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Lorsch, Karolingische Klosteranlage

Kloster Lorsch – wo Geschichte lebt und das Mittelalter zum Greifen nah ist

Königshalle, alte Klostermauer, Schaudepot und karolingisches Freilichtlabor: Selten kann man Geschichte so lebendig und eindrucksvoll nachvollziehen wie im Kloster Lorsch. Das UNESCO-Welterbe, das übrigens auch im Nibelungenlied erwähnt wird, ist Museum und ein bisschen auch Mittelalter zum Anfassen.

Die Anfänge waren eher bescheiden: Um 764 von Adeligen gegründet, erlebte das Kloster erst mit den Nazarius-Reliquien aus Rom seinen wirtschaftlichen Aufstieg. Schenkungen an den heiligen Nazarius, von der Nordsee bis in die heutige Schweiz, machten anschließend das Kloster reich. Bis ins Hochmittelalter war Lorsch wichtiges kulturelles und durchaus auch politisches Zentrum.

Eine wechselvolle Geschichte, die auf dem Klostergelände nachvollziehbar wird. Beispielsweise im Freilichtlabor Lauresham, wo das Leben auf einem karolingischen Herrenhof dargestellt ist. Im Schaudepot, wo Funde aus 200 Jahren Grabungsgeschichte zu sehen sind. An der original erhaltenen Klostermauer oder auf dem Klostergelände, wo altes und neues Kloster gekonnt landschaftsarchitektonisch verbunden wurden. In der Königshalle, deren bunte Sandsteinfassade weltberühmt ist und in deren Obergeschoss man Wandmalereien aus mehreren Jahrhunderten bestaunen kann. Oder auch im Kräutergarten, der gemäß dem „Lorscher Arzneibuch“, dem ältesten erhaltenen medizinisch-pharmazeutischen Handbuch deutscher Herkunft, angelegt wurde. Das berühmte Buch aus dem achten Jahrhundert liegt schon seit über 1.000 Jahren in der Bamberger Dombibliothek. Die Kräuter, einst als Heilmittel gepriesen, gedeihen immer noch im Klosterkräutergarten von Lorsch.

Kloster Lorsch

Öffnungszeiten: Di. bis So., 10 bis 17 Uhr (an Feiertagen auch Mo.)

Eintritt: Gelände kostenfrei/einzelne Angebote kostenpflichtig bzw. nur im Rahmen einer Führung zugänglich

Nächster ICE-Bahnhof: Mannheim