburg, wo neben viel barocker Pracht der Klostergarten mit seinen Orangenbäumchen die Sehnsucht nach Sonne und Süden weckt. Oder Kloster St. Marienthal in der Oberlausitz, dessen Zisterzienserinnen mit ihrer ansteckenden Lebensfreude inspirieren, „Urlaub fürs Ich“ im Kloster zu machen. Zwischen Stille und Meditation, aber dank so weltlicher Einrichtungen wie Klostermarkt, Klosterbäckerei und Klosterschänke auch mitten im Leben. Eine Auszeit für alle Sinne – wer wünscht sich das nicht?

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Übernachten abseits vom Mainstream

Die Mönche von damals wären neidisch, hätten sie geahnt, wie komfortabel das Klosterleben heute sein kann ...

Schlafen in modern eingerichteten Zimmern wie in der Benediktinerabtei St. Mauritius in Tholey, wo manches Mal der Abt, ein früherer Sternekoch, noch selbst zum Kochlöffel greift. Oder im Wallfahrtskloster Blieskastel, wo ehemalige Mönchszellen als Gästezimmer dienen und noch immer den Spirit von einst in sich tragen. Auch wenn die Mönche wohl kaum ihre einst spartanischen Zellen wiedererkennen, sicher jedoch, fehlendes TV, Telefon und Internetzugang nicht vermissen würden ...

Wer auf den Spuren Luthers unterwegs ist und ihm dabei ganz nah sein möchte, quartiert sich im Augustinerkloster Erfurt ein. Dort, wo Luther in den Ordensstand erhoben wurde und sechs Jahre lang lebte. Ruhige Zimmer in schlichter Eleganz, übrigens auch hier ganz ohne digitale Ausstattung.

Spartanischer und nur für Pilger gedacht ist die Pilgerherberge Georgenburse in Erfurt, wo Luther vor seiner Zeit im Kloster lebte. Die spirituelle Welt von Kloster Volkenroda ist für jeden gemacht, für Pilger, aber auch für diejenigen, die ein „Zuhause auf Zeit“ suchen, Mitarbeit inbegriffen. Und wer besonders komfortabel und trotzdem spirituell reisen möchte: In Klosterhotels wie in Wöltingerode/Harz genießen Körper, Geist und Seele eine ganz besondere Auszeit.

„Wo es Frieden und Meditation gibt,
da herrscht weder Sorge noch Zweifel.“

Franz von Assisi (1182-1226)

Zwischen spirituellem Reisen und Pilgern wie einst

Das Wiederentdecken der Pilgerwege ist ein Phänomen in einer Zeit, in der Entschleunigung wieder erlernt sein möchte. Das langsame Reisen, Slow Travel genannt, erfreut sich wachsender Beliebtheit. Ein Netz an gut ausgebauten Pilgerrouten in Deutschland bietet Wege für jeden Anspruch.

„Das schwerste Gepäck beim Pilgern ist nicht im Rucksack.“

Torsten Marold (*1962) Deutscher Spieleautor

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Auf den zahlreichen Jakobswegen kreuzen sich große Pilgerrouten, auf denen sich große Pilgerrouten kreuzen, die aber auch in kleinen Etappen begehbar sind und den Einstieg ins spirituelle Reisen leicht machen. Der Annenpfad auf den Spuren der heiligen Anna in Brandenburg zum Beispiel oder der Pilgerweg vom Elisabethbrunnen zum Lutherbrunnen in Thüringen, jeweils rund 20 Kilometer lang.

Mehr Kondition und vor allem Zeit erfordern die längeren Wege wie der Lutherweg in Sachsen-Anhalt (rund 410 Kilometer).

Naturschönheiten und kulturelle Schätze zeichnen die Bonifatiusroute von Mainz nach Fulda aus, die als eine der schönsten Pilgerstrecken in Deutschland gilt. Routen wie der Benediktweg, ein Pilger-Radrundweg auf den Spuren der Benediktiner und Papst Benedikts XVI., sind Geschichte, die lebt. Besonders genussreich ist das Pilgern auf der Weinroute von Koblenz bis Konstanz – übrigens für jeden, denn der Pilgerwanderweg durch die Weinregionen ist barrierefrei!

Wer sich auf den Weg macht, möchte ankommen. Am Ziel und bei sich. Und wünscht sich insgeheim, wie diejenigen, die auf Wallfahrt gehen, dass ein kleines Wunder geschehen möge ...

UNSER TIPP: Informieren Sie sich vor Antritt Ihrer Reise über Übernachtungsmöglichkeiten, da zum Teil Voranmeldung erwünscht ist beziehungsweise auch nicht immer überall eine Verbindung zum Mobilfunknetz besteht.

Pilgern braucht Planung

Pilgerwege sind keine Spazierwege, wenngleich sie heute wesentlich angenehmer zu begehen sind als einst im Mittelalter. Sie erfordern gute Kondition und gute Planung. Besonders wichtig ist die passende Ausstattung. Denn auch wenn der Rucksack sicher nicht das schwerste Gepäck auf einer Pilgerreise ist, zählt jedes Gramm. Übrigens noch ein wichtiger Tipp: Die Dauer der Pilgerreise spielt beim Gepäck keine entscheidende Rolle. Für eine Woche benötigt man dasselbe wie für sechs Wochen unterwegs.

Grundausrüstung für das Pilgern

  • 60 Liter fassender, individuell für den Rücken passender, leichter Rucksack. Mehr als 12–15 kg sollte er trotz Beckengurt nicht wiegen
  • Für alle, die auch draußen übernachten möchten: superleichter Schlafsack und Isomatte
  • Stabile und trotzdem bequeme Wanderschuhe
  • Trinkflasche

Pilgerzubehör

  • Bequeme, strapazierfähige und der Jahreszeit angemessene Kleidung
  • Regenjacke oder Regencape
  • Halstuch, Sonnenschutz, Handtuch aus Mikrofaser
  • Drei Paar Socken (manche Pilger raten, während der gesamten Tour die Socken nicht zu waschen, es gibt aber deutlich angenehmere Varianten, keine Blasen zu bekommen)
  • Hirschtalg, um die Haut an den strapazierten Stellen geschmeidig zu halten – ein Tipp vieler Pilger, den Geruch allerdings muss man mögen
  • Blasenpflaster!
  • Erfinderisch gepackter Kulturbeutel (kleinste Reiseverpackungen für Cremes etc. bekommt man in Drogerien)
  • Gefrierbeutel als Nässeschutz für Kleidung und alles, was im Rucksack trocken bleiben soll (auch der beste Rucksack kann das Eindringen von Nässe nicht immer vollständig verhindern)

Wichtige Papiere (zusätzlich zu den üblichen Reiseunterlagen)

  • Pilgerausweis
  • Straßen- und Wanderkarte
  • Tagebuch und ein Stift – um Erlebnisse direkt festzuhalten

Unser Tipp

Lassen Sie auf dem Weg die Bücher zu Hause. Das erleichtert nicht nur das Gepäck, sondern auch die Konzentration auf die Begegnung mit der Natur, den Menschen und sich selbst.

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