Bochum, Gastronomie-Meile Bermuda Dreieck
Bochum, Gastronomie-Meile Bermuda Dreieck ©Stadt Bochum, Presse- und Informationsamt (Leitmann, Lutz)

Bochum – Ruhrmetropole zwischen Kohle und Kultur

Bochum ist heute die Party- und Kulturmeile der ganzen Region. Vom Bergwerk zur Bühne – die Stadt mit den einst meisten Zechen im Ruhrgebiet ist heute die mit den meisten Theatern. Eine quirlige Ruhrmetropole, keine Schönheit, aber mit Charakter, einem eigenen Charme und neuen, spannenden Perspektiven.

Dass Bochum eine Stadt war, in der die Schornsteine rauchten und die Hochöfen glühten, will niemand verleugnen, und man ist auch stolz darauf. Das Deutsche Bergbau-Museum, das weltweit größte seiner Art, steht für diese Zeit. Über 400.000 Besucher jährlich fahren hier erst unter Tage und dann hoch hinaus auf den Förderturm, der aus 63 Metern Höhe einen großartigen Blick über Bochum und den „Pott“ bietet.

In den 1960er Jahren begann sich die Krise abzuzeichnen; der Kohlebergbau war plötzlich von gestern. Die ganze Region musste sich gleichsam über Nacht neu erfinden, und die Bochumer waren dabei besonders kreativ: Sie setzten auf die Karte Kultur und Bildung. Mit der Ruhr-Universität entstand eine der besten Hochschulen des Landes, und das Bochumer Schauspielhaus wurde unter Intendanten wie Peter Zadek, Claus Peymann und Leander Haußmann zu einer der innovativsten und radikalsten Bühnen Deutschlands.

Internationale Großevents wie die Ruhr-Triennale, das Klavier-Festival Ruhr und die Ruhrfestspiele machen die Region zu einer der dichtesten Kulturlandschaften des ganzen Kontinents. Mit de. europäischen Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 wurde diese neue Identität so etwas wie das Markenzeichen der Stadt: Wandel durch Kultur und Kultur durch Wandel, Industrieanlagen als neue Bühnen an- und aufregender Kunst. Dass es aber nicht nur hohe Kunst sein muss, beweist der Erfolg des (Link zu Musik -> Musicals) Musicals Starlight Express (/link); seit 1988 wollten sich schon zwölf Millionen Besucher dieses Spektakel nicht entgehen lassen. Eine lässige Studentenszene, sehenswerte Museen, hochkarätige Galerien und Bochum Total, eines der größten Rock- und Popfestivals Europas, sind Aspekte einer Stadt, die der Gast so vielleicht nicht erwartet hat. Zeit also, sich von Bochum angenehm überraschen zu lassen. Highlights Sternenschau in Bochum: das Zeiss Planetarium Das Zeiss Planetarium Bochum wurde im Jahr 1964 errichtet und gehört seit dieser Zeit zu den modernsten Einrichtungen dieser Art weltweit. Ein zentraler Projektor wirft ein Bild des Sternenhimmels unter das Kuppeldach, so dass für die Betrachter ein realistischer Himmelseindruck entsteht. Um den Projektionssaal herum befindet sich ein umlaufender Gang, in dem Dauer- und Wechselausstellungen untergebracht werden. Im Mai 2010 wurde das Planetarium nach einer 4-monatigen Umbauphase neu eröffnet und ist seitdem das weltweit erste Planetarium mit Velvet-FullDome-Projektion. Ruhrgebietsidylle: die Siedlung Dahlhauser Heide in Bochum Die Bergarbeitersiedlung Dahlhauser Heide entstand zwischen 1906 und 1915 als Musterkolonie für die Arbeiter der nahen Zeche Hannover. Die im Volksmund auch „Kappeskolonie“ genannte Siedlung ist eine der schönsten Siedlungen im Ruhrgebiet; vom Hausarchitekten der Familie Krupp, Robert Schmoll, als Gartenstadt konzipiert und ausgeführt. Erbaut wurden die Häuser in der Dahlhauser Heide zumeist nach demselben Prinzip: während Wohnstube und Küche im Erdgeschoss lagen, führte die Treppe in das erste Geschoss zu zwei Schlafkammern. Zur Selbstversorgung verfügte jedes der Zweifamilienhäuser über einen Garten. Zwischen Zweck und Ästhetik: Bochums Jahrhunderthalle Mit ihrer luftigen Stahlkonstruktion gilt die Jahrhunderthalle Bochum als eines der ersten Beispiele für einen rein zweckbestimmten Ingenieurbau. Nach ihrem behutsamen Umbau ist sie zum Symbol für den gelungenen Grenzgang zwischen Tradition und Moderne geworden – und mithin zu einem Wahrzeichen des neuen Ruhrgebiets. Außen glänzt die historische Fassade mit neuen architektonischen Elementen, innen offenbaren sich die faszinierenden Möglichkeiten modernster Veranstaltungstechnik. Drei unterschiedlich große Hallen bieten Raum für Bankette, Präsentationen, Konzerte, großes Theater und kleine Experimente. Bier und Currywurst in Bochum: das Bermudadreieck Das Bermudadreieck im Zentrum von Bochum in das größte und bekannteste Restaurant- und vor allem Kneipenviertel im Ruhrgebiet. Es beginnt etwa 200 Meter östlich vom Hauptbahnhof und ist die südliche Verlängerung der Fußgängerzone der Bochumer Innenstadt. Neben unzähligen kleinen Kneipen, viele davon mit Biergarten, gibt es auch etwa 30 Restaurants in völlig verschiedenen Preisklassen und Stilrichtungen. Getrunken wird vor allem Bier, aber auch Cocktails. Die Currywurst ist hier übrigens genau so gut wie in Berlin. Und gehört zu einem Abend im Bermudadreieck einfach dazu.

Highlights

Sternenschau in Bochum: das Zeiss Planetarium

Ruhrgebietsidylle: die Siedlung Dahlhauser Heide in Bochum

Zwischen Zweck und Ästhetik: Bochums Jahrhunderthalle

Bier und Currywurst in Bochum: das Bermudadreieck