Auswirkungen des Nahost-Konflikts auf das Deutschland-Incoming

Hier finden Sie regelmäßige DZT-Marktupdates zum Iran-Krieg

Stand vom 8.7.2026 (ersetzt die Fassungen vom 11.6.2026, 1.6.2026, 13.5.2026, 8.5.2026, 4.5.2026, 22.4.2026 und 21.4.2026)

Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) reagiert mit umfangreichen Maßnahmen auf die Eskalation des militärischen Konfliktes im Nahen Osten und mögliche Folgen für den deutschen Incoming-Tourismus. Eine eigens eingerichtete Krisen-Taskforce koordiniert die kontinuierliche Auswertung von Daten zur aktuellen Entwicklung. Das Monitoring ist die Grundlage für einen intensiven Austausch mit Stakeholdern, Partnern in der deutschen sowie der internationalen Reiseindustrie, Akteuren im politischen Raum und länderübergreifenden Tourismusorganisationen.

[Aktualisierung vom 8.7.2026]: Mit Unterzeichnung des Memorandum of Understanding zwischen USA und Iran am 15. Juni 2026 öffnen sich teilweise Transit-Routen durch die Straße von Hormus und es besteht Aussicht auf einen Peace Deal. Der Rohölpreis ist deutlich gesunken. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent fiel am 8.7.2026 auf ca. 77,72 US-Dollar, die US-Sorte WTI auf ca. 73,67 Dollar.

[Aktualisierung vom 8.7.2026]: Die European Authority for Aviation Safety, EASA, rät Fluggesellschaften, weiterhin den Luftraum über Iran, Irak und Libanon zu meiden und in der gesamten Region vorsichtig zu bleiben, da Verstöße trotz des Rahmenabkommens zwischen den USA und Iran weiterhin möglich sind. Längere Flugzeiten durch solche Umleitungen werden nach wie vor die Kosten für Langstreckenflüge beeinflussen.

[Aktualisierung vom 8.7.2026]: Qatar Airways nimmt 26 Strecken wieder auf, darunter auch mehrere europäische Ziele; Düsseldorf wird ausdrücklich genannt. Emirates reagiert zusätzlich mit umfassender Reiseversicherung inklusive konfliktbezogener Leistungen und Umbuchungsoptionen. Emirates bedient weltweit bereits wieder rund 90 % seines Streckennetzes und bietet 88 % seiner regulären Kapazität an. Ab 10. Juli wird auch in Deutschland das Flugangebot nahezu vollständig wieder aufgenommen. Damit normalisiert sich das Flugangebot schrittweise und die Erreichbarkeit Deutschlands verbessert sich weiter.

[Aktualisierung vom 8.7.2026]: In einer DZT-exklusiven Befragung in 15 Ländern signalisieren 55% der Auslandsreisenden weltweit, dass diese aufgrund des Middle East Konflikts kürzerfristiger zur Abreise buchen werden.

[Aktualisierung vom 8.7.2026]: Oxford Economics erhöht den Forecast für die Über-nachtungen ausländischer Gäste in Deutschland 2026 von +2,6% auf +2,9% (jeweils 2026:2025). Für die Übernachtungen europäischer Gäste in Deutschland liegt das erwartete Wachstum für 2026 bei+ 2,6%, für die Übernachtungen von Gästen aus Übersee in Deutschland bei +3,8%.

Nach Erhebungen des Statistischen Bundesamts liegen die Übernachtungen ausländischer Gäste in Deutschland im April 2026 bei 6,6 Millionen und damit um 0,6% über dem April 2025. Für den kumulierten Zeitraum Januar – April 2026 zu Januar – April 2025 liegen die Übernachtungen ausländischer Gäste bei 21,3 Millionen und damit ebenso 0,6% über dem Vorjahresvergleichszeitraum.

Das DZT Travel Industry Expert Panel – eine BtoB Befragung von regelmäßig über 200 Key Accounts und CEOs internationaler Unternehmen der Reiseindustrie mit Deutschland-geschäft – zeigt nach Ausbruch des Middle East Konflikts einen Rückgang in der Bewer-tung der gegenwärtigen geschäftlichen Situation, die Einschätzung der zukünftigen Ge-schäftsentwicklung (+46) liegt in der Welle Q2/2026 jedoch auf dem Niveau des Vorjah-reswertes Q2/2025.

