Carl Philipp Emanuel Bach
Carl Philipp Emanuel Bach
Carl Philipp Emanuel Bach ©Bach-Archiv Leipzig, www.bach-leipzig.de

Carl Philipp Emanuel Bach

Seine Zeitgenossen feierten ihn als „Originalgenie“: Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788), der zweitälteste Sohn Johann Sebastian Bachs, war zu Lebzeiten unter dem Beinamen „Hamburger Bach“ berühmter als sein Vater und gilt als der bedeutendste Komponist der Epoche der Empfindsamkeit, in der sich stilistisch der Übergang vom Barock zur Klassik vollzieht.

Carl Philipp Emanuel Bach stammte mit drei weiteren Geschwistern aus Johann Sebastian Bachs erster Ehe und erhielt seine musikalische Ausbildung bereits im Elternhaus. Nach seiner in Weimar, Köthen und Leipzig verbrachten Kindheit studierte er in Leipzig und Frankfurt (Oder) Jura. Doch die Musik blieb seine Berufung: 1740 wurde er Cembalist am Hof Friedrichs des Großen in Potsdam. Nachdem er in über zwanzigjähriger Dienstzeit sein europaweites Ansehen als Komponist gefestigt hatte, trat er 1768 ein Amt als Kirchenmusikdirektor in Hamburg an, das er bis zu seinem Tod beibehielt.

Der als gesellig geltende Komponist war eng mit dem Geistesleben seiner Zeit verbunden, zu seinem Freundeskreis zählten nicht allein Musiker, sondern auch viele Dichter. Daher umfasst sein umfangreiches Oeuvre neben sinfonischer und Kammermusik sowie geistlichen Chorwerken, die er „von Amts wegen“ komponierte, auch zahlreiche Lieder und Kantaten. Sein persönlichstes Werk schuf der auch als Virtuose am Cembalo gerühmte Komponist mit der Klaviersammlung „Für Kenner und Liebhaber“. Sein eigenwilliger Kompositionsstil inspirierte den frühen Haydn und trug so zur Entstehung der Wiener Klassik (Mozart und Beethoven) bei.

Entdecken Sie das Reiseland Deutschland auf der Karte

Planen Sie hier Ihre Deutschlandreise. Einfach Favoriten hinzufügen, Reihenfolge festlegen und losfahren!

0 Favoriten ausgewählt