1789 begann Herzog Carl August unter Goethes Einfluss den Neubau des klassizistischen Stadtschlosses. Auch nahm die Gestaltung des Ilmparks ihren Anfang, einer 50 ha großen, malerischen Parklandschaft.

Weil der Geheimrat Goethe über glänzende Kontakte verfügte, lotste er 1801 Professor Heinrich Gentz nach Weimar. Dieser schuf dann das glanzvolle Interieur des Schlosses: Das Treppenhaus brilliert durch eine Halle mit weißen dorischen Säulen, der Festsaal zählt mit ionischen Säulen und einer Galerie zu den herausragenden Raumschöpfungen seiner Zeit. Doch ist das Schloss leider bis Ende 2023 geschlossen; es bieten sich aber Besuche in Schloss Belvedere, Schloss Tiefurt und Schloss Ettersburg an.

Eine weitere Erinnerung an Goethe und die Ära der Klassik ist der Ilmpark. Nur einen Steinwurf vom Schloss entfernt, am Flüsschen Ilm, schufen der Herzog und sein Dichter eine Ideallandschaft mit Brücken, Grotten, Ruinen, Skulpturen und einem „Römischen Haus“ als Aussichtsvilla. Um den hübschen, aber eher bescheidenen Bau von Goethes Gartenhauses im Ilmpark herum waren terrassenartig Obstwiese, Blumen- und Gemüsegarten gestaltet, eine Bepflanzung, die heute annähernd original rekonstruiert ist.

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