WTTC prognostiziert im Rahmen des Economic Impact Research ein Wachstum des Tourismus-Sektors 2026 weltweit um 3,2 %. Für Europa wird erwartet, dass das europäische BIP-Wachstum 2026 aufgrund anhaltender inflationsbedingter Belastungen und wirtschaftlicher Unsicherheiten nur 1 % erreichen wird, während das BIP der Reise- und Tourismusbranche voraussichtlich um 3,6 % wachsen wird. Die Ausgaben internationaler Besucher in ganz Europa sollen dem Report zufolge um 7,1 % steigen. Es wird erwartet, dass Reisen und Tourismus bis 2026 weltweit 376 Millionen Arbeitsplätze und damit einen von neun Arbeitsplätzen weltweit begründen.

UN Tourism korrigiert mit Veröffentlichung 2.6.2026 die Einschätzung der Entwicklung der weltweiten internationalen Ankünfte 2026 aufgrund des Middle East Konflikts von bislang 3%-4% auf 2%-3%. Für 2026 entspräche dies einem Volumen internationaler Ankünfte von ca 1,56 bis 1,58 Mrd.

Für das erste Quartal 2026 berichtet UN Tourism eine Steigerung der internationalen An-künfte weltweit um 2%, trotz des Middle East Konflikts und steigender Unsicherheiten.

Markteinschätzung

Kurzfristige Auswirkungen auf die Reiseströme infolge der militärischen Eskalation

Global laufen nach Analysen von Tourism Economics 14 Prozent des internationalen Transitverkehrs über die Hubs am Golf, ca. 28 Millionen Reisen aus dem Nahen Osten sind betroffen, 60 Prozent davon Reisen nach Europa.

In Deutschland entfielen 2025 von allen Flugankünften 4,2 Prozent auf die Drehkreuze in den Golfstaaten – davon 55,1 % direkt aus den VAE und 44,9 Prozent als Transitpassagiere.

Bezogen auf die einzelnen Quellmärkte reisten 2025 73,2 Prozent der Gäste aus den Golfstaaten über Dubai / Abu Dhabi / Doha nach Deutschland, 31,4 Prozent der Gäste aus Singapur, 16 Prozent der indischen, 6,9 Prozent der chinesischen und 4,6 Prozent der japanischen Touristen.

[Aktualisierung vom 11.6.2026]: Nach einem Einbruch der Zahl der Flugankünfte in Deutschland über die Golf-Hubs um 39% im März 2026 zu März 2025 zeigt sich eine schrittweise Verbesserung auf -29% (April 2026 : April 2025) sowie -16% (Mai 2026 : Mai 2025)

Als direkt vom Nahostkonflikt betroffene Märkte generierten 2025 Israel 0,6 Millionen Übernachtungen in Deutschland – ein Marktanteil von 0,8 Prozent und die Golfstaaten 1,2 Millionen Übernachtungen (1,5 Prozent Marktanteil). Aufgrund der überdurchschnittlich hohen Reiseausgaben von Reisenden aus den GCC wirken sich diese Rückgänge jedoch überproportional auf die wirtschaftliche Wertschöpfung aus.

Wirtschaftliche Auswirkungen

[Aktualisierung vom 11.6.2026]: Am 5.6.2026 erklärt der EU Kommissar für Verkehr und Tourismus, Apostolos Tzitzikostas, keine Anzeichen für eine Kerosinknappheit in Europa in den kommenden Monaten zu sehen. Hohe Preise brächten die Fluggesellschaften jedoch dazu, unrentable Strecken zu streichen.

Die Europäische Kommission verabschiedete Leitlinien für den EU-Verkehrs- und Tourismussektor angesichts der anhaltenden Unterbrechungen der Kraftstoffversorgung und der Schließung bestimmter Luft- und Schifffahrtsrouten im Zusammenhang mit der Nahost-Krise. Die Leitlinien konzentrieren sich auf die Luftfahrt und befassen sich insbesondere mit den Auswirkungen eines möglichen Mangels an Flugbenzin, sollte der Konflikt andauern.

[Aktualisierung vom 8.7.2026]: Der EU-Kommissar für Nachhaltigen Verkehr und Tourismus, Apostolos Tzitzikostas, erklärte am 24.6.2026, der Anfang März ausgebrochene Iran-Krieg habe erhebliche Auswirkungen auf die weltweite Reisetätigkeit gehabt und habe erneut gezeigt, wie wichtig Resilienz sei.

