Schlösser & Burgen

Hambacher Schloss – Wendepunkt deutscher Geschichte

Neustadt an der Weinstraße: Hambacher Schloss, abends ©DZT (Photodesigner Mark Wohlrab)

Hoch über dem Rhein an der pfälzischen Weinstraße ragt aus den Wäldern eine wehrhafte Burg mit wechselvoller Historie heraus, die mit dem „Hambacher Fest“ selbst Geschichte geschrieben hat.

Von 1797 bis 1815 gehörte die Pfalz zu Frankreich und orientierte sich an den Werten der Französischen Revolution: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Die Pariser Julirevolution befeuerte dann auch in der Pfalz 1830 den Freiheitsdurst; beim „Hambacher Fest“ trafen sich führende Liberale und 30.000 Bürger. Sie forderten Presse-, Versammlungs- und Meinungsfreiheit, mehr Bürgerrechte, religiöse Toleranz und nationale Einheit, sodass das „Hambacher Fest“ heute als Geburtsstunde der deutschen Demokratie gilt.

Erstmals wurde dabei auch die schwarz-rot-goldene Trikolore als Symbol künftiger deutscher Einheit geschwenkt. Die Ausstellung „Hinauf, hinauf zum Schloss!“ thematisiert die Ereignisse rund um das Jahr 1832 mit dem Hauptaugenmerk auf dem Hambacher Fest; Fahnen, eine Druckerpresse und zeitgenössische Dokumente erinnern die Besucher an jene Tage des Fests. Damals wie heute ist das Hambacher Schloss ein Symbol der Freiheit, an dessen Mauern und Türmen sich fast 1.000 Jahre Geschichte ablesen lassen.

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