Berlin: Zwei Frauen schauen sich Säfte auf dem Ökomarkt am Kollwitzplatz an ©DZT (Dagmar Schwelle)

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9 kunterbunte Wochenmärkte: Genuss für Augen und Gaumen

Wochen- und Genussmärkte sind ein Stück gelebte deutsche Kultur. Schließlich verbinden sie regionale und saisonale Produkte, Handwerk und kulinarischen Genuss und bieten als lebendige Open-Air-Orte Raum für Begegnung, Austausch und Sightseeing der besonderen Art. Was sie auf jeden Fall sind: ein Erlebnis für die Sinne!

Münchner Viktualienmarkt: Feinkostmekka unter weiß-blauem Himmel

Ein veraltetes Wort für Lebensmittel? Viktualien! Im Namen eines der größten Dauermärkte Deutschlands werden sie seit 1807 lebendig gehalten. Lebhaft geht es am gleichnamigen Platz mitten in München wahrlich zu. An über 140 festen Ständen werden exotische Früchte, hochwertige Käsesorten, edle Weine und alle Arten von Obst und Gemüse angeboten. Wer hier nicht fündig wird, bummelt in der Schrannenhalle nebenan weiter – oder gönnt sich im unter Kastanien befindlichen Biergarten eine kühle Maß.

Hamburger Isemarkt: Streetfood-Paradies auf über 600 Metern Länge

Für manche ist er die ideale Adresse zum „Klönschnacken“, für andere eine Top-Einkaufsquelle und für die meisten einfach ein einmaliger Augen- und Gaumenschmaus: der Isemarkt in Eppendorf. Jeden Dienstag und Freitag bieten dort mehr als 200 Händler unter einem denkmalgeschützten Hochbahn-Viadukt ihre Waren an. Dank dieser besonderen Überdachung steht einer ausgedehnten kulinarischen Entdeckungstour, vom Bio-Burger bis zum delikaten Fischbrötchen, selbst bei „Schietwetter" nichts im Wege.

Münstermarkt Freiburg: Schlemmen und Schlendern

Auf einer Kopfsteinpflasterstraße in Freiburg findet der Münstermarkt statt, mit Marktständen auf beiden Seiten. Die Menschen gehen zwischen den Ständen umher. Die linke Seite zeigt einen Teil eines roten Steingebäudes. Im Hintergrund sind mehrere bunte Gebäude und ein grüner Hügel zu sehen. Freiburg: Münstermarkt am Münsterplatz ©DZT (Francesco Carovillano)

Rund um das Münster mit dem „schönsten Turm der Christenheit“ scharen sich von Montag bis Samstag die Marktleute hinter Ständen, die prall gefüllt mit Gemüse, Obst und Salaten sind. Auch allerhand andere Waren werden hier verkauft, wobei der Markt seit Jahrhunderten streng geteilt ist. Auf der Nordseite befindet sich der Bauernmarkt mit selbsterzeugten Produkten aus der Region. Die Südseite beherbergt ein Gemisch unterschiedlichster Händler, die von Keramik bis zu Strohschuhen nahezu alles anbieten.

Erzeugermarkt Konstablerwache: Wo Banker bei Bauern bestellen

Mitten im Herzen der wichtigsten deutschen Finanzmetropole trifft sich auf der an der Zeil gelegenen „Konsti“ seit 1989 zweimal pro Woche die Region zum Genießen. Beim Bauern- und Erzeugermarkt bringen Landwirte und Winzer ihre Produkte direkt vom Hof in die Großstadt: knackiges Obst und Gemüse, duftendes Brot, Käse, Wurst und, na klar, jede Menge „Äppelwoi". Zwischen Marktständen und Biertischen probieren, plaudern und schlemmen Einheimische wie Gäste und längst nicht nur Frankfurter Banker.

