Auswirkungen des Nahost-Konflikts auf das Deutschland-Incoming

Hier finden Sie regelmäßige DZT-Marktupdates zum Iran-Krieg

Stand 15.04.2026

Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) reagiert mit umfangreichen Maßnahmen auf die Eskalation des militärischen Konfliktes im Nahen Osten und mögliche Folgen für den deutschen Incoming-Tourismus. Eine eigens eingerichtete Krisen-Taskforce koordiniert die kontinuierliche Auswertung von Daten zur aktuellen Entwicklung. Das wöchentlich zusammengefasste Monitoring ist die Grundlage für einen intensiven Austausch mit Stakeholdern, Partnern in der deutschen sowie der internationalen Reiseindustrie, Akteuren im politischen Raum und länderübergreifenden Tourismusorganisationen.

Operativ hat die DZT direkt nach Kriegsausbruch bereits Marketingbudgets für die betroffenen Märkte eingefroren und geplante Marketingaktivitäten flexibel angepasst beziehungsweise verschoben. Strategisch fokussiert sich die DZT für die Dauer des Konfliktes auf die Bearbeitung der Märkte in Europa (77% Marktanteil an allen Übernachtungen im Incoming). In Übersee erfolgt ebenfalls eine differenzierte Marktbearbeitung aufbauen auf aktuellen Analysen und weiterer Entwicklung. Entsprechend werden für die Marktbearbeitung in Israel und den Golfstaaten vorgesehene Budgets neu verteilt sowie Kampagnen und Timings angepasst. Ein kontinuierlicher Kundendialog und Austausch mit den wichtigsten Key-Accounts der Reiseindustrie und Medienvertretern wird im Nahostraum fortgeführt.

Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstands der DZT erklärt dazu: „Heute ist bereits absehbar, dass die möglichen Folgen der militärischen Konflikte weit über die unmittelbaren Kriegsschauplätze und die Dauer der Auseinandersetzung hinaus reichen werden. Mit unserer strategischen Ausrichtung, der situativen Anpassung von Budgets, Prozessen und Strukturen, dem Knowledge Transfer und konkreten operativen Maßnahmen minimieren wir wirtschaftliche Risiken und unterstützen unsere überwiegend mittelständischen Partner der deutschen Tourismuswirtschaft auf den internationalen Märkten.“

Markteinschätzung

Kurzfristige Auswirkungen auf die Reiseströme infolge der militärischen Eskalation

Mit Ausbruch des Krieges waren die Flugverbindungen über die Golf-Hubs zunächst unterbrochen und erreichen bisher nicht wieder die ursprünglichen Frequenzen.

Global laufen nach Analysen von Tourism Economics 14 Prozent des internationalen Transitverkehrs über die Hubs am Golf, ca. 28 Millionen Reisen aus dem Nahen Osten sind betroffen, 60 Prozent davon Reisen nach Europa.

In Deutschland entfielen 2025 von allen Flugankünften 4,2 Prozent auf die Drehkreuze in den Golfstaaten – davon 55,1 % direkt aus den VAE und 44,9 Prozent als Transitpassagiere.

Bezogen auf die einzelnen Quellmärkte reisten 2025 73,2 Prozent der Gäste aus den Golfstaaten über Dubai / Abu Dhabi / Doha nach Deutschland, 31,4 Prozent der Gäste aus Singapur, 16 Prozent der indischen, 6,9 Prozent der chinesischen und 4,6 Prozent der japanischen Touristen.

Im März 2026 brach die Zahl der Flugankünfte in Deutschland über die Golf-Hubs um ⅓ gegenüber dem Vorjahr ein.

Als direkt vom Nahostkonflikt betroffene Märkte generierten 2025 Israel 0,6 Millionen Übernachtungen in Deutschland – ein Marktanteil von 0,8 Prozent und die Golfstaaten 1,2 Millionen Übernachtungen (1,5 Prozent Marktanteil). Aufgrund der überdurchschnittlich hohen Reiseausgaben von Reisenden aus den GCC wirken sich diese Rückgänge jedoch überproportional auf die wirtschaftliche Wertschöpfung aus.

Wirtschaftliche Auswirkungen

Der bereits seit Jahresbeginn verzeichnete weltweite Preisanstieg bei Economy-Flugpreisen von 24 % im Vorjahresvergleich hat durch die mit Kriegsbeginn schlagartig gestiegenen Öl- und Kerosinpreise weiter Auftrieb. Aufgrund der globalen Spotmarktpreise steigen entsprechend die Ticketpreise weltweit auch in den Ländern, die nicht unmittelbar vom Krieg betroffen sind.

