Berlin: Staatsoper Unter den Linden, Daniel Barenboim dirigiert Bruckner

Der festliche Rahmen: Konzert- und Opernhäuser

Klassische Musik ist ein Erlebnis für alle Sinne. Konzert- und Opernhäuser bestehen daher nicht nur aus Bühne und Zuschauerraum, sondern liefern Fassade, Raum, Stimmung und Flair. Sowohl in der Musik wie in der Architektur begegnen sich Moderne und Vergangenheit hier auf vielfältige Weise.

Alte Oper Frankfurt

Eingeweiht wurde das Neo-Renaissance-Gebäude 1880 im Beisein des Kaisers. Werke von Hindemith, Orff und Schönberg erlebten hier ihre Uraufführung. Nach starken Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg kam es aber erst 1981 zur Wiedereröffnung: Die Alte Oper Frankfurt ist nun kein Opernhaus mehr, sondern ein vielseitiges Konzert- und Veranstaltungsgebäude. Der mit Mahagoni ausgekleidete Große Saal fasst 2.500 Besucher.

Bayerische Staatsoper München

1818 war in München die Zeit reif für ein „Opernhaus für alle“: das Hof- und Nationaltheater am Max-Joseph-Platz. Wegen eines Feuers musste der klassizistische Klenze-Bau allerdings schon 1825 neu errichtet werden, diesmal sogar mit Säulen-Vorhalle. Seit 1875 finden hier die Münchner Opernfestspiele statt. Im Nationaltheater residieren Bayerns Staatsorchester, Staatsoper und Staatsballett. Die drittgrößte Opernbühne der Welt misst 2.500 Quadratmeter.

Berliner Philharmonie

Nachdem die alte Philharmonie im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, erhielten die Berliner Philharmoniker 1963 eine neue Heimat nahe dem Tiergarten. Der asymmetrische Bau des Architekten Hans Scharoun, der ein wenig an ein großes Zelt erinnert, erhielt vom Volksmund den Namen „Zirkus Karajani“. Die Berliner Philharmonie wurde zu einem Wahrzeichen Westberlins und ist heute Teil des Kulturforums Berlin.

Deutsche Oper Berlin

Das Deutsche Opernhaus in Berlin wurde 1912 eröffnet und 1943 von Fliegerbomben zerstört. Der sachliche, monumentale Neubau von 1961 erhielt den Namen Deutsche Oper Berlin und ist bis heute das größte Opernhaus der Stadt. Man liebt hier die große Oper (Wagner, Verdi, Puccini), aber auch Uraufführungen von Henze, Kagel oder Rihm. Orchester und Chor der Deutschen Oper Berlin genießen ein hohes Ansehen.

Festspielhaus Baden-Baden

Das Festspielhaus Baden-Baden gründet seinen Ruf auf große Opernproduktionen, internationale Gastspiele, lichtdurchflutete Foyers und eine hervorragende Gastronomie. Deutschlands größtes Opern- und Konzerthaus wurde zwar erst 1998 eröffnet, doch die Eingangshalle ist rund 100 Jahre älter. Der schmucke Vorbau im Neo-Renaissance-Stil diente einst nämlich als Baden-Badens Stadtbahnhof.

Gasteig München

Das Münchner Kultur- und Bildungszentrum Gasteig thront seit 1985 am Hochufer der Isar. Der Backsteinbau beherbergt nicht nur die zentrale Stadtbibliothek und die Volkshochschule, sondern ist auch die Heimat der Münchner Philharmoniker. Das offene Haus mit 6.000 Besuchern täglich bietet neben dem großen Saal der Philharmonie drei weitere Konzertsäle und zahlreiche Vortrags- und Mehrzweckräume.

Gewandhaus Leipzig

1781 zog ein Leipziger Konzertverein in ein altes Tuchhändler-Haus und nennt sich seitdem das Gewandhausorchester. Das aktuelle Gewandhaus am Augustusplatz – mit dem größten Deckengemälde Europas – ist bereits das dritte „Gewandhaus“. Es wurde 1981 auf Betreiben des Dirigenten Kurt Masur eröffnet und war ein wichtiger Brennpunkt für die Leipziger Bürgerbewegung von 1989.

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