• Städel Museum, Frankfurt
    Städel Museum, Frankfurt © Städel Museum - Norbert Miguletz

Das Städel in Frankfurt: Große Kunst am Museumsufer.

Das Städel Museum in Frankfurt am Main, auch Städelsches Kunstinstitut und Städtische Galerie am Museumsufer genannt, ist eines der bedeutendsten deutschen Kunstmuseen. 1816 wurde das Institut, das auf eine Stiftung des Frankfurter Mäzens Johann Friedrich Städel zurückgeht, gegründet. Seit 1878 befindet sich die Sammlung an ihrem heutigen Museumsstandort. Damit ist das Städel einer der Hauptanziehungspunkte am Frankfurter Museumsufer, einem in seiner Varietät in Deutschland einzigartigen Ensemble unterschiedlichster Museen und Galerien, die sich am Mainufer aufreihen.

Mit über 2.900 Gemälden und rund 100.000 Zeichnungen und Druckgraphiken gibt die Sammlung einen reichen Überblick über 700 Jahre europäische Kunstgeschichte – vom Mittelalter über die Renaissance, Barock und Klassische Moderne bis in die Gegenwart. Höhepunkte der Sammlung sind Werke von Lucas Cranach, Albrecht Dürer, Sandro Botticelli, Rembrandt, Jan Vermeer, Claude Monet, Pablo Picasso, Ernst Ludwig Kirchner und Max Beckmann. Ebenso gehören Werke prominenter Künstler der Zeit nach 1945 zur Sammlung, so von Francis Bacon, Georg Baselitz, Jörg Immendorff, Martin Kippenberger, Anselm Kiefer, Gerhard Richter und Sigmar Polke. Ganz besondere Werke sind die Siebdruck-Serie „Goethe“ von Andy Warhol, ein Geschenk des Künstlers an das Städel, und „Goethe in der Campagna“ von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein. Im sehenswerten Skulpturengarten werden seit 1976 vorwiegend zeitgenössische Arbeiten gezeigt, beispielsweise von Joseph Beuys, Ulrich Rückriem, Richard Serra, Anthony Caro, George Rickey und David Smith.

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Nächste Termine:

13.02.2019 - 26.05.2019

Venedig: Frühjahr 2019. Im Frühjahr 2019 widmet sich das Städel Museum einem der folgenreichsten Kapitel der europäischen Kunstgeschichte: der venezianischen Malerei der Renaissance. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts entwickeln Giorgione und der junge Tizian, aufbauend auf ihrem Lehrer Giovanni Bellini, in der Lagunenstadt eine höchst eigenständige Spielart der Renaissance, die auf genuin malerische Mittel und die Wirkung von Licht und Farbe setzt. Nicht nur in Venedig selbst macht diese neue Malerei Furore; ihre Vertreter, allen voran Tizian, aber ebenso Sebastiano del Piombo oder Lorenzo Lotto, verbreiten die Innovationen bald auch außerhalb der Serenissima. Ab den 1540er Jahren tritt mit Jacopo Tintoretto und Paolo Veronese erneut eine hochbegabte junge Generation auf den Plan, die in Venedig um Aufträge wetteifert. In einer Folge von thematischen Kapiteln stellt die Ausstellung ausgewählte Aspekte vor, die für die venezianische Malerei des Cinquecento charakteristisch sind. Dabei spielen jeweils zeitübergreifende Kontinuitäten ebenso eine Rolle wie die teils rasante Entwicklung, die einzelne Bildthemen im 16. Jahrhundert erfuhren.

03.04.2019 - 30.05.2019

Picasso: Pablo Picasso (1881–1973) ist der Inbegriff des modernen Künstlergenies. Mit unermüdlicher Kreativität und Schaffenskraft bediente er sich scheinbar mühelos aller Gattungen, Techniken und Materialien und beschritt dabei häufig neue, unbekannte Wege. Die Graphische Sammlung des Städel Museums macht Picassos Erfindungsfreude ab dem 3. April 2019 am Beispiel seiner Druckgrafik anschaulich. Ob Radierung, Kaltnadel, Lithografie oder Linolschnitt, mit nie schwindender Neugier und Virtuosität eignete sich der Künstler unterschiedlichste Verfahren an und befragte auf immer neue, experimentelle Weise das einmal Gefundene. Mit einer Auswahl von etwa 60 Werken aus dem Bestand der Graphischen Sammlung des Städel Museums, ergänzt durch einige Leihgaben, gewährt die Ausstellung einen Einblick in das breite Spektrum von Picassos druckgrafischem Œuvre und verfolgt seinen innovativen Umgang mit Hoch-, Tief- und Flachdruck von den frühen Pariser Jahren bis ins Spätwerk.

