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Heinrich Schütz (1585-1672)
Heinrich Schütz (1585-1672) ©Museum für Musikinstrumente Leipzig

Größter deutscher Komponist des 17. Jahrhunderts: Heinrich Schütz

Keine 40 Jahre nach Martin Luthers Tod geboren, verlieh Heinrich Schütz (1585-1672) der protestantischen, deutschsprachigen Kirchenmusik künstlerische Größe. An die 500 Werke sind von ihm überliefert – fast ausschließlich Vertonungen nach der Luther-Bibel.

Geboren wurde er in Köstritz, wo das Heinrich-Schütz-Haus – seine Geburtsstätte, ehemals ein Gasthof – mit Ausstellungen und Veranstaltungen an den großen Sohn der Stadt erinnert.

Als 13-jähriger Kirchensänger wurde Schütz vom Landgrafen von Hessen-Kassel entdeckt, der ihm verschiedene Studien ermöglichte, unter anderem bei Gabrieli in Venedig. Nur ungern ließ der Landgraf seinen Schützling später nach Dresden ziehen.

In Dresden wirkte Schütz 55 Jahre lang als Hofkapellmeister des sächsischen Kurfürsten. Es waren schwierige Zeitumstände, denn in Deutschland tobte der Dreißigjährige Krieg (1618-1648). Ein Gedenkband in der Dresdener Frauenkirche, eine Stele beim Zwinger und das Heinrich-Schütz-Haus in der Frauengasse erinnern an das Wirken des Komponisten.

1651 erwarb Schütz in Weißenfels, wo er seine Jugend verbracht hatte, ein Haus als Alterssitz. Dort entstand auch sein „Schwanengesang“, die Vertonung des 119. Psalms in elf zweichörigen Motetten. Das Heinrich-Schütz-Haus in Weißenfels ist weitgehend im Originalzustand erhalten.

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