Aachen: Europastadt im Zeichen des Doms.
Aachener Dom ©Deutsche Zentrale für Tourismus e.V. (Kiedrowski, Rainer)

Aachen: Europastadt im Zeichen des Doms.

Aachen ist eine Stadt, die Europa lebt, denkt und fühlt. Sie ist sozusagen ein Europa im Kleinen: Zentral in einem Dreiländereck gelegen, seit Karl dem Großen den geistigen Wurzeln, Werten und Idealen des Kontinents verpflichtet und heute die Stadt des Karlspreises, der seit 1950 im Rathaus verliehenen Auszeichnung für Verdienste um die europäische Einigung.

Wahrzeichen und Monument früher europäischer Größe ist der Aachener Dom. Schon um das Jahr 800 – Krönungsjahr Karls des Großen – als Kapelle der Kaiserpfalz vollendet, war er der erste Dom Nordeuropas und über Jahrhunderte die Krönungskirche fast aller deutschen Könige. Wobei „vollendet“ nicht ganz richtig ist: Immer wieder wurde der Dom erweitert, so durch eine monumentale Chorhalle aus dem Jahr 1414, ein Meisterwerk der Gotik, deren Fenster mit der stolzen Höhe von 27 Metern die höchsten ihrer Zeit überhaupt waren. Die Schatzkammer des Aachener Doms birgt den bedeutendsten Kirchenschatz nördlich der Alpen, darunter Kostbarkeiten wie das Lotharkreuz, die teilweise vergoldete Karlsbüste und den Schrein, in dem Karl der Große 814 vermutlich bestattet wurde. Dom und Schatzkammer sind denn auch Glanzpunkte der historischen Route durch die Stadt, der Route Charlemagne. Sie führt an einer ganzen Reihe herausragender Gebäude entlang, etwa dem Haus Löwenstein, einem ehemaligen Wohn- und Gasthaus, oder dem Büchelpalais, bis 1752 die städtische Kornhalle; jede Station der Route behandelt ein eigenes Thema: Geschichte, Wissenschaft, Europa, Religion, Macht, Wirtschaft und Medien. Fast ist man versucht, eine Station „Pferdesport“ zu vermissen, so sehr begeistern sich die Aachener für diesen edlen Sport. Der jährliche Aachener Concours Hippique International Officiel (CHIO) ist eines der bedeutendsten Pferdesportturniere der Welt, und auch sonst ist die Stadt bekannt für ihre großen Events, die in der Reitsportarena vor 50.000 zumeist leidenschaftlich mitgehenden Zuschauern stattfinden.

Begeisterung hervorrufen kann ebenso die entspannte Atmosphäre der Stadt, die sich bei einem Bummel durch die historischen Straßen besonders gut spüren lässt. Es ist ein wunderbarer Gegensatz: die stolzen, altehrwürdigen Bauwerke entlang der Route Charlemagne und dazwischen eine quirlige Szene, geprägt von 45.000 Studenten aus allen Winkeln der Erde. Sie geben der Stadt ein ebenso lässiges wie buntes Flair, das ganz einfach Lebensfreude pur ausdrückt. Ein Beleg für die Weltoffenheit Aachens – und ein guter Grund mehr, sich einfach mal durch die Innenstadt treiben zu lassen, sich gleichsam auf eine Zeitreise durch die Jahrhunderte zu begeben. Neben dem Dom ist das Rathaus eine der großen Sehenswürdigkeiten Aachens, im 14. Jahrhundert auf den Fundamenten der Kaiserpfalz errichtet und später zu einem barocken Stadtschloss ausgebaut, ein Zeugnis aus der Blütezeit traditionellen Bürgertums. Gleich nebenan, in der „Gaststätte Postwagen“, befindet sich seit Jahrhunderten ein Ort gehobener Gastlichkeit. Ganz besondere Ausstellungsstücke sind im „Großen Haus“ an der Pontstraße zu sehen, dem vermutlich ältesten Wohnhaus Aachens, heute das Internationale Zeitungsmuseum der Stadt, das sich inzwischen zum Medienmuseum weiterentwickelt hat: Über 200.000 Zeitungen und Druckwerke aus aller Welt und in (fast) allen Sprachen zeugen von der Vergänglichkeit der Zeiten – und dass auch die dicksten Schlagzeilen ganz schnell von gestern sind. Durchaus aktuell dagegen sind die Kunstwerke, die im Ludwig Forum für Internationale Kunst ausgestellt sind, von Pop Art über Fotorealismus bis Gegenwartskunst. Was aber ganz bestimmt immer aktuell ist in Aachen, ist der europäische Gedanke. Sie werden es spüren: Sie besuchen Aachen und landen in Europa.

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