Prof. Dr. med. Dr. h.c. Diethelm Tschöpe: Hormone, Stoffwechsel und Gefäßrisiko - Für jeden Patienten eine individuelle Therapie
Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen ©Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen, Ruhr-Universität Bochum

INNERE MEDIZIN

Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen, Ruhr-Universität Bochum
Bereich: Innere Medizin

Univ.- Prof. Dr. med. Dr. h.c. D. Tschöpe

Georgstraße 11
32545 Bad Oeynhausen
Tel. +49 (0) 5731 / 97 2292

www.hdz-nrw.de

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Diethelm Tschöpe

Direktor der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie & Gastroenterologie, Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen, Ruhr-Universität Bochum


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Prof. Dr. med. Dr. h.c. Diethelm Tschöpe: Hormone, Stoffwechsel und Gefäßrisiko - Für jeden Patienten eine individuelle Therapie

Die Komplexität hormonbedingter Störungen und Stoffwechsel-Erkrankungen wie z. B. Diabetes mellitus erfordert eine Behandlung, die interdisziplinär über Fachgrenzen hinaus organisiert ist. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit von Spezialisten mehrerer Fachdisziplinen ist am Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen optimal organisiert. Dabei setzt ein Netzwerk von Spezialisten alles daran, beste Behandlungsergebnisse und eine beste Prognose für Patienten zu gewährleisten.

Herr Prof. Tschöpe, als Endokrinologe sind Sie Experte für Erkrankungen des Stoffwechsel- und Hormonsystems. Welche Patienten werden bei Ihnen behandelt?

Prof. Dr. Tschöpe: Wir behandeln Patienten mit unterschiedlichsten Stoffwechselproblemen, jährlich 2.700 Patienten. Oft kommen die Betroffenen schon mit Folgeerkrankungen an Herz, Hirn, Augen, Nieren, Nerven und Füßen. Unser Leistungsspektrum umfasst Interventionen bei bestehenden Grunderkrankungen wie z. B. Adipositas, Typ-1- und Typ-2-Diabetes, Gestationsdiabetes, d.h. spezieller Diabetes, welcher zuerst in der Schwangerschaft auftritt, bis zu genetisch oder sekundär bedingten Krankheitsformen. Auch endokrine Störungen der Schilddrüse, Nebenniere und Hirnanhangdrüse sowie Erkrankungen des Gastro-Intestinal-Traktes werden behandelt. Eine der gravierendsten Folgeerkrankungen von Diabetes sind Gefäßerkrankungen, welche nach neuesten Methoden in Diagnostik und Therapie möglichst frühzeitig behandelt werden sollten.

Welche diagnostischen und therapeutischen Verfahren werden eingesetzt? Was kann der Patient erwarten?

Prof. Dr. Tschöpe: Neben den behandelnden klinischen Bereichen bietet vor allem die enge Zusammenarbeit mit klinischen Instituten wie z. B. Blut-, Transfusions- und Labor-Medizin, Nuklearmedizin, Radiologie und molekulare Bildgebung sowie die invasive und nicht-invasive Darstellung von Gefäßen die Grundlage für ein interdisziplinäres Behandlungskonzept. Alle Institute arbeiten mit größter Expertise und Erfahrung nach neuestem wissenschaftlichem Stand. Eine dauerhafte Überwachung des Blutzucker-Status in der Diabetologie, spezielle gastro-enterologische Tests für Störungen der Magen-Darmpassage und auch enzymbedingte Intoleranzen können ebenfalls zeitnah diagnostiziert und behandelt werden.

Wer entscheidet, welche Therapie infrage kommt? Wie wird die Zusammenarbeit gesichert?

Prof. Dr. Tschöpe: Die Entscheidung, welche Therapie für welchen Patienten geeignet ist, sollte individuell getroffen werden. Die Therapie muss sich am Globalrisiko des Betroffenen orientieren und den Erfordernissen entsprechen. Sie ist abhängig von Krankheitsbild, Morbiditätsstatus und Alter, aktueller Behandlung und Gefährdung für Mortalität. Deshalb erfolgt die Abstimmung der Vorgehensweise durch Stoffwechsel- und Gefäßmediziner gemeinsam. Endokrinologen, Diabetologen, Kardiologen und Herz- und Gefäßchirurgen arbeiten im Zentrum Hand in Hand.

Eine letzte Frage, Herr Prof. Tschöpe: Warum kommen zunehmend Patienten aus aller Herren Länder zu Ihnen? Was ist das Besondere an der Behandlung in Bad Oeynhausen?

Prof. Dr. Tschöpe: Ein Grund für die Nachfrage sind hohe Steigerungszahlen bei der Erkrankung Diabetes, weltweit sind 347 Mio. Menschen betroffen. Auch in Deutschland steigt die Anzahl an Patienten seit vielen Jahren ständig an, so dass auch seit vielen Jahren eine entsprechende Erfahrung aufgebaut wurde. Jeden Patienten, egal, ob er aus Deutschland oder dem Ausland kommt erwartet im Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen ein ganzheitlicher und menschlicher Ansatz bei allen Behandlungen und es werden sämtliche Methoden der modernsten Diagnostik und Therapie verwendet.

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