Königliche Gärten Herrenhausen

Königliche Gärten Herrenhausen – Gartenkunst der Kurfürstin von Hannover

Die Königlichen Gärten Herrenhausen gehören zu den schönsten Parkanlagen Europas. Kurfürstin Sophie von Hannover, geistige Urheberin dieser grandiosen Anlage, ließ den ländlichen Sommersitz Herrenhausen nach dem Vorbild der imposanten Barockanlagen der Oranier gestalten.

Im niedersächsischen Hannover liegt eine der schönsten Parkanlagen Europas: die Königlichen Gärten Herrenhausen, geprägt durch die Kurfürstin Sophie von Hannover. Herzstück ist der „Große Garten“, ein riesiger Festsaal im Freien, der 1666 begonnen und in seiner heutigen Form von 1696 bis 1714 unter Kurfürstin Sophie von Hannover gestaltet wurde. Gezähmte Natur mit Buchsornamenten im Parterre und 30.000 Sommerblumen. Gekrönt von einer Heerschar von Skulpturen aus schneeweißem Sandstein: Herkules bewacht keulenschwingend die Mittelachse und Venus schaut samt Putto nach dem Rechten. Der Barockgarten triumphiert mit Raritäten und Superlativen: die Große Fontäne (82 Meter) ist die höchste in einem Garten Europas, die Große Kaskade eines der ältesten erhaltenen Bauwerke (um 1670). Das erste deutsche Gartentheater mit seinen vergoldeten Figuren ist heute ebenso spektakuläre Kulisse wie zu Zeiten der Kurfürstin. Im „Berggarten“ locken Prärie und Moor, Häuser mit Orchideen, Regenwald, Kakteen, ein tropischer Wintergarten und seltene alte Bäume wie eine Gurkenmagnolie von 1794. Ein weiteres Highlight der Königlichen Gärten ist unter anderem die historische Grotte im Nordwesten des Gartens, die 1676 erbaut wurde. Nach ihrer Restaurierung zur Weltausstellung EXPO 2000 erlebte die Grotte eine zweite Geburt. Von 2001 bis 2003 ist sie nach den Plänen der Künstlerin Niki de Saint-Phalle neu ausgestaltet worden. Auch die Orangerie aus dem Jahr 1720 und das Wilhelm- Busch-Museum mit seiner Sammlung von 2.000 Zeichnungen sind einen Besuch wert. Weitere Ausflüge in die Region lohnen sich, unter anderem zur Universität im Welfenschloss – heute das prestigeträchtige Hauptgebäude der Universität Hannover–, in den Erlebnis-Zoo Hannover und zur St. Michael Kirche in Hildesheim, die seit 1985 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

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