Anfang dieser Woche hat die ACI (Airports Council International Europe) an die Kommission in Brüssel geschrieben und warnt vor Kerosinengpässen in Europa, wenn nicht innerhalb von drei Wochen die Blockade der Meerenge von Hormus aufgehoben wird.

Obwohl die Rohölpreise nach der Schließung der Straße von Hormus nach Angaben von Tourism Economics im März 2026 um 64 Prozent gestiegen ist, erwarten die Analysten „nur“ eine Erhöhung der Base Air Fares um fünf bis zehn Prozent.

Zugleich sind auch die Preise für Benzin so stark gestiegen, dass die Branche mit einem Einfluss auf die Reisekosten für Pkw-Reisen in Europa rechnen muss. Mit einem Anteil von 44 Prozent im Modalsplit ist der PKW das Hauptanreisemittel für europäische Reisende nach Deutschland.

Wie weit die Preise für Öl steigen und die Ticketpreise verteuern, hängt unter anderem davon ab, wie lange der militärische Konflikt dauert, wann die Straße von Hormus wieder vollumfänglich sicher befahrbar ist, wann die Infrastruktur der Gas- und Ölindustrie wieder instandgesetzt ist und welche Ergebnisse bei möglichen Friedensverhandlungen erzielt werden.

Derzeit noch gar nicht abschätzbar ist, wie sich die Logistikkosten im Schiffsverkehr, unter anderem für Treibstoffe, Versicherungen und Risikooptimierung der Verkehrswege mittel- und langfristig auf den Warenhandel auswirken.

Eine drohende globale Wirtschaftskrise aufgrund unterbrochener Logistikketten kann über sinkende Kaufkraft in betroffenen Quellmärkten auch Touristenströme schwächen. Dafür gibt es bisher jedoch keine belastbaren Indikatoren.

Verlagerungen in den Reiseströmen und Marktsegmenten

Die European Travel Commission hat die Vielfalt der miteinander verknüpften Auswirkungen insbesondere durch die Einschränkungen im Luftverkehr im „Iran Conflict Monitor – Impact on European Tourism“ in einer Kompilation zwischen dem 17. und 31. März deutlich analysiert und ein differenziertes Stimmungsbild festgestellt.

Demnach buchen viele Reisende früher als üblich, um sich aktuelle Preise zu sichern und weichen auf alternative, sichere und bezahlbare Ziele aus. Davon dürften in erster Linie Destinationen auf der Kurz- und Mittelstrecke profitieren.

Resilienz des deutschen Incoming-Tourismus

Rund 77 Prozent der Ausländerübernachtungen in Deutschland werden durch innereuropäische Reisende generiert. Zusätzlich ist zu erwarten, dass intraeuropäische Reisen durch den aktuellen Konflikt 2026 zunehmen werden. So stellt die European Travel Commission in einer Erhebung nach Ausbruch des Irankriegs eine Steigerung der innereuropäischen Reiseabsichten um fünf Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum fest.

Das bestätigt eine erste Studie von Appinio im Auftrag der DZT nach Beginn des Iran-Krieges, laut der die Reiseabsichten aus den großen Quellmärkten Niederlande und Belgien nach Deutschland steigen.

Nach Auswertung verschiedener Quellen hat Tourism Economics am 8. April verschiedene Forecast-Szenarien für den deutschen Incoming-Tourismus veröffentlicht.

Aus Europa prognostizieren die Analysten im mittleren Baseline Szenario - bei einer schnellen Beendigung des Krieges – bei den internationalen Übernachtungen in Deutschland ein Plus von 1,9 Prozent im Vorjahresvergleich. Im Downside-Szenario – bei einer Dauer des militärischen Konfliktes von sechs Monaten – würde das Plus im Incoming auf 0,3 Prozent abschmelzen.

Ein differenziertes Bild ergibt sich aktuell in den Überseemärkten. Für betroffene Transitmärkte aus Südostasien melden aktuell 70 Prozent der Reiseunternehmen Verschiebungen oder Stornierungen von Europareisen, während etwa 24 Prozent eine Umlenkung der Nachfrage zugunsten Europas erwarten. Die ETOA berichtet, dass rund 85 Prozent der US-amerikanischen Gruppenreisen für Deutschland bereits fix gebucht sind.

Aus den GCC erwartet die DZT für 2026 insgesamt geringere Flugkapazitäten, Preissteigerungen und Stornierungen. Andererseits gilt Deutschland als sichere, stabile und klimatisch attraktive Destination. Das vor Beginn des Krieges prognostizierte Plus von fünf Prozent wurde entsprechend von Einschätzungen der DZT aufgrund von Flugdaten und einer Annahme einer Konfliktdauer von 4 Monaten auf minus 14 Prozent angepasst.

