In zahlreichen Seen und Feuchtgebieten rund um die Alpen blieben fast 1.000 Pfahlbauten und Moorsiedlungen sehr gut erhalten.
Zum grenzüberschreitenden UNESCO-Welterbe gehören insgesamt 111 exemplarische Pfahlbau-Fundstellen in den Alpenanrainerstaaten Schweiz, Österreich, Frankreich, Italien, Slowenien und Deutschland. Von den 111 genannten prähistorischen Pfahlbaustationen liegen 15 in Baden-Württemberg, vor allem im westlichen Bodensee und Federsee und drei in Bayern, nämlich im Starnberger See (Roseninsel), in Pestenacker und Unfriedshausen im Landkreis Landsberg am Lech.
Bei den prähistorischen Pfahlbauten handelt es sich um Siedlungen aus der Zeit zwischen 5.000 und 500 v. Chr. Die „Feuchtbodenfundstellen“ bieten gute Erhaltungsbedingungen u. a. für Holz, Textilien und Pflanzenreste. Bedeutende Funde von sehr gut erhaltenen Textilien, Rädern, Wagen und Einbäumen liefern wichtige Erkenntnisse zu Siedlungsstrukturen, Handel und Mobilität der Jungsteinzeit und Metallzeiten.
Besucher erhalten beste Einblicke in die Thematik im Pfahlbau Museum in Unter-uhldingen am Bodensee und im Federsee-Museum in Bad Buchau.
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