Weltoffen und tolerant – Deutschland als Reiseziel für Schwule und Lesben
  • Christopher Street Day
    Christopher Street Day ©Andreas Moeltgen

Weltoffen und tolerant – Deutschland als Reiseziel für Schwule und Lesben

Gleichgeschlechtlichkeit ist Teil unserer gelebten Kultur überall in Deutschlands Städten. Besonders die Metropolen Berlin, Köln, Frankfurt, Hamburg und München haben eine offene und äußerst lebendige Schwulen- und Lesbenszene.

Die deutsche Gesetzgebung zur Homosexualität ist eine der fortschrittlichsten in Europa: Hier sind gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften mit Adoptionsrecht erlaubt – und jegliche Diskriminierung schwuler oder lesbischer Paare ist per Gesetz verboten. In der Folge ist in Deutschland eine offene und äußerst lebendige Schwulen- und Lesbenszene entstanden, die das kulturelle Leben allgemein immer stärker beeinflusst. Fast in jeder größeren Stadt wird der Christopher Street Day ausgelassen gefeiert, Cineasten freuen sich in München, Frankfurt, Berlin und Köln über das Queer Film Weekend „Verzaubert“, das den homosexuellen Film dem allgemeinen Publikum näher bringt. Doch das sind noch lange nicht die einzigen Highlights auf dem rosa Eventkalender.

Rund 300.000 Homosexuelle leben allein Berlin. Damit ist die deutsche Hauptstadt die drittgrößte Schwulenmetropole in Europa. Entsprechend lebhaft ist die Szene: 150 Schwulenbars, gleichgeschlechtliche Tanzkurse und Sportclubs, spezielle Modeläden und sogar eine Pommesbude mit mehrheitlich schwulem Personal gibt es hier.

In Köln fühlt sich laut einer Umfrage jeder zehnte Einwohner (gelegentlich) zum gleichen Geschlecht hingezogen. Küssende Männer oder händchenhaltende Frauen gehören hier also zum Stadtbild wie der Kölner Dom. Highlight des Eventkalenders ist – neben dem Christopher Street Day – das Festival WomenPride. Beide Events sind Teil des alljährlichen Cologne Pride.

Kleiner, aber sehr multikulturell ist die Schwulen- und Lesbenszene in der Bankenstadt Frankfurt. Die meisten „rosa“ Kneipen liegen im „Bermuda-Dreieck“ nördlich der Konstablerwache. Aktuelle Events und angesagte Locations finden Interessierte im Frankfurt Gay Web.

„Leben und leben lassen“ ist die Maxime der Hafenstadt Hamburg, dem „Tor zur Welt“. Homosexuelle zieht es hier besonders nach St. Georg. Lange Jahre als krimineller Hotspot verrufen, haben sich in dem Viertel seit den 1990er Jahren immer mehr kleinere Cafés und Bars angesiedelt.

In München ist die Schwulen- und Lesbenszene besonders aktiv. Der Programmkalender beginnt hier mit dem schwulen Rosenmontagsball im Oberangertheater und reicht bis zum Gay Sunday auf dem Oktoberfest. Zu Weihnachten treffen sich alle – Schwulen, Lesben und Transsexuelle sowie Singles, Pärchen und Familien – zur Pink Christmas im Glockenbachviertel.

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