Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt

Von der vorpommerschen Ostseeküste über Hamburg bis nach Weimar führen die Spuren Philipp Otto Runges. Anlässlich seines 250. Geburtstags lädt der Rungesommer 2027 dazu ein, den vielseitigen Romantiker als Maler, Dichter und wegweisenden Farbtheoretiker neu zu entdecken.

Wolgast: Wo Runges Geschichte beginnt

Frontansicht des zweigeschossigen Rungehauses in Wolgast mit hellem Fassadenanstrich, grün gerahmten Fenstern und zwei Bäumen vor dem Eingang. Rungehaus in Wolgast ©MV-T (Krauss)

Philipp Otto Runge wurde 1777 in der vorpommerschen Hafenstadt Wolgast geboren. Obwohl seine Bilder zu Lebzeiten kaum bekannt waren und Runge bereits im Alter von 33 Jahren an Tuberkulose starb, gilt er heute neben Caspar David Friedrich als einer der wichtigsten Künstler der Romantik.

Während die großen Originale vor allem in der Hamburger Kunsthalle zu sehen sind, erzählt das Museum Rungehaus nahe dem Hafen von seinem Lebensweg. Dort wird die Vielfalt seines Schaffens sichtbar: er malte und zeichnete, schuf Scherenschnitte und Spielkarten und entwickelte seine dreidimensionale Farbenkugel. Zudem schrieb Runge die Märchen „Von dem Fischer un syner Fru“ und „Von dem Machandelboom“, die später Eingang in die Sammlung der Brüder Grimm fanden.

Zum Rungesommer 2027 stellt Wolgast seinen bekanntesten Sohn als Maler, Dichter und Wissenschaftler vor. Geplant sind Ausstellungen, Feste und eine wissenschaftliche Tagung. Das Rungehaus mit der neuen Wanderausstellung "Und grüße gelegentlich…" über Caspar David Friedrich, Philipp Otto Runge und weitere Künstler aus dem Umfeld der Romantik bildet dabei einen zentralen Ort.

Von hier aus lässt sich Wolgast bequem zu Fuß erkunden: In der historischen Altstadt liegen das Stadtgeschichtliche Museum „Kaffeemühle“, die Backsteinbasilika St. Petri und der Peenehafen nur wenige Gehminuten voneinander entfernt. Über dem Peenestrom erhebt sich das „Blaue Wunder“, eine markante Klappbrücke als Straßen- und Eisenbahnverbindung zur benachbarten Sonneninsel Usedom.

Mit dem Rad durch die norddeutsche Romantik

Die Vorderseite vom Pommersches Landesmuseum in Greifswald hat eine weiße Fassade. Das Dach ist dunkel. Der Himmel ist klar und blau. Greifswald: Außenansicht Pommersches Landesmuseum ©Pommersches Landesmuseum (Armin Wenzel)

Die Route der Norddeutschen Romantik verbindet Wolgast mit weiteren bedeutenden Schauplätzen der Kunstgeschichte in Vorpommern. Sie führt über Greifswald und Stralsund bis nach Rügen und folgt den Lebens- und Wirkungsorten von Runge, Caspar David Friedrich und ihren Zeitgenossen. Im Pommerschen Landesmuseum Greifswald ist Runges Porträt seiner Nichte Wilhelmine Helwig zu sehen. Das Kulturhistorische Museum Stralsund bewahrt weitere Gemälde und grafische Arbeiten von Runge auf. So verbindet die Radtour bedeutende Werke der Romantik mit den Küstenlandschaften Vorpommerns und den backsteingotischen Altstädten der Region.

Hamburg: Hauptwerke und prägende Lebensjahre

In einem lichtdurchfluteten Museumsraum betrachten Personen Gemälde, die an einer Wand in vergoldeten Rahmen hängen. Ein großes, zentrales Gemälde zieht besondere Aufmerksamkeit auf sich. Einige Besucher:innen sitzen auf Bänken, während andere die Kunstwerke aus nächster Nähe betrachten. Besuch der Hamburger Kunsthalle ©Mediaserver Hamburg (Christian Brandes)

Hamburg wurde zu Runges wichtigstem Lebens- und Arbeitsort. Hier lebte er mit seiner Frau Pauline, die er 1804 in Dresden geheiratet hatte, und schuf viele seiner Porträts. Die Hamburger Kunsthalle besitzt die bedeutendste Runge-Sammlung mit Werken wie „Die Hülsenbeckschen Kinder“, „Pauline im grünen Kleid“ und „Der Morgen“. Vom 24. September 2027 bis 30. Januar 2028 widmet sie ihm die Ausstellung „Romantisch. Radikal. Modern“.

