Ein Meister aus Bayern – Carl Orff
Ein Meister aus Bayern – Carl Orff
Carl Orff, sitzend mit aufgestütztem Kopf auf den Händen, entstand um 1970 ©"Fotografin: Daniela-Maria Brandt Quelle: Orff-Zentrum München"

Ein Meister aus Bayern – Carl Orff

Seine „Carmina Burana“ machten den oberbayerischen Komponisten Carl Orff (1895-1982) weltberühmt. Die szenischen Chorgesänge mit ihren Anklängen an mittelalterliche Musik fanden auch als Filmmusik und in Pop und Rock häufig Verwendung.

München war seine Stadt. Hier besuchte Carl Orff das Wittelsbacher-Gymnasium und die Musikhochschule (damals: Königliche Akademie für Tonkunst) und war Kapellmeister an den Kammerspielen. An seinem Geburtshaus in der Maillinger Straße, wo er bis 1939 lebte, erinnert eine Gedenktafel an den Münchener Ehrenbürger. Im Kulturzentrum Gasteig ist ein Konzertsaal nach Orff benannt.

Sein berühmtestes Werk „Carmina Burana“ wurde 1937 in Frankfurt uraufgeführt. Es vertont Texte aus einer mittelalterlichen Handschrift, die im 19. Jahrhundert entdeckt und editiert wurde. Der Fundort, das Kloster in Benediktbeuern, gab Orffs Werk den Namen (wörtlich: „Beuerner Lieder“). Auch als Musikpädagoge hat sich Orff besonders hervorgetan („Orff-Schulwerk“).

1955 zog Orff nach Dießen am Ammersee, wo er schon als Kind seine Ferien verbracht hatte. Dort wurde 1991 das Carl-Orff-Museum eröffnet. Begraben liegt der Komponist im nahen Kloster Andechs, wo jährliche Carl-Orff-Festspiele und die Orff-Akademie sein Gedächtnis bewahren.

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