Prof. Dr. Vajkoczy: Komplexe Hirn- und Wirbelsäulenchirurgie auf Weltniveau in der Charité Berlin
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NEUROLOGIE / NEUROCHIRURGIE

Charité Universitätsmedizin Berlin
Bereich: Neurologie / Neurochirurgie

Prof. Dr. med. Peter Vajkoczy

International Office:
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
Falk Erzgräber (Leitung Charité International Health Care)
Tel. +49 (0) 30 / 45 05 70 000

http://neurochirurgie.charite.de


NEUROLOGY/ NEUROSURGERY

Prof. Dr. med. Peter Vajkoczy

Direktor der Klinik für Neurochirurgie Charité – Universitätsmedizin Berlin


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Kompetenz bei Kliniken und Rehabilitation

Prof. Dr. Vajkoczy: Komplexe Hirn- und Wirbelsäulenchirurgie auf Weltniveau in der Charité Berlin

Die Neurochirurgische Klinik der Charité-Universitätsmedizin Berlin hat sich unter anderem in den Bereichen Neuroonkologie, vaskuläre Neurochirurgie und spinale Neurochirurgie eine international herausragende Expertise erworben.

Je nach Lage eines Tumors im Kopf kann eine schonende und komplikationsfreie Behandlung eine große medizinische Herausforderung darstellen. Insbesondere Hirntumoren, die in Arealen liegen, in denen z. B. die Motorik oder die Sprache liegen, werden häufig als inoperabel eingestuft, was eine schlechtere Prognose für die Patienten darstellt. Die Charité-Universitätsmedizin hat in den letzten Jahren zahlreiche Diagnostik- und Therapiemethoden etabliert, die eine millimetergenaue Lokalisierung des Tumors, eine Überwachung während der Operation und eine gezielte Entfernung des Tumors möglich machen. Diese Methoden erfordern eine hohe technische Expertise und viel Erfahrung des gesamten Teams, das neben Neurochirurgen auch Neurophysiologen, Neuropsychologen, Logopäden und ausgewiesene Neuroanästhesisten einschließt. Die intraoperative Überwachung umfasst die kontinuierliche Stimulation sensibler und motorischer Nervenbahnen, die Überwachung der Funktion kleinster Hirnnerven, die intraoperative Überwachung der zahlreichen Sprachfunktionen sowie der Tumorgrenzen und der Blutversorgung des Tumors. Die Sprachfunktion wird natürlich für deutsche und internationale Patienten gleichermaßen ständig geprüft. Mit diesen Methoden ist es heute möglich, ca. 90 % dieser kritischen Tumore ohne postoperative Komplikationen zu entfernen. Die Folgen sind eine bessere Ausgangsposition für weitere Therapiemaßnahmen und eine insgesamt bessere Prognose für Patienten.

Ein weiteres Gebiet unserer Expertise besteht in der vaskulären Neurochirurgie bei der Behandlung komplexer Gefäßmissbildungen (Aneurysmen, Angiome) und der Vorbeugung von Schlaganfällen bei Verschlüssen der Hirngefäße. Ein zentraler Bestandteil ist hierbei die Bypass-Chirurgie. Patienten aus ganz Deutschland und der ganzen Welt kommen explizit nach Berlin, um diese Operationen hier durchführen zu lassen. In vielen Fällen erfordert die Behandlung von komplexen Gefäßausstülpungen, bei denen die Gefäßwand an dieser Stelle reißen kann und eine Gehirnblutung droht, den Verschluss des Gefäßes und eine vorherige Anlage eines Bypasses, um die Blutversorgung des Gehirns sicherzustellen. Mit der beschriebenen Operation, die unter anderem neueste minimalinvasive und laserassistierte Verfahren anwendet, ist es möglich, die Patienten bei einer geringen Komplikationsrate zu heilen. Eine weitere Indikation für die Anlage eines Bypasses im Bereich des Gehirns ist die Vorbeugung eines Schlaganfalls bei chronischem Verschluss von Hirngefäßen. Die Anlage eines minimalinvasiven Bypasses kann dieses Schlaganfallsrisiko deutlich reduzieren. Auch hier wenden wir modernste Verfahren an, um Patienten zu identifizieren, die eine Bypass-Operation benötigen, und die Operation dann rasch und schonend durchzuführen.

In der spinalen Neurochirurgie haben wir in den vergangenen Jahren neueste Methoden etabliert, die Operationen an der Wirbelsäule erlauben, bei denen im Zentrum minimalinvasives, d.h. schlüssellochchirurgisches Verfahren, und die Bewegungserhaltung der Wirbelsäule stehen. Ein häufiges Krankheitsbild, bei dem diese Operationen zum Einsatz kommen, sind Verengungen des Spinalkanals bzw. Instabilitäten der Wirbelsäule. Die Patienten klagen hierbei über chronische Schmerzen im Rücken und in den Beinen sowie eine belastungsabhängige Zunahme der Beschwerden. Mithilfe neuester röhrenassistierter endoskopischer und mikrochirurgischer Verfahren können diese Patienten heute durch sehr viel schonendere Operationen geheilt werden, ohne dass große Eingriffe an der Wirbelsäule oder Versteifungen von Abschnitten der Wirbelsäule durchgeführt werden müssen. Die Folgen sind eine deutlich verbesserte Beweglichkeit, eine neue Lebensqualität und reduzierte Verweildauern im Krankenhaus für diese Patienten. Auch haben wir uns auf die bewegungserhaltende Therapie der Bandscheibenveränderungen spezialisiert. Mittels neuester Bandscheibenprothesen sind heute Operationen möglich, bei denen die Bewegungssegmente der Wirbelsäule so ersetzt werden, dass eine natürliche postoperative Beweglichkeit erhalten bleibt und die noch gesunden Wirbelsäulenanteile geschont werden können. Durch diese Verfahren wird zahlreichen Patienten mit akuten oder chronischen Beschwerden im Bereich der HWS und der LWS auf innovativem Weg geholfen.

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