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Essen, Zeche Zollverein
Essen, Zeche Zollverein ©Essen, Marketing GmbH (Peter Wieler)

Essen – Zeichen setzen und der Spaß am Neuen

Die Aufbruchstimmung in der Stadt, den gewaltigen Wandel zum Dienstleistungs-, Wissens-, Design- und Medizinstandort kann man überall sehen, spüren und erleben. Modernes und Vergangenes, Geschichte und Geschichten zwischen Stahl und Romantik, alte Kunst und Kultur für morgen: keine Widersprüche, sondern Aspekte einer neuen Urbanität, die die Stadt zum selbstverständlichen Anziehungspunkt innerhalb der Metropole Ruhr macht.

Früher Stahl und Eisen, heute Augen und Ohren für das Neue, Unkonventionelle, für Kunst im Raum und die Kunst der Selbstinszenierung. Beispielhaft zu erleben auf dem Kulturpfad: 372 blaue Steine weisen den Weg zu 82 „Stadtzeichen“, zu Architektur, Installationen, Lichtkunst, Skulpturen und Figuren – 82 Einladungen zum Schmunzeln, Staunen, Verweilen und Diskutieren. Vorbei geht es am Opernhaus, gebaut nach Plänen des großen Alvar Aalto, an der Kunsthochschule Folkwang, dem Grillo-Theater, dem Plakatmuseum und an der Lichtburg, dem größten Kinosaal und gleichzeitig ältesten noch bespielten Kino Deutschlands.

In der City zeigt der Burgplatz mit Johanneskirche, Münster, Domschatzkammer, Bischofspalais und dem Blick auf Alte Synagoge und Friedenskirche ein sehenswertes Innenstadtensemble, und auf der Kettwiger Straße, 1958 die erste Fußgängerzone Deutschlands, ist Shopping in allen Facetten angesagt. Jedes Jahr zum Sommeranfang steigt das Kulturpfadfest, mit Musik, Theater, Tanz und Licht, und die Kettwiger Straße wird zur längsten Gourmetmeile im ganzen Land: „Essen... verwöhnt“ ist ein einziger Angriff auf Diätpläne und gute Vorsätze.

Essen bietet aber auch eine Insel der Einkehr und Besinnung, die eine intensive Kunstbegegnung der anderen Art garantiert. Der Domschatz des Essener Münsters birgt mit der Goldenen Madonna eines der bedeutendsten Kunstwerke des frühen Mittelalters überhaupt, das früheste vollplastische Marienbild der Welt. Die 74 Zentimeter Skulptur entstand vor über 1.000 Jahren, während der Regierungszeit der Essener Äbtissin Mathilde, geschnitzt wurde sie aus Pappelholz und vollständig überzogen mit feinem Goldblech. Die Augen von Mutter und Kind, die dem Betrachter gleich auffallen, sind aus leuchtend blauem Email gearbeitet. Zu besichtigen ist die Skulptur immer während der Öffnungszeiten der Kirche und bei freiem Eintritt.

Eher weltliche Kultgegenstände finden sich dagegen im red dot design museum: Gemeinsam ist den höchst unterschiedlichen Exponaten ihr vorbildliches Design, für das sie mit dem international begehrten und anerkannten red dot award ausgezeichnet wurden. Das Museum zeigt die weltweit größte Ausstellung zeitgenössischen Designs: 1.000 Produkte aus aller Welt auf mehr als 4.000 qm. Der Ausstellungsraum ist selbst ein Designerstück erster Güte: Norman Foster hat ihn gestaltet.

Highlights

Essens Monument des Industriezeitalters: die Zeche Zollverein

Wohnen in Essens Grünem I: die Villa Hügel

Wohnen in Essens Grünem II: die Gartenstadt Margarethenhöhe

Das Beste der Besten in Essen: Museum Folkwang

Veranstaltungen Veranstaltungen

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