Aus Israel führen die Beschränkungen des Flugverkehrs zu stark rückläufigen Übernachtungszahlen in Deutschland. Die DZT erwartet nach der Analyse von Konnektivität und Flugdaten und einer Annahme einer Konfliktdauer von 4 Monaten ein Minus von ca. 18% für 2026 im Vorjahresvergleich.

Für die Überseemärkte insgesamt prognostiziert Tourism Economics im Baseline-Szenario 2026 ein Plus von 4,5 Prozent für den deutschen Incoming-Tourismus. Im Downside-Szenario könnten Verluste von 9,3 Prozent entstehen.

Stabile Nachfrage bei Online-Portalen

Nach Analysen von Trip Advisor hat sich die Nachfrage nach Deutschlandreisen kurz nach Beginn des Konfliktes wieder erholt. Dazu trägt im Vergleich zur Krisenregion eine hohe Wahrnehmung Westeuropas unter Sicherheitsaspekten bei. Aus den USA und der EU sind keine signifikanten Rückgänge zu verzeichnen, lediglich im asiatisch-pazifischen Raum ist das Nachfrageverhalten volatiler.

Expedia verzeichnet seit Beginn der Krise zwar einen leichten Rückgang der Suchanfragen nach Deutschland um 1,5 Prozent im Vorjahresvergleich aber gleichzeitig eine deutliche Zunahme der Bruttobuchungen nach Deutschland um 8,2%.

Conclusio

Die militärischen Konflikte im Nahen Osten wirken sich direkt und indirekt auf den deutschen Incoming-Tourismus aus.

Chancen für das Reiseland Deutschland im internationalen Wettbewerb gründen sich auf das positive Image als sicheres Qualitätsreiseziel und den aktuellen Trend zu intraeuropäischen Reisen.

Innerhalb der europäischen Wettbewerber kann Deutschland mit einem sehr günstigen Preisniveau punkten. Die Hotelpreise in Deutschland lagen 2025 laut MKG Consulting im Januar/Februar 2026 mit durchschnittlich 98 Euro exakt auf Vorjahresniveau und deutlich unter den Preisen der Wettbewerber Frankreich, Italien, Schweiz, Spanien und Österreich.

Insgesamt gibt es realistische Chancen, dass Rückgänge aus Nahost strukturell durch Gäste aus Europa und Überseemärkten wie USA, China, Japan oder Indien abgefedert werden können. Bereits in vergangen Krisen zeigte sich die hohe Resilienz des Incoming Tourismus durch die breite Marktaufstellung.

Unter der übergreifenden Voraussetzung, dass es keine weitere Eskalation der Konflikte gibt und keine weltweite wirtschaftliche Krise Raum greift, könnte sich der deutsche Incoming-Tourismus ein weiteres Mal als krisenresilient erweisen.

Die DZT ging bis zum Beginn des Iran-Konflikts von einem Wachstum des weltweiten Incoming nach Deutschland von +3,2 % für 2026 aus, unter der Annahme einer stabilen geopolitischen Lage ohne starke Ölpreis- und Inflationsanstiege.

Die Prognose von Tourism Economics vom 08.04.2026 geht von folgendem Szenario für das Deutschlang Incoming aus:

Übersee

Arabische Golfstaaten

  • Märkte im Nahen Osten sind aktuell am stärksten vom Konflikt betroffen, insbesondere durch eingeschränkte Konnektivität über zentrale Hubs (Dubai, Doha, Abu Dhabi)
  • Hohe strukturelle Abhängigkeit: 73,2 % der Flugankünfte aus den VAE nach Deutschland erfolgen über diese Drehkreuze
  • Im März 2026 brach die Zahl der Flugankünfte in Deutschland über die Golf-Hubs um ⅓ gegenüber dem Vorjahr ein.
  • Anhaltende operative Einschränkungen wie Luftraumsperrungen, reduzierte Flugpläne und Streckenaussetzungen führen zu geringerer Kapazität, längeren Reisezeiten und steigenden Flugpreisen
  • Reisende legen verstärkt Wert auf Flexibilität und Preis-Leistungs-Verhältnisse, was sich in kürzeren Buchungszeiträumen, erstattungsfähigen Tarifen und alternativen Routen widerspiegelt.
  • Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach neuen Reiseformaten wie längeren Aufenthalten und kombinierten Leisure- und Remote-Work-Konzepten.
  • Deutliche Marktkorrektur: DZT-Prognose 2026 von +5 % auf -14 % angepasst
  • Hohe wirtschaftliche Relevanz trotz eines geringen Volumenanteils von 1,5 Prozent am Deutschland-Incoming: Gäste aus den GCC generieren rund 3,0 Mrd. € Umsatz und geben im Schnitt etwa doppelt so viel aus wie der globale Durchschnitt.
  • Die Nachfrage bleibt grundsätzlich intakt: Rund 90 Prozent der stornierten Reisen werden verschoben, sodass bei Stabilisierung der Rahmenbedingungen mit einer schrittweisen Erholung zu rechnen ist.
  • Vor diesem Hintergrund hat die DZT ihre Kampagnenaktivitäten im GCC vorübergehend ausgesetzt und den Fokus auf die zweite Jahreshälfte verschoben. Gleichzeitig bleibt der kontinuierliche Austausch mit lokalen Trade-Partnern und Key Accounts zentral, um Marktinformationen eng zu begleiten und die Reaktivierung der Nachfrage vorzubereiten. In der Kommunikation wird derzeit auf organische Social-Media-Inhalte gesetzt, die inspirieren und die Präsenz der Destination Deutschland aufrechterhalten, ohne aktiv verkaufsgetrieben zu sein.
  • Verschiebung ATM auf den 17.-20. August 2026: Die geplante Beteiligung wird entsprechend an den neuen Termin im Sommer angepasst. Eine konkrete Ausgestaltung erfolgt aktuell in enger Abstimmung mit der Messe sowie den deutschen Partnern.

Israel

  • Israel verzeichnet massive Einschränkungen im Flugverkehr die zu einem Rückgang von -75 Prozent bei den Passagierankünften und um -79 Prozent bei der Sitzplatzkapazität führen.
  • Resilienter Kunde: Eine latente Nachfrage bleibt bestehen, die bei stabileren Rahmenbedingungen kurzfristig reaktiviert werden kann. Deutschland wird weiterhin als sicheres Reiseziel wahrgenommen.
  • Vor dem Hintergrund der stark eingeschränkten Marktsituation betreibt die DZT ein enges Monitoring der weiteren Entwicklung sowie einen kontinuierlichen Austausch mit lokalen Key Accounts, um Marktveränderungen frühzeitig zu erkennen und eine schnelle Reaktivierung bei Stabilisierung der Rahmenbedingungen zu ermöglichen.

Asien (Indien, China, Japan)

  • Die asiatischen Märkte entwickeln sich differenziert, insgesamt bleibt die Nachfrage stabil, ist jedoch volatiler als in Europa oder Nordamerika und reagiert sensibler auf externe Einflüsse.
  • China und Indien verzeichnen einen dynamischen Jahresbeginn mit steigender Nachfrage nach Deutschland; für beide Märkte wird auch für 2026 eine weiterhin positive Wachstumsentwicklung erwartet.
  • Unterschiedliche Abhängigkeiten von den Middle-East-Hubs: China (6,9 Prozent) und Japan (4,6 Prozent) sind nur in geringem Maße betroffen und profitieren von stabilen sowie breit diversifizierten Flugverbindungen über Direktflüge und alternative europäische Drehkreuze. Indien weist mit einem Anteil von rund 16 Prozent eine deutlich höhere Abhängigkeit auf, kann die Auswirkungen jedoch zumindest teilweise durch alternative Direktverbindungen abfedern.
  • Indirekt wirken sich die Einschränkungen dennoch auf alle Märkte aus: längere Flugrouten, geringere Kapazitäten und steigende Preise bremsen die Buchungsdynamik und verstärken die Nachfrage nach Direktverbindungen.
  • Der Fokus der DZT-Marktbearbeitung liegt auf einem engen Monitoring der Marktentwicklung sowie der Sicherstellung einer kontinuierlichen Präsenz. Gleichzeitig wird der Austausch mit relevanten Key Accounts intensiviert, um Marktveränderungen frühzeitig zu erkennen und flexibel darauf zu reagieren.

