Deutschland feiert in diesem Jahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland.

Ein Erlass des römischen Kaisers Konstantin aus dem Jahr 321 n. Chr. an die jüdische Gemeinde in Köln ist der früheste dokumentierte Hinweis auf jüdisches Leben in Deutschland und überhaupt nördlich der Alpen.

Trotz der langen und wechselhaften Geschichte und trotz der unsäglichen Menschheitsverbrechen der Nationalsozialisten in der Shoa haben sich entgegen aller Erwartungen nach dem 2. Weltkrieg wieder Juden in Deutschland niedergelassen und heute leben wieder über 200 000 Juden in über 100 Gemeinden im Land.

Bundespräsident Steinmeier sagte in seiner Festrede, „dass die jüdischen Mitbürger entscheidend zum Aufbruch Deutschlands in die Moderne beigetragen haben und in der Kunst, Philosophie, Wissenschaft, Medizin und Wirtschaft unsere Geschichte mitgeschrieben und unsere Kultur haben leuchten lassen. Jüdinnen und Juden in Deutschland sind ein Teil von uns“.

Das Festjahr soll über jüdische Kultur, Tradition und Bräuche aufklären und ein deutliches Zeichen gegen Antisemitismus setzen.

Wir feiern „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ mit vielen Veranstaltungen, Konzerten, Ausstellungen, Podcasts, Video-Projekten, Theateraufführungen, sowohl analog als auch digital. Geplant ist auch ein Tanz und Performance Festival „Israel is Real“, ein „Jüdischer Kultursommer“ und koschere Food Events.