An erster Stelle unter den Importregionen, die auf den Nahen Osten angewiesen sind, steht OECD-Europa. Der Nahe Osten hat typischerweise bis zu 375 Tsd. b/d oder 75 % der Netto-Importe von Flugbenzin Europas geliefert. Im April 2026 ersetzen vor allem Nordamerika und Afrika (Nigeria) Teile des Imports von Kerosin aus Middle East.

Obwohl die Rohölpreise nach der Schließung der Straße von Hormus nach Angaben von Tourism Economics im März 2026 um 64 Prozent gestiegen sind, erwarten die Analysten „nur“ eine Erhöhung der Base Air Fares um fünf bis zehn Prozent.

Eine Preissteigerung der durchschnittlichen base fares ohne Steuern und Zuschläge für Flüge nach Deutschland kann nach Auswertung von Daten der Firma Amadeus/Forward Keys für die wichtigsten Overseas Incoming Märkte wie USA, China, Japan für Mai 2026 im Vergleich zum Mai des Vorjahres nicht nachgewiesen werden. Für Flüge aus Indien nach Deutschland ist jedoch im Mai 2026 zu Mai 2025 eine Preissteigerung messbar (+11%).

Klar über Vorjahresniveau die durchschnittlichen base fares ohne Steuern und Zuschläge im Mai 2026 für Flüge nach Deutschland aus UAE (+28%), Saudi Arabien (+2%), Kuwait (+8%), Oman (+5%) und Bahrain (+2%). Für Israel dagegen liegen die durchschnittichen base fares im Mai 2026 um 10% unter Mai 2025.

Zugleich sind auch die Preise für Benzin so stark gestiegen, dass die Branche mit einem Einfluss auf die Reisekosten für Pkw-Reisen in Europa rechnen muss. Mit einem Anteil von 44 Prozent im Modalsplit ist der PKW das Hauptanreisemittel für europäische Reisende nach Deutschland.

Die Deutsche Bahn verspricht Preisstabilität bei den Preisen für ICE Tickets für ein Jahr.

Fluggesellschaften inklusive Lufthansa streichen Kapazität. Laut Guardian wurden weltweit rund 2 Mio. Airline-Sitze aus den Mai-Flugplänen gestrichen. Hintergrund sind stark gestiegene Kerosinpreise und eine erhöhte Planungsunsicherheit. Cirium-Daten zufolge sollen im Mai rund 13.000 Flüge weniger stattfinden; global entspricht das zwar weniger als 2 % der Kapazität, kann aber auf einzelnen Strecken und Drehkreuzen deutlich spürbar sein.

Derzeit noch gar nicht abschätzbar ist, wie sich die Logistikkosten im Schiffsverkehr, unter anderem für Treibstoffe, Versicherungen und Risikooptimierung der Verkehrswege mittel- und langfristig auf den Warenhandel auswirken.

Eine drohende globale Wirtschaftskrise aufgrund unterbrochener Logistikketten kann über sinkende Kaufkraft in betroffenen Quellmärkten auch Touristenströme schwächen. Dafür gibt es bisher jedoch keine belastbaren Indikatoren.

[Aktualisierung vom 8.7.2026]: Bis wann die Öffnung der Straße von Hormus zu einer Belebung der Weltwirtschaft führen wird, wird von Experten uneinheitlich eingeschätzt.

Verlagerungen in den Reiseströmen und Marktsegmenten

Resilienz des deutschen Incoming-Tourismus

Rund 77 Prozent der Ausländerübernachtungen in Deutschland werden durch innereuropäische Reisende generiert. Zusätzlich ist zu erwarten, dass intraeuropäische Reisen durch den aktuellen Konflikt 2026 zunehmen werden. So stellt die European Travel Commission in einer Erhebung nach Ausbruch des Irankriegs eine Steigerung der innereuropäischen Reiseabsichten um acht Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum fest.

Das bestätigt eine erste Studie von Appinio im Auftrag der DZT nach Beginn des Iran-Krieges, laut der die Reiseabsichten aus den großen Quellmärkten Niederlande und Belgien nach Deutschland steigen.

Nach Auswertungen von IATA fliegen Europäer um 8 % weniger zu Zielen außerhalb der Region als im Vorjahreszeitraum, während die Buchungen für Reisen innerhalb Europas um 2 % gestiegen sind. Amadeus-Daten zeigen weiterhin ein hohes Wachstum für regionale Flugsuchen innerhalb Europas (+29%).

