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Der Archäologische Grenzkomplex Haithabu und Danewerk

Der Archäologische Grenzkomplex Haithabu und Danewerk

Der Grenzkomplex in Schleswig-Holstein gilt als einzigartiges archäologisches Zeugnis der Wikingerzeit. Vom 9. bis 11. Jahrhundert diente das frühmittelalterliche Haithabu als einer der wichtigsten Seehandelsplätze und war gleichzeitig eine der ersten Städte Nordeuropas. Ein halbkreisförmiger Wall schützte die Stadt vor Angreifern. An diesen schließt das Verteidigungswerk Danewerk an.

Bereits ab Ende des 1. Jahrhunderts entwickelte sich das Dorf Haithabu aufgrund seiner günstigen geographischen Lage an einer Engstelle zwischen dem Ostseearm Schlei und der Nordsee zu einem wichtigen Handelsplatz der Wikingerzeit. Noch heute können Besucher dort Überreste von Gebäuden, Straßen und des Hafens besichtigen. Die Grenzbefestigung Danewerk sicherte den florierenden Handel in Haithabu und schütze später zudem auch die Südgrenze des dänischen Reiches. Sie bestand ursprünglich aus nur zwei Erdwällen, wurde über die Zeit aber immer weiter ausgebaut. Wichtige Erweiterungen entstanden im 8. Jahrhundert und der Wikingerzeit. Die komplexe Verteidigungsanlage, bestehend aus Gräben, Erdwällen und Mauern, war perfekt an die Umgebung angepasst und nutzte auch das vorhandene Wasser als natürliche Barriere. Ein Teil der zu besichtigenden Überreste beider Stätten gehören zum Naturschutzgebiet „Haithabu-Danewerk“. Im Wikinger Museum Haithabu vermitteln Originalfunde, Modelle und moderne Medien spannende Einblicke in den Alltag der Wikinger.

Reiseinfo & Service

Öffnungszeiten

Das Wikinger Museum Haithabu ist täglich von 9 bis 17 Uhr zu besichtigen.

Kontakt:

www.schloss-gottorf.de/haithabu