Inspiring Germany
7 Seilbahnen in Deutschland: Einsteigen, abheben, staunen
Mal sind es historische Klassiker, mal moderne Panoramagondeln, immer jedoch eröffnen Deutschlands Seilbahnen neue Perspektiven. Schließlich schweben sie über Weinberge, Wälder, Flüsse und alpine Landschaften und bringen Besucher bequem zu spektakulären Aussichtspunkten. Da wird allein die Fahrt zum Erlebnis!
Seilbahn Koblenz: Rein in die Gondel, rüber über den Rhein
Koblenz: Rheinseilbahn
©Koblenz-Touristik GmbH (Swantje Nickolay)
Die Bundesgartenschau 2011 ist schon etwas her, doch die zu diesem Anlass gebaute Seilbahn sorgt weiterhin für Hochstimmung. Kein Wunder, schwebt sie doch vom Deutschen Eck hinauf zur Festung Ehrenbreitstein und ermöglicht so einmalige Blicke auf die Koblenzer Altstadt und den Zusammenfluss von Rhein und Mosel. Schade fast, dass die Gondelfahrt bereits nach fünf Minuten rum ist. Zum Glück gibt es den Rückweg! Und dazwischen? Locken Adventure Golf, Museen, Gartenanlagen und etliche Einkehrangebote.
Seilbahn Rüdesheim: Über den Reben schweben
Rüdesheim: Seilbahn Oberes Mittelrheintal
©Deutschland abgelichtet Medienproduktion
Die romantische Weinstadt Rüdesheim im Oberen Mittelrheintal ist weltbekannt für die Drosselgasse, den Asbach-Uralt-Weinbrand und das imposante Niederwalddenkmal. Zu dem geht es zu Fuß hinauf oder mit der 1954 eröffneten Seilbahn. Ihre 85 halbgeschlossenen, längst modernisierten Gondeln im Retrolook schweben dabei über die terrassierten Weinberge hinweg. Oben warten dann Denkmal, Restaurant und Spazierwege. Charmant: die Wander-Kombi mit dem ebenfalls sehr aussichtsreichen Sessellift nach Assmannshausen.
Drachenfelsbahn Königswinter: Wunder-Oldie mit Burgenflair
Burg Drachenfels mit der Drachenfelsbahn
©AdobeStock (zaschnaus)
Drachenfels im Siebengebirge – schon der Name klingt mystisch. Sagenhaft schön gestaltet sich auch die Fahrt auf den rund 270 Meter über den Rhein ragenden Berg. Den erklimmt seit 1883 eine Zahnradbahn und ist damit die älteste Deutschlands. Allein aufgrund dieses Flairs wird die 1,5 Kilometer lange Fahrt zum Erlebnis, aber auch wegen des Ausblicks auf Wälder, Weinberge, Rheintal und die Burgruine. Die lässt sich gleich beim Ausstieg besichtigen, ebenso wie später die Nibelungenhalle und Schloss Drachenburg.
Feldbergbahn: Schwarzwälder Gipfelerlebnis
Wer den höchsten Berg des Schwarzwalds entspannt erreichen will, nimmt die Feldbergbahn. Seit 1999 ziehen die Achtergondeln von Feldberg-Ort hinauf auf 1.450 Meter Höhe. Dabei läuft der Fahrbetrieb fast rund ums Jahr. Apropos laufen: Die Bergstation ist Startpunkt für Wanderungen, Familienwege und Gipfeltouren und im Winter kann man von hier direkt losbrettern ins größte Skigebiet Baden-Württembergs. Die Aussichtsplattform im 11. Stock des Feldbergturms hat im Sommer geöffnet.
Jennerbahn am Königssee: Schwebefahrt in den Nationalpark
Die 2019 neugebaute Jennerbahn hebt den Bergbahnklassiker auf ein modernes Level: Bodentiefe Glasfronten und Platz für bis zu zehn Personen pro Gondel sind ein Komfort-Boost gegenüber dem Vorgänger. Zeitlos schön präsentiert sich der Blick auf den Königssee, der zwischen Watzmann und anderen Gipfeln des Nationalparks Berchtesgaden glitzert. Da will man von der Bergstation am liebsten sofort loswandern. Und im Winter? Zwar wurde der Skibetrieb 2024/25 eingestellt, doch das Schneevergnügen bleibt: Rodeln, Skitouren, Schneeschuhwandern sind weiterhin möglich.
Burgberg-Seilbahn in Bad Harzburg: Eine runde Sache
Die historische Burgberg-Seilbahn in Bad Harzburg schwebt seit 1929 auf den 483 Meter hohen Großen Burgberg. Die Fahrt in der beinahe kreisrunden 18-Personen-Gondel ist mit drei Minuten zwar recht kurz, aber dank Panoramablick über den Nordharz kurzweilig und aussichtsreich. Und es kommt noch besser! Nämlich beim Ankommen. Direkt bei der Ruine der alten Harzburg starten Wanderwege durch den Nationalpark Harz, etwa zu den Rabenklippen und zum Molkenhaus, sowie kleinere Spazierwege und sogar Alpaka-Touren.
Kampenwandbahn: See, Berge, Nostalgiegondeln
Seilbahn an der Kampenwand
©AdobeStock (streetflash)
Seit 1957 kombiniert die Kampenwandbahn bei Aschau im Chiemgau Bergsport, Hüttenzauber und ein Panorama zum Niederknien. Es begeistern einerseits der imposante Chiemsee und anderseits die aufregend-aufragenden Alpen. Die bunten und putzig wirkenden Vierergondeln sorgen obendrein für ein gemütliches Flair. Sie bringen Passagiere indessen nicht nur hinauf auf etwa 1.465 Meter Höhe, sondern auch zu alpinen Trails, Gleitschirmabsprungstellen und urigen Hütten – und im Winter zu Naturschneepisten und Winterwanderwegen.