Auf den variantenreichen und bestens ausgewiesenen Radrouten in Deutschland wird jeder auf seine ganz persönliche Weise glücklich: Von der Ostsee bis zu den Alpen, von der Donau bis zum Elbsandstein. Wir stellen eine Auswahl vor.

Elbe-Radweg – zwischen Elbsandstein und Wattenmeer

Hinter der deutsch-tschechischen Grenze wird der Fluss von den Sandsteinfelsen des Nationalparks Sächsische Schweiz begrüßt. Die Route verläuft direkt im Elbtal, mit Blick auf die romantische Felsenwelt. Mit der Dresdner Semperoper und der Frauenkirche sind schnell weitere Höhepunkte erreicht. Auf dem Weg nach Norden passieren Reisende interessante Städte wie Torgau, Wittenberg oder Dessau. Technikfreunde stoppen am Wasserstraßenkreuz bei Magdeburg, und auch schon Hamburg wäre alleine eine längere Reise wert. An der Mündung der Elbe in die Nordsee bei Cuxhaven grüßen freundlich die Ozeanriesen.

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Elbe-Radweg

Weser-Radweg – von den Bergen an die Nordsee

Im Weserbergland liegen historische Städte, Burgen und Schlösser wie Perlen am Wege. In Hameln lohnt sich ein Abstecher zum Rattenfängerhaus, in Bremen zum UNESCO-Welterbe Rathaus mit Roland-Statue und in die historische Altstadt. In der Norddeutschen Tiefebene bestimmt weites Land mit Mooren, Dörfern, Bauernhöfen und Windmühlen das Bild. Auf dem Weg zur Küste geht es durch die grünen Weiten der Wesermarsch in die See- und Hafenstadt Bremerhaven. Sie ist bekannt für das Deutsche Schifffahrtsmuseum und das Deutsche Auswandererhaus. In Cuxhaven warten dann als letzter Höhepunkt Strand und Meer.

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Weser-Radweg

Ostseeküsten-Radweg – Steilküsten und weiße Strände

Entlang der Kieler Förde geht es erst einmal Richtung Fehmarn. In der Lübecker Bucht haben sich die Badeorte herausgeputzt, von Travemünde stechen die Fähren in See. Die Hansestädte Wismar und Stralsund gehören mit ihren Stadtkernen zum UNESCO-Welterbe, hier ist ein Besuch fast Pflicht. Erholung gibt es im mondänen Heiligendamm, der weißen Stadt am Meer. Nach der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst führt der Weg dann auf Deutschlands größte Insel, Rügen, mit ihren weltberühmten Kreidefelsen. Auf den letzten Kilometern fährt man übers Festland auf die Insel Usedom mit ihren eleganten Kaiserbädern. Noch mehr Ostsee kann erradelt werden von Kopenhagen und Danzig, der Ostseeküsten-Radweg verläuft nämlich parallel zur EuroVelo-Route 10, die bis Sankt Petersburg ausgebaut werden soll.

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Ostseeküsten-Radweg

Main-Radweg – Hochgenuss auf kurvenreichen Wegen

Der Main hat gleich zwei Quellen – und die Tour zwei Startpunkte: Entweder in Creußen, an der Quelle des Roten Mains (Fränkische Schweiz) oder in Bischofsgrün, an der Quelle des Weißen Mains (Fichtelgebirge). Beide Quellarme fließen ab dem Ort Mainleus (Frankenwald), in der Nähe von Kulmbach gemeinsam weiter. Großartig wird es so oder so: Im Obermain•Jura führt der Weg durch den „Gottesgarten“, wie es im Lied der Franken heißt, zum UNESCO-Welterbe der Bamberger Altstadt. Durch den Steigerwald und die Haßberge sucht sich der Fluss seinen Weg nach Schweinfurt, führt in das Fränkische Weinland, das Liebliche Taubertal und das Spessart-Mainland. Nach der Metropole Frankfurt endet die Reise in Mainz, dort, wo der Main in den Rhein mündet.

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Main-Radweg

Donau-Radweg – Begleiter eines sagenhaften Flusses

Wie jeder Fluss fängt auch die Donau klein an: In Donaueschingen entspringt sie im Park des Fürstenbergschlosses, bevor sie in der Donauversinkung über 150 Tage im Jahr komplett versickert. Bald taucht der Fluss wieder auf, erreicht Ulm mit dem höchsten Kirchturm der Welt, Donauwörth mit einem der schönsten Straßenzüge Süddeutschlands und die spektakuläre Landschaft des Donaudurchbruchs. Zahlreiche von der UNESCO ausgeziechnete Höhlen warten auf der Nebenroute durch das Urdonautal. In der Unesco-Welterbestadt Regensburg warten fast tausend Denkmäler in der Altstadt auf Besuch. Der deutsche Donauradweg, der Teil des europäischen Radfernweges EuroVelo 6 ist, geht in Passau zu Ende. Nicht umsonst wird die Donau als "Quelle Europas" bezeichnet.

