Geheimnisvolle Moorleichen, das Nydamboot der Wikinger, kostbare Gemäldesammlungen – seltene Exponate und überbordenden Reichtum präsentieren die zwei Landesmuseen im bedeutendsten Schloss des Nordens.

Schloss Gottorf wirkt aus der Vogelperspektive wie ein großes P, die vier unregelmäßigen Flügel schließen den Schlosshof ein. Mit den Jahrhunderten wurde die einstige Renaissancefestung bis zum heutigen barocken Erscheinungsbild ständig umgebaut und erweitert. Um 1500 wurde die gewaltige zweischiffige Gotische Halle errichtet, die später Sitz der beeindruckenden Gottorfer Bibliothek wurde. Heute ist sie ein perfekter Rahmen für mittelalterliche Skulpturen und Altäre.

Der 1595 vollendete „Hirschsaal“, einer der schönsten Festsäle der Renaissance, ist originalgetreu erhalten. Zeitgleich entstand die prachtvoll geschmückte Kapelle. Meisterwerke darin sind die frühbarocke Orgel und die Herzogliche Betstube mit filigranen Schnitzereien und Intarsien. Nach italienischen Vorbildern wurde ab 1637 um das Schloss herum ein barocker terrassenförmiger Garten angelegt, dessen Herzstück ein prächtiges Lusthaus mit dem berühmten „Gottorfer Riesenglobus“ aus dem 17. Jh. war.

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