Marktplatz in Goslar ©Shutterstock (Sina Ettmer Photography)

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Städtereisen im Winter: 6 heiße Tipps für kalte Tage

Städtereisen sollen nur etwas für die warme Jahreszeit sein? Von wegen! Zwischen frostigen Altstadtgassen, gemütlichen Cafés und stimmungsvollen Museen entfalten Deutschlands Städte im Winter ihren eigenen Charme. Diese sechs Beispiele beweisen es!

Goslar/Quedlinburg: Herzlich Willkommen im Harz

Nachtaufnahme im Winter in Quedlinburg. Es zeigt traditionelle Fachwerkhäuser, die von Straßenlaternen und Lichterketten beleuchtet werden. Im Vordergrund ist die kopfsteingepflasterte Straße zu sehen. Quedlinburg: Historische Altstadt bei Nacht im Winter ©Adobe Stock (Ralf Geithe)

Der Harz zählt zu den beliebtesten Winterregionen Deutschlands – mit Skipisten, Rodelbahnen, rund fünfhundert Kilometern Loipen und zahlreichen Winterwanderwegen. Die angrenzenden Städte sind dabei weit mehr als reine Übernachtungsorte. Goslar beeindruckt mit seiner historischen Altstadt, der Kaiserpfalz und dem Erzbergwerk Rammelsberg, allesamt Teil des UNESCO-Welterbes. Auch Quedlinburg begeistert mit einem außergewöhnlich gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtbild und seinem UNESCO-Status.

Saarbrücken: Winterzauber im Grenzbereich

Die Ludwigskirche in Saarbrücken, Saarland, ist mit Schnee bedeckt. Die Kirche hat große Fenster und Statuen auf dem Dach. Im Vordergrund ist ein Steinornament mit Schnee darauf zu sehen. Der Boden und die umliegenden Gebäude sind ebenfalls mit Schnee bedeckt. Der Himmel ist klar mit einigen Wolken. Saarbrücken: Ludwigskirche im Schnee ©Adobe Stock (Petair)

Die saarländische Hauptstadt hat etwas angenehm Unaufgeregtes. Erst recht im Winter, wenn draußen die Saarufer im Frost glitzern und es drinnen nach Flammkuchen und Gebäck riecht. Die barocke Ludwigskirche erhebt sich eindrucksvoll als Hauptstück der „Place-Royale“-Architektur vor winterlichem Himmel und zwischen St. Johanner Markt und Alter Brücke knistert stets ein gemütliches „Grenzland-Flair“. Frankreich ist nah, die Moderne Galerie und die Cafés im lebendigen Nauwieser Viertel noch näher.

Regensburg: Geschichte und Gemütlichkeit

In Regensburg, Bayern, führt die steinerne Brücke über einen Fluss, der in die Altstadt führt. Der Dom St. Peter steht hoch und beleuchtet im Hintergrund. Die Gebäude entlang des Flussufers sind mit Schnee bedeckt, der sich im ruhigen Wasser spiegelt. Der Himmel weist rote und blaue Farbtöne auf, was darauf hindeutet, dass es entweder Morgengrauen oder Abenddämmerung ist. Der schneebedeckte Boden und die beleuchteten Fenster der Gebäude tragen zu der heiteren Atmosphäre bei. Regensburg: Blick auf die Altstadt, die steinerne Brücke und den Dom St. Peter ©AdobeStock (Thomas)

Wenn im Winter die Gassen stiller wirken, verströmt das bedeutende Mittelalterensemble einen einmaligen Charme. Besonders spürbar wird er auf der Steinernen Brücke, am Donauufer und vor dem Dom St. Peter. Nach dem Stadtbummel bieten das Historische Museum oder das Haus der Bayerischen Geschichte wohltuende Wärme. Zahlreiche Wirtshäuser sorgen mit Glühwein, süßen Spezialitäten oder herzhaften Gerichten für winterliche Gemütlichkeit.

Bremen/Bremerhaven: Maritimes Duo voller Kontraste

Neuer Hafen in Bremerhaven im Winter mit dem Klimahaus und Segelbooten. Die Uferpromenade ist schneebedeckt, und im Wasser spiegeln sich die Gebäude und Boote. Der Himmel zeigt die Pastellfarben des Sonnenaufgangs oder Sonnenuntergangs. Bremerhaven: Neuer Hafen mit dem Klimahaus und Segelschiffen im Winter ©Adobe Stock (Steffen)

Fluss oder Meer? Geht beides! In Bremen funkelt die Weser ebenso im frostigen Licht wie der Roland und die Giebel am Marktplatz, während insbesondere im Schnoorviertel Cafés mit Kakao und Bremer Klaben zum Verweilen einladen. Eher Lust auf Seeluft? Dann ab ins nahe Bremerhaven, wo man an der Havenwelten-Promenade die Winterstille des Meeres spüren und sich mit warmen Fischbrötchen und Labskaus die Hände auftauen kann. Wärmstens empfohlen sind zudem das Deutsche Auswandererhaus und das Klimahaus.

Eisenach: Wartburg, Waldwege und Wundermusiker

Die Wartburg in Eisenach ist im Winter bei leichtem Schneefall zu sehen. Eisenach: Wartburg im Winter ©Adobe Stock (Jan Schumann)

Im Winter thront die fast 1.000-jährige Wartburg wie ein warm leuchtender Wachtposten über dem Thüringer Wald. Zu Füßen der UNESCO-Welterbestätte, in der Luther 1521 das Neue Testament ins Deutsche übersetzte, liegen aufregende (Winter-)Wanderwege, etwa durch die Drachenschlucht, und anderseits die Gassen der Eisenacher Altstadt. Dort locken etliche Cafés mit Stollen und das Lutherhaus, das Automobilmuseum und das beeindruckende Bachhaus mit unterhaltsamer wie informativer Geschichte.

Nürnberg: Zwischen Kaiserburg und Zukunftsmuseum

Die schneebedeckten Dächer der Nürnberger Altstadt mit ihren mittelalterlichen Gebäuden und Kirchtürmen. Nürnberg: Blick über die winterliche Altstadt ©DZT (Gerhard Illig)

Klar, der Christkindlesmarkt ist weltberühmt, doch die Frankenmetropole hat im Winter weit mehr zu bieten, allen voran ein schönes Mittelalterflair zu Füßen der Kaiserburg. Und stets duftet es irgendwo nach Lebkuchen! Körper und Geist kommen bei einem Besuch im Deutschen Museum oder im Dürer-Haus zur Ruhe, während im Germanischen Nationalmuseum Geschichte lebendig wird. Abends lohnen dann Abstecher an die beleuchtete Pegnitzpromenade oder in die historischen Bratwurststuben.