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Donau-Radweg

Mosel-Radweg – schöne Schleifen und feine Weine

Der deutsche Mosel-Radweg, Teil der internationalen „Velo Tour Moselle“, verläuft durch eine abwechslungsreiche Landschaft in überwiegend ebenem Terrain. Trier begeistert mit Bauten aus der Römerzeit; ab Schweich durchbricht die Mosel das Rheinische Schiefergebirge und schlängelt sich durch das immer enger werdende Tal. Hier verbergen sich Kulturschätze wie das Neumagener Weinschiff und die römischen Kelteranlagen an der Mittelmosel. Sehenswert sind auch Bernkastel-Kues und die Moselburgen in romantischen Seitentälern. Am Ziel der Route, am Deutschen Eck in Koblenz, mündet die Mosel in den Rhein. Wegen Ihres Charmes und der erhabenen Mosellandschaft wird diese Route häufig als "Konigin" betitelt.

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Mosel-Radweg

Bodensee-Königssee-Radweg – Radeln in Bilderbuchkulisse

Durchgehendes Alpenpanorama, idyllische Seen, Dörfer und Städte und die märchenhaften Schlösser des Königs Ludwig II. – damit lockt der Bodensee-Königssee-Radweg. Diese Verlockungen wollen jedoch erobert werden – die Strecke hat so manche Steigung zu bieten. Die Tour beginnt in Lindau und macht kurz nach Immenstadt einen neuen Abstecher nach Sonthofen, bevor die Radler bei Rettenberg auf die bisherige Trasse stoßen.

Durch die Hügellandschaft des Allgäus werden das Brauhaus Bad Tölz sowie der Tegernsee und der Schliersee passiert. Sie laden ebenso zu einem Stopp ein wie die Schlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein, bis schließlich Berchtesgaden und der Königssee die Radwanderer mit ihrer Schönheit empfangen.

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Bodensee-Königssee-Radweg

Bodensee-Radweg – drei Länder von der schönsten Seite

Die Radtour rund um den Bodensee ist eine der beliebtesten Radstrecken Europas, und schnell weiß man, warum: Sanft gleitet man durch eine wunderbare Landschaft, genießt die Gastfreundschaft dreier Länder und freut sich auf jede Menge Abwechslung. Allein auf der deutschen Seite reihen sich von Konstanz aus bekannte Städte und herausragende Sehenswürdigkeiten auf, darunter die Blumeninsel Mainau, das UNESCO-Welterbe Klosterinsel Reichenau, Burg Meersburg und Lindau. Weiter geht es nach Bregenz, Rorschach und Stein am Rhein mit seiner reizenden Altstadt – und schließlich wieder nach Konstanz.

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Bodensee-Radweg

Von der Tauber bis zur Donau

Genießer und Familien sind an diesem Radfernweg entlang des gemächlichen Flusses genau auf der richtigen Spur. Die Tour beginnt mit der berühmten mittelalterlichen Stadt Rothenburg ob der Tauber. Im Anschluss geht es entlang der Altmühl durch die saftigen Wiesen des Fränkischen Seenlandes. Fränkische Hausmannkost am Wegesrand und Badespaß am Altmühltalsee oder das UNESCO-Welterbe Limes kommen dabei nicht zu kurz. Im weiteren Verlauf gräbt sich der Fluss in die Kalksteine der Juraalb. Neben den schroffen Felsformationen kann die barocke Bischofsstadt Eichstätt bewundert werden. Historische Burgen wie die Burg Prunn ragen am Wegesrand empor. Der Radfernweg endet am imposanten Kloster Weltenburg am Donaudurchbruch bei Kehlheim. Eine Weitereise auf dem Donauradweg ist möglich.

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Altmühltal-Radweg

Rhein-Radweg – entspannt am majestätischen Rhein

Die Bedeutung des Rheins wird in seinem Verlauf ständig von großen Bauwerken wie Burgen, Festungen, Denkmälern, Kirchen und historischen Städten bezeugt. Viele stehen auf der UNESCO-Welterbe-Liste. Der Rhein ist auch eine wirtschaftliche Transportader Europas; Dutzende Häfen wickeln den regen Schiffsverkehr ab. Naturwunder wie das malerische Mittelrheintal mit der berühmten Loreley verwöhnen das Auge, regionale kulinarische Spezialitäten den Gaumen. Weinliebhaber freuen sich auf Wein von den Weinbergen links und rechts des Rheins, zudem warten zahlreiche kulturelle Angebote auf Kunstbeflissene.

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Rhein-Radweg

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