Als Ergebnis einer Befragung von Reiseveranstaltern und DMCs Anfang Mai 2026 berichtet ETOA, dass ein Drittel hohe Auswirkungen mit erheblichem operativen Anpassungsbedarf durch die Nahost Krise verzeichnet.

Aus Israel führen die Beschränkungen des Flugverkehrs zu stark rückläufigen Übernachtungszahlen in Deutschland. Die DZT erwartet nach der Analyse von Konnektivität und Flugdaten und einer Annahme einer Konfliktdauer von 4 Monaten ein Minus von ca. 18% für 2026 im Vorjahresvergleich. [Aktualisierung vom 11.6.2026]: Für die Monate März 2026 und April 2026 beträgt das Minus bei den Flugankünften aus Israel in Deutschland -70% (März 2026 : März 2025) sowie -55% (April 2026 : April 2025).

Stabile Nachfrage bei Online-Portalen

Nach Analysen von Trip Advisor hat sich die Nachfrage nach Deutschlandreisen kurz nach Beginn des Konfliktes wieder erholt. Dazu trägt im Vergleich zur Krisenregion eine hohe Wahrnehmung Westeuropas unter Sicherheitsaspekten bei. Aus den USA und der EU sind keine signifikanten Rückgänge zu verzeichnen, lediglich im asiatisch-pazifischen Raum ist das Nachfrageverhalten volatiler.

Expedia verzeichnet für den Zeitraum nach Kriegsbeginn (28.2.2026 – 3.5.2026) einen Rückgang der Suchvolumina nach Deutschland, dieser fällt mit -2,6% besser aus als für Europa (-4,2%). Gestiegen ist in diesem Zeitraum die Anzahl der Reisenden (+3,3%) sowie der Bruttoumsatz (+9,1%). Die Hälfte des Bruttoumsatzes entfällt dabei auf internationale Gäste.

Conclusio

Die militärischen Konflikte im Nahen Osten wirken sich direkt und indirekt auf den deutschen Incoming-Tourismus aus.

Chancen für das Reiseland Deutschland im internationalen Wettbewerb gründen sich auf das positive Image als sicheres Qualitätsreiseziel und den aktuellen Trend zu intraeuropäischen Reisen.

Chancen für das Reiseland Deutschland im internationalen Wettbewerb gründen sich auf das positive Image als sicheres Qualitätsreiseziel und den aktuellen Trend zu intraeuropäischen Reisen.

Innerhalb der europäischen Wettbewerber kann Deutschland mit einem sehr günstigen Preisniveau punkten. Die Hotelpreise in Deutschland lagen laut MKG Consulting in den ersten fünf Monaten 2026 mit durchschnittlich 103,80 euro 2,3% unter Vorjahresniveau und deutlich unter den Preisen der Wettbewerber Frankreich, Italien, Schweiz, Spanien und Österreich

Insgesamt gibt es realistische Chancen, dass Rückgänge aus Nahost strukturell durch Gäste aus Europa und Überseemärkten wie USA, China, Japan oder Indien abgefedert werden können. Bereits in vergangen Krisen zeigte sich die hohe Resilienz des Incoming Tourismus durch die breite Marktaufstellung.

Unter der übergreifenden Voraussetzung, dass es keine weitere Eskalation der Konflikte gibt und keine weltweite wirtschaftliche Krise Raum greift, könnte sich der deutsche Incoming-Tourismus ein weiteres Mal als krisenresilient erweisen.

Die DZT ging bis zum Beginn des Iran-Konflikts von einem Wachstum des weltweiten Incoming nach Deutschland von +3,2 % für 2026 aus, unter der Annahme einer stabilen geopolitischen Lage ohne starke Ölpreis- und Inflationsanstiege.

