Markgräfliches Opernhaus Bayreuth: deutsche Musikkultur mit Geschichte

Meine Suche nach den spannendsten Orten in Deutschland abseits der ausgetretenen Pfade führt mich heute nach Bayreuth. Die kleine Stadt in Oberfranken ist in einem ganz groß: Opernhäuser. Da sind zum einen die alljährlich stattfinden Richard-Wagner-Festspiele im Festspielhaus und zum anderen ein Ort, den ich mir heute einmal genauer ansehen möchte: das Markgräfliche Opernhaus. Seit 2012 gehört der barocke Bau zum UNESCO-Weltkulturerbe – Grund genug für einen Abstecher. Dabei werde ich nicht allein sein: Angela Danner kommt aus Bayreuth, ist Teil einer historischen Darstellertruppe und hat sich bereit erklärt, mir diesen magischen Ort näherzubringen.

Eine bewegte Geschichte voller Musik

Angela Danner empfängt mich standesgemäß. In pompösen Kleidern, wie man sie vor mehr als 250 Jahren zu festlichen Anlässen getragen hat, führt sie mich durch dieses beeindruckende Bauwerk und erzählt: „Das Opernhaus wurde 1748 zur Vermählung der Tochter des Markgrafenpaares, Elisabeth Friederike Sophie von Brandenburg-Bayreuth mit dem Württemberger Herzog Carl Eugen, errichtet. Die künstlerische Arbeit und der Erhaltungszustand machen das Markgräfliche Opernhaus zu einem der bedeutendsten vor der Französischen Revolution errichteten Theatergebäude.“ Ich kann voll und ganz verstehen, was sie meint: Vor allem von innen glänzt das Gebäude mit Architektur im Stil des italienischen Spätbarocks. „Das Besondere an diesem Bauwerk ist übrigens die Dachkonstruktion“, erzählt mir Angela. Und weiter: „Das Dach hat 25 Meter Spannweite und ist stützenfrei. Das ist – vor allem für die damalige Zeit – die Obergrenze der möglichen Konstruktionslänge.“ Ich bewundere die frühe Ingenieurskunst, werde aber immer wieder von der Vielfalt der Verzierungen und dieser unendlichen Liebe zum Detail verzaubert …

„Das Markgräfliche Opernhaus gehört zu den bedeutendsten vor der Französischen Revolution errichteten Gebäude.“

– Historiendarstellerin Angela Danner

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