Zwischen den beiden Weltkriegen: Paul Hindemith
Zwischen den beiden Weltkriegen: Paul Hindemith
Hindemith Kabinett im Kuhhirtenturm Frankfurt Main ©Fondation Hindemith (Mara Monetti 2011)

Zwischen den beiden Weltkriegen: Paul Hindemith

In den 1920er Jahren symbolisierte Paul Hindemith (1895-1963) den musikalischen Fortschritt in Deutschland. Er erkundete die Möglichkeiten des Rundfunks, der elektronischen Musik und des Jazz und feierte große Erfolge bei den Donaueschinger Musiktagen.

Hindemith verlor nie den Menschen aus dem Blick. Er wollte keine Kluft zwischen den Komponisten, Interpreten und Zuhörern akzeptieren, sondern förderte eine praxisnahe „Gebrauchsmusik“ und „Spielmusik“. Er selbst war ein glänzender Geiger und Bratschist.

Bereits mit 20 Jahren wurde Hindemith Konzertmeister (1. Geiger) der Frankfurter Opernbühne. Der Kuhhirtenturm in Frankfurt, wo er von 1923 bis 1927 wohnte und u.a. seine Oper „Cardillac“ schrieb, wurde 2011 als Hindemith-Gedächtnisstätte eröffnet. Auch das Hindemith-Institut hat seinen Sitz in Frankfurt. 1927 wurde der Komponist als Professor nach Berlin berufen. Dort wohnte er am Brixplatz, wo eine Gedenktafel an ihn erinnert.

Die Nazis erklärten Hindemiths Musik zu „entarteter Kunst“ und erteilten ihr ein Sende- und Aufführungsverbot. Mit seiner Frau emigrierte der Komponist 1938 über die Schweiz in die USA, wo seine späten sinfonischen Werke entstanden. Bis 1953 unterrichtete er an der Yale University in New Haven. Seine letzten Jahre verbrachte er in der Schweiz.

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