Im Hamburger Stadtzentrum laden fünf weitere renommierte Häuser der Kunstmeile Hamburg zu einer Entdeckungstour durch die Kunstgeschichte ein. Alle sechs Museen liegen zwischen Rathausmarkt, Binnenalster und dem UNESCO-Welterbe Speicherstadt und sind bequem zu Fuß erreichbar.

Auf dem Friedhof Ohlsdorf, Hamburgs bedeutendster Begräbnisstätte und letzter Ruhestätte zahlreicher bekannter Persönlichkeiten, erinnert ein Ehrengrab an Runge und seine Frau.

Weimar: Im Austausch mit Goethe

Die Luftaufnahme von Weimar in Thüringen zeigt ein historisches Gebäude mit einem hohen Uhrenturm in der Mitte. Rot gedeckte Gebäude und Kirchen mit spitzen Türmen sind über das Gebiet verteilt. Im Vordergrund ist ein großer grüner Park mit Bäumen und auf dem Rasen versammelten Menschen zu sehen. Der Himmel ist teilweise bewölkt. Weimar ©Getty Images (taikrixel)

1803 begegnete Philip Otto Runge in Weimar Johann Wolfgang von Goethe. Der anschließende Austausch über Kunst, Natur und Farbenlehre mündete in einen Briefwechsel, der bis zu Runges Tod anhielt. An diese geistige Verbindung erinnern heute das Goethe-Nationalmuseum und die Sammlungen der Klassik Stiftung Weimar. Zu deren Bestand gehören neben bisher unbekannten Scherenschnitten auch „Die kleine Perthes“, Runges Porträt der jungen Luise Perthes aus dem Jahr 1805. Die Werke und der Briefwechsel machen sichtbar, wie eng Runge seine künstlerische Arbeit mit theoretischen Überlegungen zur Wirkung und Bedeutung von Farben verband.

Philipp Otto Runge: Ein Visionär der Romantik

Ein Ölgemälde zeigt einen Mann mit hellem Teint und leicht gelocktem Haar, der über die Schulter zum Betrachter blickt. Er trägt eine rote Jacke auf einem dunklen, schlichten Hintergrund. Der Stil des Gemäldes ist realistisch und konzentriert sich auf die Gesichtszüge des Mannes. Selbstporträt Philipp Otto Runge ©Hamburger Kunsthalle (Philipp Otto Runge)

Philipp Otto Runge zählt zu den wichtigsten Malern der Romantik. Für ihn war Kunst kein bloßes Abbild der sichtbaren Welt. Mit Farbe und Licht wollte er Gefühle, Sehnsucht und inneres Erleben sichtbar machen. In seinen Werken verband er Malerei, Farbtheorie und Wahrnehmung zu einer eigenen romantischen Vision. Wer seinen Spuren folgt, entdeckt daher einen Künstler, dessen Fragen nach der Wirkung von Bildern und nach unserem Erleben bis heute überraschend aktuell sind.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wo findet der Rungesommer statt?

Zentraler Ort ist Wolgast mit dem Museum Rungehaus.

Wo sind Originalwerke zu sehen?

Vor allem in der Kunsthalle Hamburg, außerdem in Greifswald, Stralsund und Weimar.

Welche Werke sind besonders bekannt?

„Die Hülsenbeckschen Kinder“, „Der Morgen“, „Die kleine Perthes“ und Runges Selbstporträts.

Welche Rolle spielte Goethe?

Beide tauschten sich intensiv über Kunst, Farbsymbolik und Farbenlehre aus.

Lässt sich die Reise mit Caspar David Friedrich verbinden?

Ja. Die Route der Norddeutschen Romantik verbindet wichtige Orte beider Künstler.