Dr. Seelhoff: Früherkennung bösartiger Veränderungen der Speiseröhre mittels hochauflösender Endoskopien
Vivantes ©Vivantes – Netzwerk für Gesundheit GmbH, Berlin

INNERE MEDIZIN

Vivantes Klinikum Spandau
Bereich: Innere Medizin

Dr. Alexander Seelhoff

Neue Bergstraße 6
13585 Berlin

International Office:
Am Nordgraben 2
13509 Berlin
M. Ozod-Hamad / Olga Pastushenko
Tel. + 49 (0) 30 130 12 16 -64 / -84 / -85

www.vivantes-international.de

Dr. Alexander Seelhoff

Leiter der Abteilung für Gastroenterologie, Vivantes Klinikum Spandau, Berlin


Gesamter Beitrag als PDF-Download

AR | DE | EN | RU

Dr. Seelhoff: Früherkennung bösartiger Veränderungen der Speiseröhre mittels hochauflösender Endoskopien

Etwa 20 Prozent aller erwachsenen Deutschen haben fast täglich ein saures Aufstoßen, weitere 40 Prozent gelegentlich. Sodbrennen – eine Volkskrankheit, die vor allem durch zu opulente und zu fette Mahlzeiten, durch erhöhten Alkohol- und Nikotinkonsum ausgelöst wird. Meist als harmlos klassifiziert, kann Sodbrennen dramatische Folgen haben, im schlimmsten Fall Krebs. Können bösartige Veränderungen in einem frühen Stadium erkannt werden, sind diese noch endoskopisch zu behandeln und heilbar.

Im Refluxzentrum des Vivantes Klinikum Spandau steht modernste Medizin-Technik zur Diagnostik des Sodbrennens und Therapie damit verbundener möglicher Komplikationen zur Verfügung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der möglichst frühen Erkennung bösartiger Veränderungen der Speiseröhre mittels hochauflösender Endoskopie (HDTV). Durch die endoskopische Abtragung früher Krebsformen in der Speiseröhre kann heute in zahlreichen Fällen eine Operation vermieden werden. Damit solche Veränderungen erst gar nicht auftreten können, kann mit einem neuen endoskopischen Verfahren und Radiofrequenz-Energie die gesamte, durch Sodbrennen veränderte Schleimhaut behandelt werden.

Unter der Leitung von Dr. Alexander Seelhoff wurde in 2011 im Vivantes Klinikum Spandau erstmals eine so genannte Barrett-Ablation durchgeführt, bei welcher die Schleimhäute einer Barrett-Speiseröhre, die mit zu viel Magensäure angegriffen und potentiell für Krebszellen anfällig sind, mit Radiofrequenzwellen abgetragen werden. Patienten mit einer Barrett Speiseröhre haben häufiges Sodbrennen und die Schleimhäute sind derart angegriffen, dass die Zellen sich in eine Art Vorstufe zu Krebszellen oder zu richtigen Krebszellen entwickeln können. Damit ist Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH bundesweit eines der ersten Zentren, das dieses innovative und schonende Verfahren anwendet. Nach einem erfolgreichen Eingriff hat der Patient in der Regel dann kein erhöhtes Krebsrisiko der Speiseröhre mehr.

Dr. Alexander Seelhoff: „Mit der Methode der Radiofrequenz-Abtragung, dem sogenannten Halo-Verfahren, kann die erkrankte Schleimhaut mit dem Endoskop sehr schonend abgetragen werden. Der Patient hat hierbei kaum Beschwerden. In der Regel lässt sich in zwei bis drei Sitzungen einer Magenspiegelung die gesamte betroffene Schleimhaut der Speiseröhre so behandeln, dass wieder gesundes Gewebe nachwachsen kann.“

In den USA und auch in vielen Ländern Europas ist dieses Verfahren schon sehr verbreitet und ist eine Standardbehandlung von Patienten bei denen sich frühe, bösartige Veränderungen der Schleimhautzellen in der Speiseröhre entwickelt haben.

Das Gesamtspektrum der Klinik für Gastroenterologie am Vivantes Klinikum Spandau umfasst darüber hinaus auch Diagnostik und Therapie von Krankheiten des Speiseröhren-Magen-Darm-Traktes, der Leber, der Gallenwege und des Pankreas: Beispiele dafür sind die Oesophago-Gastro- Duodenoskopie (endoskopische Darstellung der Speiseröhre, des Magens und des Zwölffingerdarmes), Koloskopien (Darstellung von Bildern aus dem Darm) einschließlich interventioneller Verfahren wie z. B. die Abtragung von Polypen, Blutstillung, Dilatations- und Bougierungstherapie, Protheseneinlage (Stents), Argon-Plasma- Koagulation, Zenker-Mukomyotomie (Abtragung einer Ausstülpung beim Hypopharynx), ERCP mit Papillotomie, Steinextraktion, Protheseneinlage, Photodynamische Therapie, Endosonographie einschließlich endosongraphisch gesteuerter Interventionen, Abdomen-Sonographie mit Farbduplex- und Kontrastmitteluntersuchungen sowie gesteuerte Punktionen.

Im Rahmen einer gastrointestinalen Funktionsdiagnostik können ebenso Manometrie, pH-Metrie und eine Impedanzmessung vorgenommen werden. In besonderen gastro-enterologischen Spezialsprechstunden können sich Lebererkrankte und Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen über Diagnose- und Therapiemöglichkeiten informieren.

Entdecken Sie das Reiseland Deutschland auf der Karte

Planen Sie hier Ihre Deutschlandreise. Einfach Favoriten hinzufügen, Reihenfolge festlegen und losfahren!

0 Favoriten ausgewählt