Berlin: Staatsoper Unter den Linden, Daniel Barenboim dirigiert Bruckner
Kurt Weill Fest in Dessau
Kurt Weill Fest in Dessau ©Kurt Weill Gesellschaft e.V. (Kai Bienert)

Auf zwei Kontinenten erfolgreich: Kurt Weill

Sein bekanntestes Werk wurde die „Dreigroschenoper“ von 1928 – obwohl Kurt Weill (1900-1950) hier doch nur versucht hatte, auf kunstvolle Weise „falsch“ zu komponieren. Allein bis zum Jahr 1932 wurde die „Dreigroschenoper“ bereits in 18 Sprachen aufgeführt.

Geboren wurde Kurt Weill in Dessau, wo sein Vater seit 1898 als Kantor der Synagoge arbeitete. Weills Geburtsstadt feiert den Komponisten jährlich mit einem mehrtägigen Kurt Weill Fest. Auch das Kurt Weill Zentrum im Haus Feininger und ein Kurt-Weill-Denkmal erinnern in Dessau an den großen Sohn der Stadt.

Seinen ersten Posten als Kapellmeister bekam er mit 19 Jahren in Lüdenscheid, wo heute eine Gedenktafel an ihn erinnert. In Berlin wurde Weill in den 1920er Jahren zum erfolgreichen Opern-Erneuerer. Zeitgenössische Dichter wie Georg Kaiser, Yvan Goll und Bertolt Brecht schrieben ihm die Libretti. Doch als Avantgardist, Jude und Linker war Weill das ideale Feindbild der Nazis. 1933 verließ er Deutschland und kehrte nie zurück.

Erstaunlicherweise war Weill auch am Broadway in New York erfolgreich. Er wiederholte dort gleichsam seine deutschen Pioniertaten, nun aber auf eine sehr amerikanische Weise. Viele seiner Songs aus beiden Lebensphasen wurden amerikanische „Standards“.

Entdecken Sie das Reiseland Deutschland auf der Karte

Planen Sie hier Ihre Deutschlandreise. Einfach Favoriten hinzufügen, Reihenfolge festlegen und losfahren!

0 Favoriten ausgewählt