26.06.2019 - 13.10.2019

Geheimnis der Materie: Im Sommer 2019 spürt das Städel Museum in einer Sonderausstellung den Wechselbeziehungen zwischen Holzschnitt und Holzplastik im Schaffen von Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938), Erich Heckel (1883–1970) und Karl Schmidt-Rottluff (1884–1976) nach. Den Ausgangspunkt bildet dabei das Material Holz, das wie kein anderes mit der Kunst des deutschen Expressionismus verbunden ist. Es reizte die Künstler gerade wegen seiner Unebenheiten und Maserungen sowie der unterschiedlichen Farbigkeit und Härte. Als sich Kirchner, Heckel und Schmidt-Rottluff im Sommer 1905 in Dresden zur Künstlervereinigung „Brücke“ zusammenschlossen, wurde der Holzschnitt zu einem ihrer wichtigsten künstlerischen Medien. In dieser Drucktechnik treten bis weit in die 1920/30er-Jahre der spezifische Ausdruck und die Experimentierfreude der drei Künstler am vielleicht deutlichsten zutage.

23.10.2019 - 16.02.2020

Van Gogh und Deutschland: „Van Gogh ist tot, aber die van Gogh-Leute leben. Und wie leben sie! Überall van Goghelt’s“, formulierte Ferdinand Avenarius 1910 in Der Kunstwart und beschrieb damit die Faszination, die Vincent van Goghs Malerei Anfang des 20. Jahrhunderts vor allem auf junge Künstler in Deutschland ausübte. Die Ausstellung Van Gogh und Deutschland, die vom 30. Oktober 2019 bis 16. Februar 2020 im Städel Museum gezeigt wird, nimmt erstmalig das Œuvre van Goghs im Kontext seiner deutschen Rezeption in den Blick. Deutschland spielte für die Erfolgsgeschichte des Holländers eine zentrale Rolle: Früher als in anderen Ländern wurde der Künstler hier durch das Engagement von Galeristen, Kritikern und Museumsdirektoren knapp fünfzehn Jahre nach seinem Tod als einer der bedeutendsten Vorreiter der modernen Malerei wahrgenommen. Den Ausgangspunkt der Ausstellung Van Gogh und Deutschland bildet eine Auswahl an Hauptwerken des holländischen Malers, die in einem Dialog mit Bildern deutscher Avantgardisten gezeigt werden. Neben bekannten Beispielen von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Paula Modersohn-Becker, Gabriele Münter oder Max Beckmann werden in der Ausstellung auch wiederzuentdeckende Positionen präsentiert, für die van Gogh ebenso prägend war, wie Peter August Böckstiegel, Maria Slavona oder Heinrich Nauen. Im Zentrum des Projektes steht das Anliegen, einen entscheidenden Beitrag für das Verständnis der deutschen Kunstentwicklung zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu liefern und dabei Vincent van Goghs Rolle als Schlüsselfigur für die Kunst des deutschen Expressionismus aufzuzeigen. Das Projekt wird realisiert mit der großzügigen Unterstützung der Franz Dieter und Michaela Kaldewei Kulturstiftung, Ahlen.

13.11.2019 - 06.02.2020

Große Realistik, Große Abstraktion: Zwischen diesen beiden Polen bewegt sich der etwa 1800 Blätter umfassende Bestand an deutschen Zeichnungen des 20. Jahrhunderts in der Graphischen Sammlung des Städel Museums. Im Winter 2019 zeigt das Museum eine repräsentative Auswahl von etwa 100 Werken, die die historisch gewachsenen Schwerpunkte der Sammlung widerspiegelt. Den Auftakt bilden Zeichnungen von Max Beckmann (1884–1950) und den „Brücke“-Künstlern, allen voran Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938). Deren zwischen Gegenstandsnähe und Abstraktion schwankende Bildsprache findet ihre Fortsetzung in den Werken von Künstlern, die sich figurativen und abstrakten Tendenzen im geteilten Deutschland der Nachkriegszeit gewidmet haben. Hierzu zählen Künstler des Informel, neoexpressionistischer Strömungen oder der Pop Art, wie etwa Karl Otto Götz (1914–2017), Joseph Beuys (1921–1986), Georg Baselitz (geb. 1938), Gerhard Richter (geb. 1932) und Sigmar Polke (1941–2010).

Ort der Veranstaltung

Städel Museum
Dürerstraße 2
60596 Frankfurt am Main

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