Totenmaske und Abdrücke der Hände Luthers im Sterbehaus Luthers in Eisleben
Totenmaske und Abdrücke der Hände Luthers im Sterbehaus Luthers in Eisleben ©imago/epd
Route 6 - von Franfurt nach Berlin

Route 6 „Vision und Wirklichkeit“

Es war ein langer Weg, den die Reformation vom Thesenanschlag bis zu einer breiten Akzeptanz durch Volk und Fürsten nehmen musste. Immer wieder gelang es Luther, Orte und Regionen für sich und seine Ideen zu gewinnen, meist verbunden mit langen und beschwerlichen Reisen. Diese Route berührt einige seiner Reiseziele, auch solche im heutigen Hessen, und führt schließlich zurück zu den bekannten Lutherstätten in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen.

Auch diese Route beginnt in Frankfurt, Geburtsstätte eines anderen großen Deutschen: Johann Wolfgang von Goethe.

Von hier geht es nach Worms, Stadt bedeutender Reichstage und Standort des größten Reformationsdenkmals der Welt. Das hessische Marburg erlebte im Oktober 1529 ein wahres Gigantentreffen: Im Marburger Religionsgespräch disputierten Zwingli und Luther über die unterschiedlichen Auffassungen zu der Rolle des Abendmahls. Nicht weit entfernt, in Bad Hersfeld, predigte Luther am 1. Mai 1521 in der Stiftskirche, deren markanter Turm das Wahrzeichen der Stadt ist. Heinrich Fuchs, der damalige Pfarrer, gilt als der erste Priester überhaupt, der in den Stand der Ehe trat. Ereignisse, die auf dem „Lutherweg 1521“ wieder lebendig werden, nicht nur in Bad Hersfeld, sondern quer durch das Bundesland Hessen.

Zurück nach Thüringen geht es über Eisenach mit der Lutherstube auf der Wartburg (UNESCO-Welterbe), nach Erfurt mit evangelischem Augustinerkloster und dem Dom und weiter in die UNESCO Welterbestadt Weimar, wo zum Beispiel das Stadtschloss mit Cranach-Galerien und die Kirche St. Peter und Paul (Herderkirche) mit dem Cranach-Altar besichtigt werden können.

Über Leipzig, wo Luther 1539 in der Thomaskirche predigte, Halle (Saale) mit dem Martin-Luther-Erinnerungs-Wanderweg und Torgau, wo der erste protestantische Kirchenneubau errichtet wurde und sich das Grab Katharinas von Bora besuchen lässt, geht es zu den authentischen Lutherstädten Eisleben und Wittenberg. Hier wird rund um die UNESCO-Welterbestätten Cranach-Höfe, Melanchthonhaus und Lutherhaus das Stadtfest „Luthers Hochzeit“ gefeiert. Potsdam und Berlin wiederum sind krönende Schlussstationen dieser Route – beides absolute Highlights an Kultur, Architektur und Geschichte.

Unser Tipp

Leipzig und die Thomaskirche sind nicht nur wegen Martin Luther von besonderem Interesse – auch Johann Sebastian Bach wirkte lange in der Stadt. Ihm ist auch das alljährliche Bachfest gewidmet. Und gleich gegenüber der Thomaskirche lädt das Museum des Bach-Archivs ein, mehr über Leben und Wirken des Meisters zu erfahren.

Routen-Infos

Länge: ca. 1.000 km

Start: Frankfurt

Ziel: Berlin

Stationen: Frankfurt, Worms, Marburg, Bad Hersfeld, Eisenach, Erfurt, Weimar, Leipzig, Eisleben, Halle, Torgau, Wittenberg, Potsdam, Berlin

Anreise

Flughäfen: Berlin, Leipzig-Halle, Erfurt-Weimar, Frankfurt, Dresden

ICE-Bahnhöfe: Frankfurt, Worms, Bad Hersfeld, Eisenach, Erfurt, Weimar, Leipzig, Halle (Saale), Wittenberg, Berlin

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