Wörlitz: Dessau-Wörlitzer Gartenreich, Seeblick mit Schloss un gotischer Kirche im Hintergrund ©DZT/Kulturstiftung Dessau-Wörlitz (Bildarchiv Monheim GmbH)
12. Jun 2017

Das Gartenreich in Feierlaune

Als UNESCO-Welterbe kann das Dessau-Wörlitzer Gartenreich mit einer 200-jährigen Geschichte aufwarten. Seine Einzigartigkeit verdankt es auch einer engen Freundschaft, die nun gefeiert wird.

"Hier ist es unendlich schön. Mich hat es wieder sehr gerührt, wie die Götter dem Fürsten erlaubt haben, einen Traum um sich herum zu schaffen..." Diese Zeilen schrieb Goethe während seines Besuches in Wörlitz im Mai 1778. Bis heute zieht die einzigartige, in sich geschlossene Garten- und Schlösserlandschaft Besucher in ihren Bann. Und auch die Zeitgenossen waren begeistert vom Aufsehen erregend Neuen, das Fürst Franz von Anhalt-Dessau geschaffen hatte - den ersten bedeutenden Landschaftsgarten nach englischem Vorbild. Dazu zählen Schlösser, Gärten, Kirchen und Wallwachhäuser sowie in die Auenlandschaft an Elbe und Mulde eingebettete Ruinen. Außergewöhnlich ist die Vielfalt der Stilepochen. Zwischen Dessau und Wörlitz ist Kulturgeschichte von Barock und Rokoko bis hin zum Klassizismus auf engstem Raum erlebbar.

Zwei Jubiläen - ein Programm

Mit dem 200. Todestag des Fürsten und dem 300. Geburtstag des Vaters der Kunstgeschichte, Johann Joachim Winckelmann, feiert man 2017 nun zwei große Jubiläen. Die Sommerausstellung "Revolution des Geschmacks" rückt die enge Beziehung des Dessauer Fürsten zu Winkelmann und seinen Einfluss auf die Ausstattung des Wörlitzer Schlosses in den Mittelpunkt. Darüber hinaus wird das vielleicht wichtigste Zeugnis dieser Freundschaft wieder geöffnet: das Schloss Wörlitz! Zahlreiche Veranstaltungen im Jahresverlauf und vor allem die Festwoche im August laden ein, sich rund um das UNESCO-Welterbe auf eine faszinierende Spurensuche zu begeben. Weitere Informationen finden Sie hier.

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