Saarbrücken, Ludwigskirche
Saarbrücken, Ludwigskirche ©Hans-Peter Merten

Mit der Lizenz zum Wohlfühlen: Saarbrücken

Saarbrücken: eine sympathische Stadt mit lebendiger Kulturszene, barocker Architektur, französischem Flair und saarländischer Lebensart; Landeshauptstadt und Universitätsstadt, Wirtschaftszentrum und Messestadt. Die Saarmetropole ist Zentrum eines Großraums aus drei Ländern und mit einer halben Million Menschen und zugleich eine gelassene, entspannte und fröhliche Stadt zum Wohlfühlen.

Gemütliche Stadtquartiere und die Saarbrücker Lebensweisheit

In seiner 1.000-jährigen Geschichte hat Saarbrücken wechselvolle Zeiten erlebt; die Barockbauten des Baumeisters Friedrich Joachim Stengel, beispielsweise Schloss und Schlossplatz, zeugen von der Blütezeit des 18. Jahrhunderts. Vom Schloss aus hat man den wohl schönsten Blick auf die Stadt, deren Bild Stengel bis heute prägt. Die Ludwigskirche sieht man als die Krönung seines Werks an; sie gilt als eine der stilreinsten und schönsten evangelischen Barockkirchen Deutschlands. Andere Sehenswürdigkeiten von Rang sind das neugotische Rathaus, die Bergwerksdirektion, für die Martin Gropius und Heino Schmieden verantwortlich zeichneten, oder die von Stengel erbaute Kirche St. Johann, eine Basilica minor.

Der St. Johanner Markt mit seinen Boutiquen, Bistros, Restaurants und malerischen Gässchen ist das Herzstück des Saarbrücker Lebens und lädt zum Bummeln, Verweilen und Relaxen ein. Der Marktbrunnen, ebenfalls ein „Stengel“, bildet den Mittelpunkt der attraktiven Fußgängerzone. Etwa 15 Fußminuten von hier entfernt stößt man im ältesten Stadtteil Saarbrückens, St. Arnual, auf die gotische Stiftskirche aus dem 13. Jahrhundert inmitten von spätmittelalterlichen Wohnhäusern. Überhaupt die Stadtquartiere, Mainzer Straße etwa oder Nauwieser Viertel, alle so gemütlich wie beschaulich, überall finden sich hübsche Biergärten und kulinarische Raffinesse, französisch angehaucht und mit der ganz eigenen Note der Region. „Hauptsach' gudd gess“, sagt der Saarbrücker - und das sagt eigentlich alles.

Die Kulturszene: große Namen und höchste Ansprüche

Wer sich für Kunst interessiert, kommt in Saarbrücken ganz sicher auf seine Kosten – und am Saarlandmuseum nicht vorbei. Hier, in der Modernen Galerie, gibt es eine der interessantesten Kunstsammlungen Deutschlands: Zu sehen sind Rodin, Matisse, Liebermann, Picasso, Ernst, Kirchner, Feininger – um nur einige zu nennen. Weltberühmt: das „Blaue Pferdchen“ von Franz Marc. Theater und Ballett bieten die Häuser des Staatstheaters ebenso wie kleinere Bühnen.

Ohnehin gibt es hier eine aktive Kleinkunst- und Musikszene, zu der etwa das Kleine Theater im Rathaus oder die Sommerszene mit internationalem Straßentheater beitragen. Immer im Juni bietet das deutsch-französische Festival Perspectives neue Formen des zeitgenössischen Theaters sowie Tanz, Zirkus und Chanson française – alles mit höchstem Anspruch. Die Musikfestspiele Saar veranstalten in Zusammenarbeit mit den Regionen Saarland, Rheinland-Pfalz, Lothringen und Luxemburg eine Biennale, die jeweils der Musikkultur eines europäischen Landes gewidmet ist. Und von Juni bis August geht es sonntags ans Schloss zum Open Air mit internationalem Folk, Rock, Chanson, Blues und Jazz, dazu „Kultur für Kids“ mit Theater, Musik, Clownerie und Pantomime.

Entspannt und draußen: Saarbrückens Grünanlagen

Schön zu wissen, dass Saarbrücken nicht nur Architektur-, Kultur- und Festivalstadt ist, sondern auch eine grüne Stadt, die Entspannendes auch im Freien bietet. Zum Beispiel in der herrlichen Anlage des Schlossgartens, im Deutsch-Französischen Garten oder am Ufer der Saar; überall trifft man relaxte Spaziergänger, Jogger oder Sonnenanbeter. „Hauptsach' entspannt“, das könnte denn auch das zweite Motto der Stadt sein.

Highlights

Barocke Pracht mit Schlossgespenst: das Saarbrücker Schloss

Ab ins Bergwerk: die Völklinger Hütte

Jeder braucht ein bisschen Wärme: das Heizkraftwerk Römerbrücke

Cool Saarbrücken: Nauwieser Viertel/Chinesenviertel