Mainzer Wochenmarkt: Weck, Worscht, Woi und weitere Waren

Drei Mal pro Woche werden die malerischen Plätze Höfchen, Liebfrauen- und Domplatz noch malerischer: Nämlich, wenn an den bis zu 100 Ständen ein buntes Markttreiben herrscht. Zum festen Marktritual gehören für Kenner von April bis November Weck, Worscht und Woi – also Brötchen, Wurst, Wein. Bester Tag dafür? Der Samstag, wenn der Betrieb mit dem Marktfrühstück der Mainzer Wirte beginnt.

Ökomarkt am Berliner Kollwitzplatz: So entspannt geht nachhaltig

Zwei Personen stehen an einem Marktstand am Kollwitzplatz in Berlin. Sie sehen sich frische Produkte an, darunter einen Korb mit Kirschen, um den herum weiteres Obst und Gemüse liegt. Eine Person hat eine Tasche mit Grünzeug um den Arm, während die andere ein Körbchen mit Obst in der Hand hält. Im Hintergrund sind Marktstände und andere Besucher unter den Bäumen zu sehen. Berlin: Zwei Frauen auf dem Ökomarkt am Kollwitzplatz ©DZT (Dagmar Schwelle)

Der dreieckige Kollwitzplatz in Prenzlauer Berg ist eine runde Sache, vor allem donnerstags. Wer dann durch die Standreihen schlendert, merkt schnell: Hier ist Bio kein Trend, sondern Alltag. Der Ökomarkt bringt Landwirte, Bäcker und Käsemacher aus dem Umland direkt in die Kieznachbarschaft. Auf den Tischen stapeln sich knackiges Gemüse, krosses Brot, Eier vom Hof und saisonale Spezialitäten. Dazwischen: Kinderwagen, Kaffee in der Hand und Gespräche über das beste Pesto der Woche.

Lüneburger Wochenmarkt: Streetfood auf Norddeutsch

Mitten auf dem Springbrunnen des Marktplatzes wacht die mit Pfeil und Bogen bewaffnete Göttin Luna über den historischen Stadtkern – und über die etwa 70 Händler und Selbsterzeuger, die hier mittwochs und samstags ihre Waren anbieten. Die Palette reicht dabei von Kartoffeln über Gemüse, Obst, Fleisch und Käsespezialitäten bis hin zum seltenen Heidehonig. Was Besucher von nah und fern besonders schätzen, ist die geschmackvolle Atmosphäre des Marktes. Die lebt sehr von der Kulisse des Rathauses, auf dessen prunkvolle Barockfassade alle Standreihen hinführen.

Markt am Dom in Münster: Alles, was das Einkaufsherz begehrt

Mittwochs und samstags breiten sich zu Füßen des St.-Paulus-Doms bis zu 150 Stände aus, an denen Besucher neben Obst und Gemüse, Brot und Kuchen auch Geflügel, Fisch und Meeresfrüchte finden. Besonders im Spätsommer locken die Gärtner aus Münster und Umgebung mit einem wahren Blumenmeer. Das vorwiegend regionale Angebot des lebhaften Freiluftmarktes wird ergänzt durch holländische Lakritz, persische Süßigkeiten, Korbwaren und Modeschmuck.

Erfurter Wochenmarkt: Ehrwürdige Kulisse, frische Produkte

Blick über den belebten Wochenmarkt am Erfurter Domplatz mit Dom und Severikirche im Hintergrund. Marktplatz in Erfurt mit Dom und Severikirche ©Thüringer Tourismus GmbH (Gregor Lengler)

Dieses Setting ist wirklich grandios: Oben thronen der mächtige Dom und die nicht minder eindrucksvolle Severikirche nebenan und dann führen 70, immer breiter werdende Stufen hinunter zum weiten Domplatz. Dort bauen Händler sechsmal pro Woche – Sonntag ist Ruhetag – ihre Stände auf, mit frischem Gemüse, Käse, Blumen und regionalen Spezialitäten. Da wird gelacht, gefachsimpelt und probiert - allen voran echte Thüringer Rostbratwürste, denn sie gehören in Erfurt einfach zum Marktbesuch dazu.

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