In der Begründung für die Aufnahme des Bremer Rathauses in die Welterbeliste wird „die herausragende Form der Architektur der späten Renaissance in Norddeutschland, die sogenannte Weser-Renaissance“ ausdrücklich hervorgehoben.
Rathaus und Roland in der Bremer Innenstadt repräsentieren die Entwicklung der Hanse, der Bremen seit 1358 angehörte. Sie sind einzigartige Zeugnisse für die Entwicklung von Autonomie und Marktrechten des europäischen Bürgertums speziell im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Das Rathaus, beispielhaft für architektonische Symbolik in Bezug auf die Idee der Freiheit, wurde Anfang des 15. Jahrhunderts im gotischen Stil erbaut und im frühen 17. Jahrhundert im Stil der Weserrenaissance renoviert. Die 5,50 Meter hohe Rolandstatue aus Stein auf dem Marktplatz wurde 1404 als Symbol hanseatischer Freiheit errichtet. Sie gilt als die älteste noch an ihrem Platz befindliche Statue in Deutschland.
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