Die Prognose von Tourism Economics vom 29.06.2026 geht von folgendem Szenario für das Deutschland Incoming aus:

Übersee

  • Hohe wirtschaftliche Relevanz trotz eines geringen Volumenanteils von 1,5 Prozent am Deutschland-Incoming: Gäste aus den GCC generieren rund 3,0 Mrd. € Umsatz und geben im Schnitt etwa doppelt so viel aus wie der globale Durchschnitt.
  • Hohe strukturelle Abhängigkeit: 73,2 % der Flugankünfte aus den VAE nach Deutschland erfolgen über diese Drehkreuze
  • Nach einem Einbruch der Zahl der Flugankünfte in Deutschland über die Golf-Hubs um 39% im März 2026 zu März 2025 zeigt sich eine schrittweise Verbesserung bis auf -16% (Mai 2026 : Mai 2025)
  • Deutliche Marktkorrektur: DZT-Prognose 2026 von +5 % auf -14 % angepasst (aktuell Übernachtungen Januar-April 2026 zu Januar-April 2025: -19%)
  • Reisende legen verstärkt Wert auf Flexibilität und Preis-Leistungs-Verhältnisse, was sich in kürzeren Buchungszeiträumen, erstattungsfähigen Tarifen und alternativen Routen widerspiegelt.
  • Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach neuen Reiseformaten wie längeren Aufenthalten und kombinierten Leisure- und Remote-Work-Konzepten.
  • Deutliche Marktkorrektur: DZT-Prognose 2026 von +5 % auf -14 % angepasst (aktuell Übernachtungen Januar-April 2026 zu Januar-April 2025: -19%)
  • Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen verfolgt die DZT in den GCC-Märkten eine flexible, risikoarme und gleichzeitig wirkungsorientierte Marktbear-beitung. Ziel ist es, die Nachfrage zu stabilisieren, die Markenpräsenz Deutsch-lands kontinuierlich aufrechtzuerhalten und Marketingbudgets effizient einzuset-zen. Im Fokus stehen kurzfristig optimierbare digitale Maßnahmen sowie die Sicherung der Marktpräsenz durch kontinuierliche B2B-Aktivitäten, PR und eine en-ge Kommunikation mit den Marktpartnern.

  • Israel verzeichnet massive Einschränkungen im Flugverkehr die zu einem Rückgang von -75 Prozent bei den Passagierankünften und um -79 Prozent bei der Sitzplatzkapazität führen.
  • Vor dem Hintergrund der stark eingeschränkten Marktsituation betreibt die DZT ein enges Monitoring der weiteren Entwicklung sowie einen kontinuierlichen Austausch mit lokalen Key Accounts, um Marktveränderungen frühzeitig zu erkennen und eine schnelle Reaktivierung bei Stabilisierung der Rahmenbedingungen zu ermöglichen.

  • Die asiatischen Märkte entwickeln sich differenziert, insgesamt bleibt die Nachfrage stabil, ist jedoch volatiler als in Europa oder Nordamerika und reagiert sensibler auf externe Einflüsse.
  • China und Indien verzeichnen einen dynamischen Jahresbeginn mit steigender Nachfrage nach Deutschland; für beide Märkte wird auch für 2026 eine weiterhin positive Wachstumsentwicklung erwartet.
  • Die Anträge für Schengen VISA aus China stiegen im ersten Quartal 2026 zum ersten Quartal 2025 um 20%.
  • Unterschiedliche Abhängigkeiten von den Middle-East-Hubs: China (6,9 Prozent) und Japan (4,6 Prozent) sind nur in geringem Maße betroffen und profitieren von stabilen sowie breit diversifizierten Flugverbindungen über Direktflüge und alternative europäische Drehkreuze. Indien weist mit einem Anteil von rund 16 Prozent eine deutlich höhere Abhängigkeit auf, kann die Auswirkungen jedoch zumindest teilweise durch alternative Direktverbindungen abfedern.
  • Alternative Verbindungen aus Indien nach Deutschland ausgehend von den Airports Indira Gandhi International , Chhatrapati Shivaji International Mumbai, Kempegowda International Karnataka
  • Indirekt wirken sich die Einschränkungen dennoch auf alle Märkte aus: längere Flugrouten, geringere Kapazitäten und steigende Preise bremsen die Buchungsdynamik und verstärken die Nachfrage nach Direktverbindungen.
  • Der Fokus der DZT-Marktbearbeitung liegt auf einem engen Monitoring der Marktentwicklung sowie der Sicherstellung einer kontinuierlichen Präsenz. Gleichzeitig wird der Austausch mit relevanten Key Accounts intensiviert, um Marktveränderungen frühzeitig zu erkennen und flexibel darauf zu reagieren.

