Berlin: Staatsoper Unter den Linden, Daniel Barenboim dirigiert Bruckner

Der festliche Rahmen: Konzert- und Opernhäuser

Klassische Musik ist ein Erlebnis für alle Sinne. Konzert- und Opernhäuser bestehen daher nicht nur aus Bühne und Zuschauerraum, sondern liefern Fassade, Raum, Stimmung und Flair. Sowohl in der Musik wie in der Architektur begegnen sich Moderne und Vergangenheit hier auf vielfältige Weise.

Hamburgische Staatsoper
Hamburgische Staatsoper

Seit 1687 gab es in Hamburg eine Oper am Gänsemarkt, wo bald Telemann und Händel aufgeführt wurden. Abgelöst wurde sie 1827 vom Stadt-Theater an der Dammtorstraße, errichtet nach Entwürfen des klassizistischen Architekten Karl Friedrich Schinkel. Hier haben Paganini, Liszt, Wagner und Mahler gewirkt, bevor das Haus 1934 umbenannt wurde in Hamburgische Staatsoper. Sie zählt heute zu den führenden Opernhäusern Europas.

Kölner Philharmonie
Kölner Philharmonie

Die Silhouette der Kölner Philharmonie sucht man im Stadtbild vergebens. Denn der 1986 eröffnete Konzertsaal liegt verborgen unterm Heinrich-Böll-Platz, zwischen Fußgänger-Oberfläche und Stadtbahn. Sowohl das Gürzenich-Orchester wie das WDR Sinfonieorchester Köln haben in der Philharmonie ihre Heimat. Internationale Künstler – etwa die New Yorker Philharmoniker oder Pierre Boulez – waren „Artists in Residence“.

Liederhalle in Stuttgart
Liederhalle Stuttgart

Der Name „Liederhalle“ geht auf ein Konzertgebäude aus dem 19. Jahrhundert zurück, das im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. An gleicher Stelle wurde 1956 die neue Stuttgarter Liederhalle eröffnet, ein wichtiger Kulturbau der Nachkriegszeit, der inzwischen teilweise unter Denkmalschutz steht. Das 1991 erweiterte Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle umfasst heute fünf große Säle und 18 kleinere Räume.

Meistersingerhalle in Nürnberg
Meistersinger Halle

Weil viele Konzerträume in Nürnberg durch den Zweiten Weltkrieg zerstört waren, wurde 1963 ein neues Kultur- und Kongresszentrum eröffnet: die Meistersingerhalle im Luitpoldhain. Nürnberger Chöre und Orchester, aber auch Rock, Jazz, Kongresse und Parteitage finden hier eine Bühne. Legendär sind die großen verglasten Foyers und das fast 300 Quadratmeter messende Wandrelief aus Kupfer.

Nikolaisaal in Potsdam
Nikolaisaal Potsdam

Der Nikolaisaal Potsdam wurde 1909 als Gemeindesaal der evangelischen Nikolaikirche eingeweiht. Nach schweren Beschädigungen 1945 diente er nach dem Krieg auch als Konzert- und Sendesaal. Erst 2000 wurde der Nikolaisaal als architektonisch umgestaltetes Konzert- und Veranstaltungshaus neu eröffnet. Hier fühlen sich u.a. das Brandenburgische Staatsorchester und das Deutsche Filmorchester Babelsberg zu Hause.

Oper Frankfurt (Main)
Oper Frankfurt

Nach dem Zweiten Weltkrieg brauchte Frankfurts Oper einen neuen Spielort und fand ihn im ehemaligen Schauspielhaus am Theaterplatz. Das Schauspiel bekam 1960 sein eigenes Gebäude nebenan, 1962 wurden beide Häuser durch eine Glasfassade verbunden. Ein Gemälde von Marc Chagall schmückt das gemeinsame Foyer von Sprech- und Musiktheater. Die Oper Frankfurt zählt zu Europas führenden Opernhäusern.

Festspielhaus Bayreuth
Richard-Wagner Festspielhaus

Eine der bekanntesten Opernbühnen Deutschlands ist das Richard-Wagner-Festspielhaus in Bayreuth. Dabei finden hier nur 30 Aufführungen im Jahr statt: die Wagner-Festspiele im Hochsommer. Das Festspielhaus auf dem Grünen Hügel wurde 1876 eröffnet. Seine Architektur verbindet – nach Ideen Richard Wagners – klassisch-griechische mit mittelalterlich-deutschen Elementen.

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