Städte & Kultur

Lebendiges Mittelalter und gemeinsame Zukunft: Görlitz

Görlitz: Rathaus ©DZT (Francesco Carovillano)

Görlitz – die östlichste und für viele die schönste Stadt Deutschlands. Kein Wunder bei über 3.500 Baudenkmälern aus 500 Jahren, die sich stolz, größtenteils liebevoll restauriert, dem staunenden Besucher präsentieren.

Eine zweigeteilte Stadt ist Görlitz zwar – der östliche Teil liegt schon in Polen und heißt Zgorzelec –, aber von einer Teilung ist hier nichts zu spüren, so entspannt und herzlich ist der Umgang miteinander. Den Charme von Görlitz, im Krieg von Zerstörungen fast völlig verschont geblieben, macht aber noch mehr aus: Zum Beispiel das mittelalterliche Flair oder die würdevollen Straßen und Plätze aus der Gründerzeit. Ein Einkaufserlebnis besonderer Art bietet das Kaufhaus am Demianiplatz: Ein Juwel reinen Jugendstils, das Zeiten und Wandel fast unverändert überstanden hat.

Wieder Kind sein können Sie im Görlitzer Spielzeugmuseum: Über 4.000 Spielzeuge aus dem Erzgebirge entführen in die Welt des Spielens von 1850 bis heute. Und auch als Filmkulisse ist Görlitz erste Wahl. Schon zu DDR-Zeiten wurden hier Historien- und Märchenfilme gedreht; nach der Wende wurde Görlitz schon mal zum Paris des 19. Jahrhunderts, und für „Inglourious Basterds“ machten Brad Pitt und Kollegen die Stadt unsicher. Vielleicht waren sie aber auch wegen der rustikalen deutschen Küche hier, die Görlitz zu bieten hat. „Zur schwarzen Kunst“, ein uraltes Gasthaus mit Kamin, urigem Kellergewölbe und Biergarten, ist eine dieser Adressen, wo jeder Besucher genau so gut isst wie Görlitz schön ist.

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