  • Eine Studie des Marktforscher MMGY vom Februar 2026 für international Reisende aus USA zeigt: die Absicht für internationale Reisen ist auf einem Mehrjahreshoch, wobei 36 % der aktiven US-Freizeitreisenden beabsichtigen, in den nächsten sechs Monaten ins Ausland zu reisen – der stärkste Wert seit vor 2020.
  • Die nordamerikanischen Märkte zeigen sich weiterhin robust. Konnektivität und Nachfrage bleiben stabil, was auch durch die positive Entwicklung der Flugverbindungen zwischen Europa und Nordamerika gestützt wird.
  • Operative Rückmeldungen zeigen keine Nachfrageeinbrüche und signifikanten Stornierungen. Buchungen und bestehende Reisen bleiben stabil. Kunden nehmen sich jedoch mehr Zeit für Buchungsentscheidungen.
  • Kanada verzeichnet einen starken Jahresbeginn (+4,8 Prozent Übernachtungen) und unverändert stabile Konnektivität.
  • Stabilitätsfaktor Zielgruppenstruktur: Deutschland-Reisende aus dem gehobenen Segment (Upscale Market) reagieren weniger sensibel auf wirtschaftliche Unsicherheiten und zeigen eine vergleichsweise stabile Reisebereitschaft.
  • Auf Grund der stabilen Nachfrage liegt der Fokus der DZT auf der weiteren Ausschöpfung des Potenzials in Nordamerika, insbesondere durch eine gezielte Ansprache des Upscale-Segments. Gleichzeitig wird die enge Zusammenarbeit mit Key Accounts fortgeführt, um bestehende Buchungen zu sichern, Conversion zu unterstützen und zusätzliche Nachfrageimpulse zu generieren.

Europa

  • Im Mai 2026 steigen die Flugpreise von UK und Spanien ausgehend nach Deutschland: die durchschnittlichen base fares ohne Steuern und Zuschläge für Flüge nach Deutschland steigen nach Auswertung von Daten der Firma Amadeus/Forward um 3,5% für UK und um 8,1% für Spanien gegenüber Mai 2025
  • Ableitung für die DZT-Marktbearbeitung: Gezielte Kommunikation des sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnisses von Deutschlandreisen im Vergleich zu Wettbewerbsdestinationen sowie verstärkter Fokus auf die Bewerbung von Bahnreisen als attraktive Alternative.

  • Die Niederlande und Belgien bleiben zentrale Quellmärkte für eine Stabilisierung des Deutschland‑Incoming in der Krise: Eine DZT‑Studie vom März zeigt gestiegene Reiseabsichten nach Deutschland in den Niederlanden von 32 % (Sep 2025) auf 37 % (März 2026) sowie in Belgien von 17 % auf 23 %. Dies manifestiert sich bereits in den Übernachtungszahlen für das erste Tertial 2026 (Niederlande: +3,4% ytd, Belgien +2,8%).
  • Steigende Transport- und Energiekosten bleiben belastend: höhere Flugpreise durch Kerosinkosten sowie zunehmender Kostendruck im Pkw-Verkehr (Anteil 44 %). Aber: Deutschland profitiert durch starke Bahnanbindungen an zentrale Nahmärkte
  • Als Reaktion setzt die DZT in den Nahmärkten ab Ende April auf eine verstärkte Kommunikation über eine reichweitenstarke Expedia‑Kampagne „Next Stop Travel Destination Germany“. In Österreich und der Schweiz wird zusätzlich die Vermarktung von Busreisen gezielt intensiviert.


Quellen: DZT Marktbeobachtung, ETC, EUROCONTROL, Expedia Insights, Amadeus/ ForwardKeys by Forward Data S.L.U. (all rights reserved), IPK World Travel Monitor, MKG Consulting, MMGY TravelSAT, Oxford Economics Limited, 2026, Statistisches Bundesamt, Tourism Economics (BL Forecast 2026 vs. 2025; USA, CN, IN, CA, JP, BR, IL), Tripadvisor Insights, UN Tourism, Financial Times, Associated Press, MMGY's 2026 Portrait of American Travelers™ "Spring Edition", IAE Oil Market Report European Jet Fuels, Deutsche Bahn, The Guardian, ETOA, European Commission, Reuters, DZT Travel Industry Expert Panel, Bundestag, Finanzen.net, DZT Exklusivstudie in 15 Ländern von Mitte Juni 2026.

Statements internationaler DZT Key-Accounts