Berlin: Staatsoper Unter den Linden, Daniel Barenboim dirigiert Bruckner

Klassische Orchester – eine große Tradition

In Deutschland gibt es heute rund 50 große Sinfonie-Orchester ?– und etwa ebenso viele Kammer- und Jugend-Orchester. Die Tradition dieser Klangkörper reicht Jahrzehnte, wo nicht Jahrhunderte zurück. Große Komponisten, Dirigenten und Solisten haben den hohen musikalischen Anspruch der deutschen Orchester geprägt.

Bamberger Symphoniker

Gegründet wurden die Bamberger Symphoniker 1946 von Kriegs-Flüchtlingen, darunter ehemaligen Orchestermusikern aus Prag. Auch der erste Chefdirigent, Joseph Keilberth, hatte zuvor in Prag gewirkt und sorgte vom ersten Konzert an für ein musikalisches Niveau, das man in einer 70.000-Einwohner-Stadt kaum erwartet. 1949 gab es den ersten Auslandsauftritt, 1954 das erste Amerika-Gastspiel. Inzwischen stehen bei den Bambergern auch mehr als 100 Konzerte in Japan zu Buche.

Bayerisches Staatsorchester

Münchens ältestes Orchester ist das der Staatsoper und des Staatsballetts. Die Geschichte des Bayerischen Staatsorchesters reicht bis zur Münchner Hofkapelle des 16. Jahrhunderts zurück. Die erste Opernaufführung 1653, vier Wagner-Uraufführungen und die Einführung der Opernfestspiele 1875, belegen die große Tradition dieses Orchesters. Aktueller GMD ist der amerikanische Dirigent Kent Nagano, der 2013 von Kirill Petrenko abgelöst wird.

Berliner Philharmoniker

Das international am häufigsten ausgezeichnete Sinfonieorchester Deutschlands (u.a. 9 Grammys) ging 1882 aus einem Berliner Unterhaltungs-Orchester hervor. Brahms, Tschaikowsky und Grieg gehörten zu seinen ersten Gastdirigenten. Seit 1963 sind die Berliner Philharmoniker in der Philharmonie am Tiergarten zu Hause. Als Pioniere der CD-Ära (unter Herbert von Karajan) und als UNICEF-Botschafter (unter Sir Simon Rattle) wurden sie weltberühmt.

Bochumer Symphoniker

Seit 1918 gibt es die Bochumer Symphoniker, die bis zum II. Weltkrieg vor allem dem Theater und der Oper dienten. Unter dem Amerikaner Steven Sloane, dem aktuellen Generalmusikdirektor, entwickelten die Bochumer zuletzt ein höchst originelles Profil: Sie arbeiteten u.a. mit Sting und dem deutschen Entertainer Harald Schmidt und gastierten in den USA und in Israel. Mehrfach wurde das Orchester für sein mutiges Konzertprogramm ausgezeichnet.

Deutsche Symphonie-Orchester Berlin

Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin entstand 1946 als Rundfunk-Orchester des Westberliner Senders RIAS. Bis 1953 wurde es von den USA finanziert, ab 1956 arbeitete es auch mit dem Sender SFB zusammen. Schon der erste Chefdirigent, der Österreicher Ferenc Fricsay, sorgte für die stark zeitgenössisch orientierte Ausrichtung des Repertoires. Das DSO, das vor allem in der Berliner Philharmonie auftritt, brachte u.a. Werke von György Ligeti und John Adams zur Uraufführung.

Dresdner Philharmonie

Die Dresdner Philharmonie ist im Kulturpalast zu Hause, tritt aber auch in Dresdens Kirchen auf, im Albertinum, im Schauspielhaus oder im Deutschen Hygiene-Museum. Für die ruhmreiche Karriere des Orchesters, die 1870 begann, stehen die Namen ehemaliger Chefdirigenten wie Carl Schuricht und Kurt Masur. Gastspielreisen bis nach Asien und Nord-, Mittel- und Südamerika und die Ersteinspielung von Schnittkes 9. Sinfonie (2008) prägten die jüngere Geschichte.

Düsseldorfer Symphoniker

Die Düsseldorfer Symphoniker entstanden aus dem 1818 gegründeten Städtischen Musikverein und beschäftigten als Generalmusikdirektoren auch zwei große Komponisten: Felix Mendelssohn-Bartholdy und Robert Schumann. Als Konzertorchester sind die Symphoniker in der Tonhalle zu Hause, als Theaterorchester in der Deutschen Oper am Rhein, aber auch in China und Japan waren sie schon zu hören. Aktueller GMD ist der russische Dirigent Andrey Boreyko.

Entdecken Sie das Reiseland Deutschland auf der Karte

Planen Sie hier Ihre Deutschlandreise. Einfach Favoriten hinzufügen, Reihenfolge festlegen und losfahren!

0 Favoriten ausgewählt