Klosteranlage Maulbronn
Klosteranlage Maulbronn ©Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg
UNESCO-Welterbe

im Reiseland Deutschland

Klosteranlage Maulbronn

In rund 400 Jahren haben Mönche mit dem Kloster Maulbronn eine einzigartige Klosteranlage geschaffen und die umliegende Kulturlandschaft geprägt. Heute ist die zwischen Heidelberg und Stuttgart gelegene einstige Zisterzienserabtei nicht nur die am vollständigsten erhaltene Klosteranlage nördlich der Alpen, sondern auch ein repräsentatives Werk mittelalterlicher Baukunst und UNESCO-Weltkulturerbe seit 1993.

Besonders beeindruckend sind der gute Erhaltungszustand der Klosteranlage Maulbronn und deren ungewöhnliches Bild der Geschlossenheit. Bis ins Detail lassen sich hier Leben und Arbeit des Zisterzienserordens vom 12. bis 16. Jahrhundert nachvollziehen. Noch heute wird der Klosterhof von imposanten Wirtschafts- und Wohngebäuden, Türmen und einer rund einen Kilometer langen Wehrmauer umgrenzt. Kreuzgang, Refektorium und die „Paradies“ genannte, wunderschöne Vorhalle, um 1220 errichtet, sind weitgehend original erhalten. Im Jahr 1147 wurde mit dem Bau begonnen, nachdem, so erzählt es eine Legende, ein Maultier an der Stelle des heutigen Brunnens eine Wasserfontäne auslöste. Schon 1178 konnte die dreischiffige Basilika, der älteste Teil der Anlage, geweiht werden. Im abgetrennten Mönchschor verdeutlicht das Chorgestühl aus dem 15. Jahrhundert mit seinen 92 Sitzen die Ausdehnung, die der Konvent zu diesem Zeitpunkt erreichte. Die Voraussetzungen zur Bewirtschaftung eines Klosters dieses Ausmaßes verdeutlicht der Wirtschaftshof mit den angrenzenden Landwirtschaftsflächen und der ausgeklügelten Wassertechnik, die sich neben den mittelalterlichen Klausurgebäuden ebenfalls erhalten haben. Im Zuge der Reformation wurde das Kloster später aufgelöst und eine evangelische Klosterschule eingerichtet. Heute beherbergt es ein altsprachliches Gymnasium, zu deren bekanntesten Schülern Johannes Kepler, Friedrich Hölderlin und Hermann Hesse zählen. Ein Tipp: Die drei schönsten mittelalterlichen Klöster des Nordschwarzwaldes – neben Maulbronn noch Hirsau und Alpirsbach – lassen sich auf einer romantischen Klosterroute erkunden.

Reiseinfo & Service

Öffnungszeiten

März bis Oktober: täglich 09:00 bis 17:30 Uhr; letzter Einlass 16:45 Uhr

November bis Februar: dienstags bis sonntags 09:30 bis 17:00 Uhr; letzter Einlass 16:15 Uhr

Events

20-jähriges UNESCO-Jubiläum Kloster Maulbronn (April 2014)

Kontakt: www.kloster-maulbronn.de

Klosteranlage Maulbronn ist Bestandteil der UNESCO-Route „Geistliches und Gastliches“, weitere Stationen sind:

Weitere sehenswerte Städte:

Zur Übersicht Route „Geistliches und Gastliches“

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