Nordamerika

  • Die nordamerikanischen Märkte zeigen sich weiterhin robust. Konnektivität und Nachfrage bleiben stabil, was auch durch die positive Entwicklung der Flugverbindungen zwischen Europa und Nordamerika gestützt wird.
  • Operative Rückmeldungen zeigen keine Nachfrageeinbrüche und signifikanten Stornierungen. Buchungen und bestehende Reisen bleiben stabil. Kunden nehmen sich jedoch mehr Zeit für Buchungsentscheidungen.
  • Nach Angaben der ETOA von Ende März sind rund 85 Prozent der US‑amerikanischen Gruppenreisen nach Deutschland bereits fest gebucht.
  • Kanada verzeichnet einen starken Jahresbeginn (+6 Prozent Übernachtungen) und unverändert stabile Konnektivität.
  • Stabilitätsfaktor Zielgruppenstruktur: Deutschland-Reisende aus dem gehobenen Segment (Upscale Market) reagieren weniger sensibel auf wirtschaftliche Unsicherheiten und zeigen eine vergleichsweise stabile Reisebereitschaft.
  • Auf Grund der stabilen Nachfrage liegt der Fokus der DZT auf der weiteren Ausschöpfung des Potenzials in Nordamerika, insbesondere durch eine gezielte Ansprache des Upscale-Segments. Gleichzeitig wird die enge Zusammenarbeit mit Key Accounts fortgeführt, um bestehende Buchungen zu sichern, Conversion zu unterstützen und zusätzliche Nachfrageimpulse zu generieren.

Europa

Flugmärkte (Spanien, UK, Italien)

  • Märkte mit hohem Fluganteil (z. B. Spanien 83%, UK 77%, Italien 53%) sind in Krisenzeiten deutlich preissensibler, da steigende Kerosin‑ und Flugpreise die Nachfrage stärker beeinflussen.
  • Erste Auswirkungen der Energiekrise in Europa: Mehrere Flughäfen in Norditalien (u. a. Mailand-Linate, Bologna, Venedig und Treviso) müssen Kerosin rationieren; für Kurzstreckenflüge gelten teils strikte Betankungsobergrenzen, was Flugplanung erschwert und potenziell zu Einschränkungen im Flugverkehr sowie steigenden Preisen führen kann
  • Kurzstreckenreisen entwickeln sich zum zentralen Wachstumstreiber im europäischen Tourismus.
  • Hier kann sich Deutschland wettbewerbsfähig positionieren, insbesondere mit Blick auf das Preisniveau.
  • Abzuwarten bleibt, ob sich noch unentschiedene Reisende stärker für einen Urlaub im eigenen Land entscheiden
  • Ableitung für die DZT-Marktbearbeitung: Gezielte Kommunikation des sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnisses von Deutschlandreisen im Vergleich zu Wettbewerbsdestinationen sowie verstärkter Fokus auf die Bewerbung von Bahnreisen als attraktive Alternative.

Nah- und Nachbarmärkte

  • Stabile bis wachsende Nachfrage innerhalb Europas trotz geopolitischer Unsicherheiten, mit Fokus auf innereuropäische Reisen.
  • Die Niederlande und Belgien bleiben zentrale Quellmärkte für eine Stabilisierung des Deutschland‑Incoming in der Krise: Eine DZT‑Studie vom März zeigt gestiegene Reiseabsichten nach Deutschland in den Niederlanden von 32 % (Sep 2025) auf 37 % (März 2026) sowie in Belgien von 17 % auf 23 %.Die Niederlande und Belgien bleiben zentrale Quellmärkte für eine Stabilisierung des Deutschland‑Incoming in der Krise: Eine DZT‑Studie vom März zeigt gestiegene Reiseabsichten nach Deutschland in den Niederlanden von 32 % (Sep 2025) auf 37 % (März 2026) sowie in Belgien von 17 % auf 23 %.
  • Positive Plattformdynamik für Deutschland zwischen im März/Anfang April: Bruttobuchungen +8,2 %, Reisende +3,7 %, Flugticketbuchungen +24 %.
  • Steigende Transport- und Energiekosten bleiben belastend: höhere Flugpreise durch Kerosinkosten sowie zunehmender Kostendruck im Pkw-Verkehr (Anteil 44 %). Aber: Deutschland profitiert durch starke Bahnanbindungen an zentrale Nahmärkte
  • Als Reaktion setzt die DZT in den Nahmärkten ab Ende April auf eine verstärkte Kommunikation über eine reichweitenstarke Expedia‑Kampagne „Next Stop Travel Destination Germany“. In Österreich und der Schweiz wird zusätzlich die Vermarktung von Busreisen gezielt intensiviert.

Quellen: DZT Marktbeobachtung, ETC, EUROCONTROL, Expedia Insights, ForwardKeys by Forward Data S.L.U. (all rights reserved), IPK World Travel Monitor, MKG Consulting, MMGY TravelSAT, Oxford Economics Limited, 2026, Statistisches Bundesamt, Tourism Economics (BL Forecast 2026 vs. 2025; USA, CN, IN, CA, JP, BR, IL), Tripadvisor Insights

Statements internationaler DZT Key-Accounts